| 2941046 | ZeitZeichen 28. April 1109: Der Todestag des Bendediktinerabtes Hugo von Cluny |
| Medienart: | Audio/mp3/podcast |
| Länge: | 14:29 min |
| Produktionsjahr: | 2009 |
| Eignung: | A(8-13) |
| Beschreibung: | Abt Hugo von Cluny war ein Mann mit Visionen. 60 Jahre lang stand er an der Spitze des berühmten Benediktinerklosters und führte es zur höchsten Blüte. Schon unter seinen Vorgängern stand der Name "Cluny" für eine der bedeutendsten kirchlichen Reformbewegungen und für die Unanhängigkeit von bischöflichem und königlichem Einfluss. Doch unter Abt Hugo erreichte die Anziehungskraft Clunys ihren Höhepunkt. Sein Kloster wurde zum Symbol für die ideale Frömmigkeit, für das richtige Gebet und die perfekte Liturgie. Tausende Menschen kamen nach Cluny, um hier zu beten, hochrangige Fürsten wollten hier begraben werden, hunderte Klöster unterstellten sich dem Abt von Cluny. Und Hugo ließ schließlich die größte Kirche bauen, die die Welt bis dahin gesehen hatte. |
| 2941047 | ZeitZeichen 29. April 1929: Der Geburtstag des Schriftstellers Walter Kempowski |
| Medienart: | Audio/mp3/podcast |
| Länge: | 14:37 min |
| Produktionsjahr: | 2009 |
| Eignung: | A(8-13) |
| Beschreibung: | Kaum ein deutscher Schriftsteller der Nachkriegszeit ist so umstritten gewesen wie Walter Kempowski. Das Publikum liebte ihn und seine Romane ("Tadellöser & Wolf", "Uns geht’s ja noch gold"), die Kritiker dagegen ordneten seine "Deutschen Chroniken" als Unterhaltungsliteratur ein und als ebenso mittelmäßig wie ihren Autor. Denn der eigenwillige, oft bitter-zornige Kempowski, am 29. April 1929 in Rostock geboren, passte einfach nicht in die links-politische Landschaft der 60er/70er Jahre, auch von seinen Erfahrungen als Häftling in Bautzen wollte kaum jemand etwas wissen. Das änderte sich allmählich, als er Anfang der 90er Jahre sein Hauptwerk "Echolot" zu veröffentlichen begann - Collagen aus Briefen, Zeitungen und Tagebüchern als Chroniken der Volks-Befindlichkeit während der Nazizeit. Mittlerweile wird Walter Kempowski, der 2007 starb, zu den großen deutschen Autoren des 20. Jahrhunderts |
| 2941048 | ZeitZeichen 30. April 1989: Der Todestag des italienischen Filmregisseurs Sergio Leone |
| Medienart: | Audio/mp3/podcast |
| Länge: | 14:33 min |
| Produktionsjahr: | 2009 |
| Eignung: | A(8-13) |
| Beschreibung: | "Ich hab schon mal drei solcher Mäntel gesehen. Die haben im Bahnhof auf jemanden gewartet. In den Mänteln waren drei Männer. Und in den Männern drei Kugeln." Das sagt Charles Bronson als "Mundharmonika" in dem Kultwestern "Spiel mir das Lied vom Tod". Gedreht wurde dieses Meisterwerk von Regisseur Sergio Leone. Er war der Sohn eines Filmpioniers, der den ersten italienischen Stummfilm-Western drehte. Leone eiferte seinem Vater nach und arbeitete in den 50er Jahren als Regieassistent in der römischen Filmstadt Cinecittá. Er wirkte an Monumentalfilmen wie "Quo Vadis" und "Ben Hur" mit. Berühmt wurde Leone mit seiner "Dollar-Trilogie" ("Für eine Handvoll Dollar", "Für ein paar Dollar mehr" und "Zwei glorreiche Halunken"). Ihr kommerzieller Erfolg löste einen Boom an Italo-Western aus. In allen Filmen spielte Clint Eastwood die Hauptrolle und wurde so zu einem internationalen Star. Er widmete seinen Regie-Oscar für "Erbarmungslos" dem Altmeister Sergio Leone. |
| 2941049 | ZeitZeichen 1. Mai 0009: Vor 2000 Jahren fand die Varusschlacht statt |
| Medienart: | Audio/mp3/podcast |
| Länge: | 14:34 min |
| Produktionsjahr: | 2009 |
| Eignung: | A(8-13) |
| Beschreibung: | Es war die größte Niederlage des römischen Reichs auf germanischem Boden. Doch wo sie stattgefunden hat, bleibt bis heute ein Rätsel. Im Jahr 9 nach Christus lockten die militärisch unterentwickelten Germanen drei Legionen der hochgerüsteten Supermacht in einen blutigen Hinterhalt. Tausende Soldaten der Besatzer sterben. Der unterlegene römische Feldherr Varus gibt der tragischen Schlacht seinen Namen. Sie ist zugleich ein Wendepunkt: Die Romanisierung stoppt am Rhein, nicht an der Elbe. Der siegreiche Germanenfürst Arminius wird seitdem als deutscher Held verehrt, verklärt und von Neonazis missbraucht. Sein mächtiges Denkmal steht im Teutoburger Wald. Doch wo war der wahre Schauplatz der Varusschlacht? Was geschah tatsächlich? Bis heute dauert eine Schlacht von bis zu 700 Theorien an. |
| 2941050 | ZeitZeichen 2. Mai 1869: Die Eröffnung des Pariser Revuetheaters Folies-Bergère |
| Medienart: | Audio/mp3/podcast |
| Länge: | 14:41 min |
| Produktionsjahr: | 2009 |
| Eignung: | A(8-13) |
| Beschreibung: | Wo Charlie Chaplin, W.C. Fields und Stan Laurel einmal gemeinsam auf der Bühne standen, wo Maurice Chevalier, Mistinguett und Joséphine Baker die berühmte Glitzertreppe hinunterschritten, wo Fernandel und Jean Gabin sangen, Colette nackt tanzte und Manet das Motiv für eines der bekanntesten impressionistischen Gemälde fand, gibt man sich eher zugeknöpft. Sicher, noch strahlt der bunte Kitschdekor der Folies-Bergère in Foyer, Restaurant und Theatersaal wie eh und je, noch zieht manche Musical-Produktion, mancher Pop-Sänger oder manche Fernsehshow-Aufzeichnung die Massen an, aber im Grunde ist das Pariser Revuetheater nur noch ein geschichtsträchtiger Rahmen. Schon längst gibt es keine eigene Truppe mehr, gehören Federn, Flitter und Kabarettnummern der Vergangenheit an. Manchmal liegen die berühmten Art-Deco-Fresken wochenlang im Dunkeln. Bis ein Unternehmensseminar, ein Marken-Event oder ein Kongress Plüsch, Vergoldungen und Lack wieder ins rechte Licht setzen. Denn mit dem nötigen Kleingeld kann heute jeder den prestigereichen Tempel der leichten Muse mieten. |
| 2941051 | ZeitZeichen 3. Mai 1469: Der Geburtstag des Philosophen Niccolo Macchiavelli |
| Medienart: | Audio/mp3/podcast |
| Länge: | 14:34 min |
| Produktionsjahr: | 2009 |
| Eignung: | A(8-13) |
| Beschreibung: | Macchiavellist! Wer so bezeichnet wird, darf sich nicht geschmeichelt fühlen: Der Renaissance-Philosoph Niccolo Macchiavelli ist der Inbegriff für den Schmutz im schmutzigen Geschäft der Politik. Er steht als Namensgeber für die Zyniker der Macht, die kalt kalkulierend Kosten und Nutzen abwägen, und die im Zweifel auch zur äußersten Grausamkeit bereit sind, um die eigenen Ziele zu erreichen. So legt es Macchiavelli in seiner berühmtesten Schrift "Der Fürst" nahe. Doch das Buch ist nur auf den ersten Blick eine Bedienungsanleitung für Tyrannen, ein Polit-Kochbuch, das hilft, in der heißen Küche der Macht einen kühlen Kopf zu bewahren. Macchiavelli ordnet sein Macht-Kalkül einem höheren Zweck unter, dem Wohl des Staates. Und der ist idealerweise eine Republik. Der verschriene Macht-Philosoph Macchiavelli war zeitlebens überzeugter Republikaner; allerdings einer, der die Mechanik der Macht von innen heraus kennen gelernt hat: Als eine Art Außen- und Verteidigungsminister diente er der republikanischen Führung seiner Heimatstadt Florenz. Den "Fürst" und sein Hauptwerk, die "Discorsi", verfasste er, nachdem er der Verschwörung verdächtigt, aus dem Amt gejagt und gefoltert wurde. Macchiavelli weiß, wovon er schreibt. |
| 2941052 | ZeitZeichen 4. Mai 1889: Die Grundsteinlegung zur Eschbachtalsperre, Deutschlands erster Trinkwassertalsperre |
| Medienart: | Audio/mp3/podcast |
| Länge: | 14:06 min |
| Produktionsjahr: | 2009 |
| Eignung: | A(8-13) |
| Beschreibung: | Talsperren: Imposante Mauern, gewaltige Dämme, grandiose Wasserflächen, Schmuckstücke in jeder Landschaft. Angepriesen als Freizeitparadiese und Naturreservate, Trinkwasserspeicher und Bewässerungsreservoirs, Energielieferanten und Hochwasserschutz. Die Eier legende Wollmilchsau der Wasserwirtschaft. Seit über 100 Jahren propagiert als die Lösung aller Wassernöte, sei es Wasserknappheit oder Wasserflut. Erster Propagandist und Pionier deutscher Talsperren war Otto Intze, Professor an der TH Aachen, Ingenieur und Politiker. Mit Staat und Industrie schuf er neue Gesetze - mit dem Ziel: Zentralisierung der Wasserwirtschaft. Wasserverschwendung wurde Pflicht - und Geschäft. Grund für immer neue Reservoirs. Seine erste Talsperre baute Intze im Eschbachtal bei Remscheid, die erste Trinkwassertalsperre Deutschlands. Absolut sicher sollte sie sein - deutsche Ingenieurkunst eben, gebaut für die Ewigkeit. Leider mit Geburtsfehlern, die später teuer saniert werden mussten. Nach gut 100 Jahren Talsperrenbau stellt sich die Frage: Sind Talsperren Lösungen oder selbst Teil des Wasserproblems? |
| 2941053 | ZeitZeichen 5. Mai 1989: Der Todestag des Schauspielers und Kabarettisten Wolfgang Neuss |
| Medienart: | Audio/mp3/podcast |
| Länge: | 13:42 min |
| Produktionsjahr: | 2009 |
| Eignung: | A(8-13) |
| Beschreibung: | Keiner hat die Befindlichkeit der Bundesbürger in den Wirtschaftswunderjahren so böse seziert wie er: Wolfgang Neuss ist in den 50er und 60er Jahren der unbestrittene Star des deutschen Kabaretts. Als "Mann mit der Pauke" kehrt er den Muff der Nierentisch-Ära unter selbigem hervor, verrät einer empörten Fernseh-Nation schon mal vorab den Mörder aus dem Krimi-Straßenfeger "Das Halstuch" - und ist seiner Zeit auch sonst stets mindestens eine Nasenspitze voraus. Anfang der 70er zieht er sich aus der Öffentlichkeit zurück, verbarrikadiert sich als Haschisch rauchender Privatguru in seiner Berliner Wohnung. Der Narr will nicht mehr Hofnarr sein: "Eine Frage schwirrt mir durchs Hirn: Kann man so geschickt schweigen, dass man verstanden wird?" |
| 2941054 | ZeitZeichen 6. Mai 1859: Der Todestag des deutschen Naturforschers Alexander von Humboldt |
| Medienart: | Audio/mp3/podcast |
| Länge: | 14:39 min |
| Produktionsjahr: | 2009 |
| Eignung: | A(8-13) |
| Beschreibung: | Napoléon Bonaparte soll einmal zu ihm gesagt haben: "Sie beschäftigen sich mit Botanik? Genau wie meine Frau!" Ähnlich ignorant begegnet man auch in Deutschland lange Zeit dem international vielleicht bekanntesten Deutschen. Dabei ist Alexander von Humboldt schon zu Lebzeiten ein geachteter Naturforscher. Ein unermüdlicher "Erd- und Himmelsdetektiv" wie Hans Magnus Enzensberger den Begründer der modernen physischen Geographie nennt. Vor allem seine Südamerika-Expeditionen machen Humboldt berühmt. "Ich habe einen tollen Einfall", schreibt er 1834 an einen Freund, "die ganze materielle Welt und alles, was wir heute von den Erscheinungen der Himmelsräume und des Erdenlebens, von den Nebelsternen bis zur Geographie der Moose auf den Granitfelsen wissen, alles in einem Werk darzustellen." Sein "Kosmos" bleibt unvollendet. Alexander von Humboldt stirbt am 6. Mai 1859 in Berlin im Alter von 89 Jahren. Ein Universalgelehrter, wie es seither keinen mehr gegeben hat. |
| 2941055 | ZeitZeichen 7. Mai 1764: Der Geburtstag der Schriftstellerin Therese Huber |
| Medienart: | Audio/mp3/podcast |
| Länge: | 14:39 min |
| Produktionsjahr: | 2009 |
| Eignung: | A(8-13) |
| Beschreibung: | Therese Huber gehörte zu den eigenwilligsten und erfolgreichsten intellektuellen Frauen ihrer Zeit. Geboren wurde sie am 7. Mai 1764 als Therese Heyse, Tochter eines bekannten Göttinger Professors. Von der väterlichen Bibliothek profitierte sie ebenso wie von den frühemanzipatorischen Strömungen der Romantik. 1785 heiratete Therese den Naturforscher und Revolutionär Georg Forster, verließ ihn aber, um mit dem Schriftsteller Ludwig Ferdinand Huber zusammenzuleben. Huber - nach Forsters Tod ihr zweiter Mann - animierte sie zum Schreiben von Romanen, Erzählungen und Reiseberichten. Bis 1823 war Therese Huber dazu noch verantwortliche Redakteurin des renommierten Cotta‘schen "Morgenblatts für die gebildeten Stände" - eine bekannte Persönlichkeit bis zu ihrem Tod 1829. |
| 2941056 | ZeitZeichen 8. Mai 1884: Der Geburtstag des amerikanischen Politikers Harry S. Truman |
| Medienart: | Audio/mp3/podcast |
| Länge: | 14:19 min |
| Produktionsjahr: | 2009 |
| Eignung: | A(8-13) |
| Beschreibung: | Er war der Mann mit der Atombombe. US-Präsident Harry S. Truman konnte der Versuchung nicht widerstehen, die neue Wunderwaffe gegen Japan einzusetzen. Und damit auch den Weltmacht-Anspruch der USA zu unterstreichen. Truman war in den USA eigentlich die Nummer 2, der Vizepräsident. Doch er musste den verstorbenen Roosevelt noch während des Krieges in Europa ersetzen. Truman entschied sich frühzeitig für eine Eindämmungs-Politik gegen die Sowjetunion. Er wählte nicht den Weg der direkten Konfrontation mit Stalin, sondern setzte auf ein wirtschaftlich starkes Europa, das zusammen mit einer militärischen Aufrüstung eine weitere Expansion der Sowjetunion stoppen sollte. Und auf eine starke UN, auf die Vereinten Nationen. Mit Rückendeckung der UN griffen die USA auch militärisch ein, um eine Invasion Südkoreas durch Nordkorea und China zurückzuschlagen. Dort lehnte Truman den - von seinem dortigen Befehlshaber geforderten - Einsatz von Atombomben allerdings ab. |
| 2941057 | ZeitZeichen 9. Mai 1924: Der Geburtstag des russischen Dichters Bulat Okudshawa |
| Medienart: | Audio/mp3/podcast |
| Länge: | 14:37 min |
| Produktionsjahr: | 2009 |
| Eignung: | A(8-13) |
| Beschreibung: | "Mein Werk ist ein Schrei" hat er seine Lyrik und Prosa genannt: Ein Aufschrei gegen den Terror des Stalinregimes und die Grausamkeit des Kriegs. Mit seinen Chansons hat Okudshawa ein neues Genre geschaffen: Das russische Autorenlied. Unzählig die Barden, die in seine Fußstapfen traten! Sein Denkmal steht heute im Stadtviertel Arbat, wo er zur Welt kam. Hier nahm man ihm seine Eltern: Sein Vater wurde als Volksfeind erschossen, seine Mutter kam für Jahre ins Lager. Mit 17 ging Bulat Okudshawa freiwillig an die Front und wurde verwundet. Mitte der 50er Jahre begann er zur verstimmten Gitarre unerhörte Lieder zu singen: Über den Alltag des kleinen Mannes mit seinen Sorgen, Sehnsüchten und Schwächen. Gegen Krieg und Fanatismus, Dummheit und Besserwisserei. Erst spielte er nur im Freundeskreis, dann kursierten unter der Hand millionenfach Tonbandkopien. Öffentliche Auftritte waren immer wieder von der Zensur bedroht. Nach der Perestrojka wurde er auch offiziell anerkannt. Zuletzt beriet er den russischen Präsidenten in der sogenannten "Gnadenkommission". Auf seiner ersten rein privaten Reise in den Westen starb er 1997 unerwartet in Paris. |
| 2941058 | ZeitZeichen 10. Mai 1899: Der Geburtstag des amerikanischen Sängers, Tänzers und Schauspielers Fred Astaire |
| Medienart: | Audio/mp3/podcast |
| Länge: | 13:44 min |
| Produktionsjahr: | 2009 |
| Eignung: | A(8-13) |
| Beschreibung: | Er hatte es in den Beinen: Keiner schwebte je mit solcher Leichtigkeit und Eleganz über Hollywoods Bühnen wie Fred Astaire. Mit Zylinder, Frack und weißer Krawatte, vor allem aber mit seinem Ideenreichtum revolutionierte Astaire den Musikfilm. Er tanzte sich über Tische und Bänke, erklomm Wände und Zimmerdecken und schließlich die größten Bühnen von Hollywood. Der berühmteste Tänzer Amerikas hat von sich selbst gesagt: "Ich liebe nicht, wenn ich küsse. Ich liebe, wenn ich tanze." Damit hat Frederick Austerlitz, Sohn eines Einwanderers aus Österreich-Ungarn und einer deutsch-stämmigen Amerikanerin schon als Kind begonnen. Mit seiner Schwester Adele eroberte er den Broadway. Mit Stars wie Joan Crawford, Rita Hayworth, Audrey Hepburn und vor allem Ginger Rogers wurde er zum Traumpartner des Tanzfilms schlechthin. Im wirklichen Leben trauerte Astaire lange seiner verstorbenen ersten Frau nach. Erst mit 81 Jahren, sieben Jahre vor seinem Tod, heiratete er ein zweites Mal. |
| 2941059 | ZeitZeichen 11. Mai 1904: Der Geburtstag des Malers Salvador Dali |
| Medienart: | Audio/mp3/podcast |
| Länge: | 14:43 min |
| Produktionsjahr: | 2009 |
| Eignung: | A(8-13) |
| Beschreibung: | Er legte zwei gebratene Lammkoteletts auf die Schultern seiner Frau Gala und beobachtete dann während des Sonnenuntergangs die Schatten des Fleisches auf ihrem Körper. Auf vielen seiner Bilder brennen Giraffen, zerlaufen Uhren, er entwirft ein Lippensofa und ein Hummertelefon. Zu einer Pressekonferenz erscheint er einmal in einem Auto voller Blumenkohl. Der Katalane provozierte, war grenzenlos und größenwahnsinnig. Er besaß ein Unterbewusstsein, das er in einem Leben wohl nicht vollständig ausschöpfen konnte, so sehr er auch malte und Dinge schuf. Salvador Dalí war einer der Hauptvertreter des Surrealismus und schon zu Lebzeiten berühmt. Bereits als Kind verliert sich Dalí in Tagträumen und sieht sich in seiner Phantasie als Weltenherrscher. "Im Alter von sechs Jahren wollte ich Köchin werden. Mit sieben wollte ich Napoleon sein und mein Ehrgeiz ist seitdem ständig gewachsen", sagt er. Der Mann mit dem Antennen-Schnurrbart hielt Wort. |
| 2941060 | ZeitZeichen 12. Mai 1364: Der Gründung der Universität Krakau |
| Medienart: | Audio/mp3/podcast |
| Länge: | 14:30 min |
| Produktionsjahr: | 2009 |
| Eignung: | A(8-13) |
| Beschreibung: | Die am 12. Mai 1364 als königliche Krakauer Akademie gegründete Universität hat wissenschaftliche Höhen und Existenz bedrohende Tiefen erlebt, zurückgewichen ist sie nie: Nicht während der schwedischen Besatzungen im 17./18. Jahrhundert, nicht in der Zeit der drei polnischen Teilungen, nicht während der Nazi-Diktatur, als es die Universität gar nicht geben durfte. Obwohl fast sämtliche Professoren im Konzentrationslager saßen, lernten an der Untergrunduniversität etwa 800 Studenten, darunter auch der spätere Papst Johannes Paul II. Auch die stalinistische Diktatur hat die Jagiellonen-Universität erfolgreich überstanden; 1989 gehörte sie zu den Trägern der demokratischen Revolution. Heute hat die zweitälteste Universität in Mitteleuropa etwa 40.000 Studenten aus aller Welt und baut außerhalb des Stadtkerns gerade ihren dritten Campus für die Erforschung zukünftiger Technologien - ein Zurückweichen muss weiter nicht befürchtet werden. |
| 2941061 | ZeitZeichen 13. Mai 1909: In Mailand wird der erste Giro d’Italia gestartet |
| Medienart: | Audio/mp3/podcast |
| Länge: | 14:23 min |
| Produktionsjahr: | 2009 |
| Eignung: | A(8-13) |
| Beschreibung: | Er ist ein Höhepunkt jeder Radsportsaison: Der Giro, die dreiwöchige Italienrundfahrt, wurde am 13. Mai 1909 in Mailand zum ersten Mal gestartet. Rund 328.300 km in 1709 Etappen wurden seitdem zurückgelegt. Die Sieger trugen seit 1931 das legendäre maglia rosa, das Rosa Trikot, Reminiszenz an die Gazzetta dello Sport. Die Zeitung mit dem pinkfarbenen Druck war die Initiatorin des Rennens und gab den radsportbegeisterten Italienern ihren Mythos. 100 Jahre Giro, das ist die Geschichte von strahlenden Helden, unglücklichen Verlieren, kleinen Skandalen und Dopingbetrug. Und bei allem legt man natürlich Wert auf die "bella figura": Das Rosa Trikot für das Jubiläumsrennen 2009 wurde eigens von den Modeschöpfern Dolce & Gabbana entworfen. |
| 2941062 | ZeitZeichen 14. Mai 1939: Die 5jährige Peruanerin Lina Medina bringt ein Kind zur Welt |
| Medienart: | Audio/mp3/podcast |
| Länge: | 14:30 min |
| Produktionsjahr: | 2009 |
| Eignung: | A(8-13) |
| Beschreibung: | Es ist und bleibt eine Weltsensation: Die kleine Peruanerin Lina Medina ist fünf Jahre, als ihr Bauch immer dicker wird. Zuerst glauben die Ärzte, das Mädchen leide an einem Tumor. Aber dann wird das Unfassbare diagnostiziert. Lina Medina ist schwanger. Im siebten Monat stellen die Ärzte fest, dass sie ein Kind bekommen wird. Am 14. Mai vor siebzig Jahren setzen zwei Mediziner zum Kaiserschnitt an. Die Fünfjährige hält wenig später einen gesunden Jungen im Arm. Amerikanische Wissenschaftler glauben nicht an das angegebene Alter der Mutter. Sie vermuten, dass das Mädchen achteinhalb Jahre alt gewesen sein muss. Aber auch in diesem Alter ist es nicht üblich, Mutter zu werden. |
| 2941063 | ZeitZeichen 15. Mai 719: Bonifatius erhält die Missionsvollmacht |
| Medienart: | Audio/mp3/podcast |
| Länge: | 13:19 min |
| Produktionsjahr: | 2009 |
| Eignung: | A(8-13) |
| Beschreibung: | Er gilt als der "Apostel der Deutschen" - der britische Missionar Wynfreth, der heute vor 1290 Jahren von Papst Gregor II. zum Missionar bei den Heiden ernannt wurde. Im hessischen Geismar ließ er symbolträchtig eine dem heidnischen Gott Thor geweihte Eiche fällen. Daraufhin ließen sich viele Menschen taufen. Bonifatius war ein schwieriger Mensch: Bei aller Geradlinigkeit in der Verfolgung seiner Ziele litt er auch an Selbstzweifeln, denn seine Missionsversuche erlitten immer wieder Rückschläge. Als Mann des Papstes setzte er sich für die Schaffung einer an Rom orientierten fränkischen Landeskirche ein. Damit stellte er entscheidende Weichen für die weitere Entwicklung der mittelalterlichen Welt. Die idealisierte Darstellung des Missionars als leuchtendes Vorbild begann kurz nach seinem Tod mit der von seinem Nachfolger in Auftrag gegebenen "Vita sancti Bonifatii". |
| 2941064 | ZeitZeichen 16. Mai 2004: Der Todestag der Tänzerin, Sängerin und Schauspielerin Marika Rökk |
| Medienart: | Audio/mp3/podcast |
| Länge: | 14:30 min |
| Produktionsjahr: | 2009 |
| Eignung: | A(8-13) |
| Beschreibung: | Sie kam nach Deutschland, als andere gehen mussten: 1934 erhielt die junge Tänzerin aus Budapest einen Vertrag bei der Ufa, die sie zum Revuestar des Dritten Reichs aufbauen wollte. Obwohl ihre schauspielerischen Fähigkeiten eher begrenzt waren, avancierte Marika Rökk als "ungarischer Wirbelwind" zum Publikumsliebling. Sie war die "Königin der Pirouette", konnte die Beine immer höher werfen als andere und trällerte mit glockenhellem Stimmchen Durchhalteschlager. Während Millionen Menschen an den Fronten des Zweiten Weltkrieges und in den Konzentrationslagern starben, drehte sie ihre erfolgreichsten Filme: "Kora Terry", "Frauen sind doch bessere Diplomaten", "Die Frau meiner Träume" - bunte Revuespektakel, die ganz auf ihr Talent als Tänzerin und Sängerin zugeschnitten waren. Über das, was in Deutschland vor sich ging, hat sie sich nie den Kopf zerbrochen: Wenn Hitler zum Empfang lud, dann fragte sich die Rökk: "Was zieh ich an?" |
| 2941065 | ZeitZeichen 17. Mai 1834: Der Todestag des Meteorologen Heinrich Wilhelm Brandes |
| Medienart: | Audio/mp3/podcast |
| Länge: | 13:16 min |
| Produktionsjahr: | 2009 |
| Eignung: | A(8-13) |
| Beschreibung: | Brandes hat als erster lokale Wetterdaten, Windgeschwindigkeiten, Windrichtungen, Luftdruck, Niederschlagsmenge und die Lufttemperatur in eine Landkarte eingetragen und damit die Synoptische Meteorologie erfunden - die Grundlage, um in gewissem Maße das Wettergeschehen voraussagen zu können. Brandes hat umfangreich geforscht - über die Formen der Wolken, die Entstehung des Regens und der Stürme. In der Wissenschaft würde man ihn heute kennen, wenn er ein Zeitgenosse wäre. Aber der Gelehrte Heinrich Wilhelm Brandes starb bereits vor 175 Jahren, am 17. Mai 1834. |
| 2941066 | ZeitZeichen 18. Mai 1474: Der Geburtstag der italienischen Fürstin und Kunstmäzenin Isabella d‘Este |
| Medienart: | Audio/mp3/podcast |
| Länge: | 14:13 min |
| Produktionsjahr: | 2009 |
| Eignung: | A(8-13) |
| Beschreibung: | Zwar wurde die Tochter des Herzogs Ercole d’Este schon in eine der anerkanntesten norditalienischen Fürstenfamilien mit Hang zu den Musen hineingeboren. Ihr Engagement für die Kunst, Dichtung und die Musik - sie sang und beherrschte mehrere Instrumente - ging dennoch über die Familientradition hinaus. Nach ihrer Heirat mit dem Markgrafen von Mantua baute sie die Stadt zu einem Musenhof aus, nahm Dichter in ihren Dienst und musizierte mit führenden Komponisten ihrer Zeit. Das bekannte Porträt von Tizian zeigt "La primadonna del mondo", wie sie genannt wurde, als recht korpulente Dame mit fantastischem Kopfschmuck und herausfordernder Miene, aus der ihre bewunderten Tugenden sprechen: Lebenslust, Machtinstinkt und Kunstsinn. |
| 2941067 | ZeitZeichen 19. Mai 804: Der Todestag des angelsächsischen Gelehrten Alkuin |
| Medienart: | Audio/mp3/podcast |
| Länge: | 14:37 min |
| Produktionsjahr: | 2009 |
| Eignung: | A(8-13) |
| Beschreibung: | Es war einer der größten Erfolge Karls des Großen, dass es ihm gelang, den Gelehrten Alkuin aus York an seinen Hof zu holen, einen der klügsten Männer seiner Zeit. Mit ihm begann das, was die Historiker heute "Karolingische Erneuerung" nennen. Alkuin gründete die berühmte Hofschule, an der nicht nur die Kinder und Beamten Karls des Großen, sondern auch der Herrscher selbst unterwiesen wurde. Alkuin hatte schnell begriffen, dass das große Reich seines Herrn vor allem zwei Dinge brauchte: eine für alle verständliche Sprache und eine einheitliche Schrift. Darüber hinaus avancierte er zum wichtigsten Ratgeber Karls und gehörte zu den ganz wenigen Personen, die ihn kritisieren durften. |
| 2941068 | ZeitZeichen 20. Mai 1799: Der Geburtstag des französischen Schriftstellers Honoré de Balzac |
| Medienart: | Audio/mp3/podcast |
| Länge: | 14:34 min |
| Produktionsjahr: | 2009 |
| Eignung: | A(8-13) |
| Beschreibung: | Honoré de Balzac lebte in einer eigenen, von ihm geschaffenen und inszenierten Welt. Dazu zählten ein überschwänglicher Hang zum Luxus, etliche Liebschaften zu meist älteren Frauen und jede Menge Kaffee. Dadurch wach gehalten, schrieb er des Nachts seine Romane, in denen er mit seziererischem Blick auf die Gesellschaft ein einzigartiges Porträt seiner Epoche entwarf. Zwar blieb die "Menschliche Komödie" unvollendet, doch konnte er sich am Ende seines Lebens noch einen lang gehegten Traum verwirklichen: Die Heirat mit der gut betuchten Gräfin Hanska, der er über etliche Jahre hinweg treu-träumerische Liebesbriefe geschrieben hat, die einen eigenen Teil seines CEuvres bilden. |
| 2941069 | ZeitZeichen 21. Mai 1939: Das Mutterkreuz wird erstmals verliehen |
| Medienart: | Audio/mp3/podcast |
| Länge: | 13:07 min |
| Produktionsjahr: | 2009 |
| Eignung: | A(8-13) |
| Beschreibung: | Es war die Auszeichnung für kinderreiche Mütter im Dritten Reich. Das Mutterkreuz gab es - wie militärische Orden auch - in verschiedenen Abstufungen: Für vier Kinder das bronzene, für sechs Kinder das silberne und ab acht Kindern das goldene. 1939 wurde es zum ersten Mal verliehen und allein in diesem Jahr wurden über drei Millionen Mütter mit dem Mutterkreuz geehrt. Die Ausgezeichneten bekamen staatliche Vergünstigungen. Trotz der Vergünstigungen nutzte die Auszeichnung den kinderreichen Müttern nur begrenzt- auch sie hatten zu wenig Lebensmittel für ihre Familien und mussten im Krieg vor den Bombenangriffen fliehen. |
| 2941070 | ZeitZeichen 22. Mai 1859: Der Geburtstag des schottischen Schriftstellers Sir Arthur Conan Doyle |
| Medienart: | Audio/mp3/podcast |
| Länge: | 14:16 min |
| Produktionsjahr: | 2009 |
| Eignung: | A(8-13) |
| Beschreibung: | n der Kriminal-Literatur gibt es viele bekannte Detektive: Hercule Poirot, Philip Marlowe, Kommissar Maigret. Einer der berühmtesten ist der Brite Sherlock Holmes: Habichtnase im Gesicht, Pfeife im Mund, karierter Mantel über den Schultern, Freund und Helfer Dr. Watson an seiner Seite - so kennen und lieben ihn seine Fans. Nicht ganz so bekannt ist Holmes geistiger Vater - der Schriftsteller Sir Arthur Conan Doyle: Kleiner, sportlicher und lange nicht so logisch denkend wie sein "Kind". Conan Doyle glich eher Dr. Watson. Wie dieser war er ein mittelmäßiger Mediziner mit einer schlecht gehenden Praxis. Aus Langeweile begann Conan Doyle zu schreiben - zunächst kleine Abenteuergeschichten und historische Romane. In seinem ersten veröffentlichten Buch "Eine Studie in Scharlachrot" tauchte 1887 bereits der Hobby-Detektiv Sherlock Holmes auf. Aber der Autor war nicht so begeistert von seinem Kriminalisten und ließ Sherlock Holmes sogar sterben. |
| 2941071 | ZeitZeichen 23. Mai 1949: Die Verkündung des Grundgesetzes für die Bundesrepublik Deutschland |
| Medienart: | Audio/mp3/podcast |
| Länge: | 14:37 min |
| Produktionsjahr: | 2009 |
| Eignung: | A(8-13) |
| Beschreibung: | Nur vorübergehend sollte es sein. Das Grundgesetz, das heute vor 60 Jahren verkündet wurde. Verfassung hätte man es gerne genannt, doch noch war der deutsche Staat geteilt, besetzt und hatte keine gewählte Regierung. Schon Mitte 1948 hatten die Alliierten der Westzone die Deutschen beauftragt, eine demokratische Verfassung zu erstellen. Eine Arbeit, die fast ein Jahr dauerte und mit einer Interimslösung enden sollte. Ein Provisorium, das erst im Nachhinein von den Bürgern legitimiert wurde, sich dann aber als äußerst langlebig erwies, wenn auch mit Abstrichen. |
| 2941072 | ZeitZeichen 24. Mai 1914: Der Geburtstag des Dramatikers und Regisseurs George Tabori |
| Medienart: | Audio/mp3/podcast |
| Länge: | 14:39 min |
| Produktionsjahr: | 2009 |
| Eignung: | A(8-13) |
| Beschreibung: | Er arbeitete mit Bertolt Brecht und Alfred Hitchcock zusammen. Er schrieb Theaterstücke, Drehbücher und Kriminalromane, inszenierte und stand auf der Bühne. Er war britischer Geheimdienstler und kannte Hollywood. George Tabori - in Budapest als Sohn eines jüdischen Journalisten geboren, studierte und jobbte er am Anfang der dreißiger Jahre in Berlin. Er emigrierte nach London und New York. 1971 kehrte er nach Deutschland zurück und inszenierte eigene Stücke in vielen deutschen Städten. In den Jahren vor Taboris Tod im Juli 2007 konnte man oft in der Gegend um den Schiffbauerdamm zwei Unzertrennliche beobachten, die um den Bertolt-Brecht-Platz flanierten: George Tabori - und sein Hirtenhund. Wenn sie sich unterhielten, dann in einer Sprache, die bei Herrchen und Hunden in Budapest sehr verbreitet ist. Und genau dieses Verhältnis zwischen einem ungarischen Dramatiker und einem ungarischen Hirtenhund steht im Mittelpunkt dieser Erinnerungen an George Tabori. |
| 2941073 | ZeitZeichen 25. Mai 1969: Thor Heyerdahl bricht mit dem Papyrusboot Ra zur Atlantiküberquerung auf |
| Medienart: | Audio/mp3/podcast |
| Länge: | 14:24 min |
| Produktionsjahr: | 2009 |
| Eignung: | A(8-13) |
| Beschreibung: | Haben die alten Ägypter die neue Welt entdeckt, lange vor Kolumbus? Brachten sie die Kunst des Pyramidenbaus nach Mittel- und Südamerika? Auf diese Fragen suchte Thor Heyerdahl eine Antwort, als er am 25. Mai 1969 mit einem Papyrusboot altägyptischer Bauweise von Marokko Richtung Amerika in See stach. Der norwegische Forscher und Abenteurer, der schon 1947 den Pazifik mit dem Holz-Floß Kon-Tiki überquert hatte, vertrat die Theorie, dass die alten Ägypter mit Schiffen aus Papyrus über den Atlantik segeln konnten. Heyerdahl selbst gelang die spektakuläre Überfahrt erst im zweiten Anlauf. Nachdem sich sein - nach dem ägyptischen Sonnengott Ra benanntes Boot - kurz vor dem Ziel in die Bestandteile auflöste, wiederholte er das Experiment ein Jahr darauf mit Erfolg. Nicht gelungen war ihm damit allerdings der Nachweis seiner Theorie über den Ursprung der Pyramiden Amerikas. |
| 2941074 | ZeitZeichen 26. Mai 1959: Die Gründung des Deutschen Atomforums |
| Medienart: | Audio/mp3/podcast |
| Länge: | 13:26 min |
| Produktionsjahr: | 2009 |
| Eignung: | A(8-13) |
| Beschreibung: | Kaum ein Thema hat die Menschen in der Bundesrepublik so polarisiert wie die Atomenergie. Wichtigster Vorkämpfer für die Kernkraft ist das Deutsche Atomforum, gegründet am 26. Mai 1959. Die Organisation bringt Wirtschaftsvertreter, Wissenschaftler und Politiker auf Kongressen an einen Tisch. Sie startet Werbekampagnen, gibt Hochglanzbroschüren heraus und verteilt Unterrichtsmaterial. Die Bilanz nach 50 Jahren Lobby- und PR-Arbeit ist durchwachsen: Zwar gingen in Deutschland mehr als 30 Atomkraftwerke ans Netz. Doch die Skepsis in der Bevölkerung wuchs, der Konflikt spitzte sich durch die Massenproteste von Atomkraftgegnern in Kalkar, Wackersdorf oder Gorleben und die Tschernobyl-Katastrophe zu. Im Jahr 2000 stimmten die Energieunternehmen schließlich auf Druck der rot-grünen Bundesregierung zu, schrittweise aus der Kernkraft auszusteigen. Das Deutsche Atomforum hofft auf einen Ausstieg aus dem Ausstieg und plädiert für Kernkraft, um die Klimakatastrophe abzuwenden. Eine neue Atomdebatte steht bevor. |
| 2941075 | ZeitZeichen 27. Mai 1564: Der Todestag des Reformators Johannes Calvin |
| Medienart: | Audio/mp3/podcast |
| Länge: | 14:40 min |
| Produktionsjahr: | 2009 |
| Eignung: | A(8-13) |
| Beschreibung: | "Der Jünger ist nicht größer als sein Meister" heißt es im Evangelium nach Johannes. Allerdings ist es in der christlichen Geschichte oft vorgekommen, dass der Jünger anders wurde als sein Meister. Ganz anders. Das beste Beispiel dafür ist der Genfer Reformator Johannes Calvin. Er ist nach Martin Luther gekommen. In der Auflehnung gegen den Papst und gegen die katholische Tradition ist er sein Jünger. Doch größer als die anfängliche Gleichheit ist der spätere Unterschied. Insbesondere in der Einstellung zum Geld und zum Staat hat Johannes Calvin sich von Martin Luther in einer Weise unterschieden, die noch im Jahr 2009 für großen steuerpolitischen Ärger zwischen Deutschen und Schweizern sorgt. |
| 2941076 | ZeitZeichen 28. Mai 1949: Die Gründung der Palästinensischen Befreiungsorganisation PLO |
| Medienart: | Audio/mp3/podcast |
| Länge: | 14:26 min |
| Produktionsjahr: | 2009 |
| Eignung: | A(8-13) |
| Beschreibung: | Die PLO war ursprünglich eine Initiative des damaligen ägyptischen Staatspräsidenten Gamal Abdel Nasser. Die Organisation war zunächst ein Werkzeug ägyptischer Politik - unter der Kontrolle der Arabischen Liga. Die Aktivitäten der verstreuten palästinensischen Widerstandsgruppen gegen den Staat Israel sollten zentralisiert werden. Die "Bewegung zur nationalen Befreiung Palästinas", genannt "Fatah", von Yassir Arafat schon 1959 in Kuwait gegründet, blieb der PLO zunächst fern. Sie war lange eine reine Guerillaorganisation und führte den bewaffneten Kampf in den 1960er Jahren von Jordanien aus, wo sie eine Art Staat im Staate errichtete. Erst 1969 übernahm Yassir Arafat mit seiner Fatah die Führung der PLO. Bis zu seinem Tod 2004 war er Vorsitzender von PLO und Fatah in Personalunion. |
| 2941077 | ZeitZeichen 29. Mai 1949: Der Verfassungsentwurf für die DDR wird vorgestellt |
| Medienart: | Audio/mp3/podcast |
| Länge: | 14:28 min |
| Produktionsjahr: | 2009 |
| Eignung: | A(8-13) |
| Beschreibung: | Bevor Otto Grotewohl beauftragt wurde, die erste DDR-Regierung zu bilden, hatte er bereits Regierungserfahrung: Im Freistaat Braunschweig war er in den 20er Jahren Minister, damals noch als SPD-Mitglied. Nach dem Krieg führte er die Ost-SPD in die Vereinigung mit der KPD zur SED. Später leitete er den Verfassungsausschuss - dessen Ziel die Ausarbeitung einer Verfassung für eine "deutsche demokratische Republik" war. "Deutschland ist eine unteilbare demokratische Republik; sie baut sich auf den deutschen Ländern auf", steht dort im Artikel 1. Und: "Die Hauptstadt der Republik ist Berlin." Der Entwurf wurde ein Erfolg: Mit nur einer Gegenstimme wurde er vom 3. Deutschen Volkskongress angenommen. Allerdings: Der Volkskongress selbst wurde durch eine Einheitsliste aller Blockparteien und Massenorganisationen gewählt; die Sitzverteilung war schon im Vorfeld festgelegt. |
| 2941078 | ZeitZeichen 30. Mai 1909: Der Geburtstag des Jazzmusikers Benny Goodman |
| Medienart: | Audio/mp3/podcast |
| Länge: | 14:18 min |
| Produktionsjahr: | 2009 |
| Eignung: | A(8-13) |
| Beschreibung: | Benny Goodmans Karriere begann in einer Synagoge in Chicago. Dort erhielten der 10jährige und seine beiden älteren Brüder Musikunterricht. Und weil die Großen zu Tuba und Trompete griffen, blieb für den kleinen Benny nur eine Klarinette übrig. Zum Glück - denn später begründete er damit eine neue Jazz-Ära - den Swing. Bereits mit 16 Jahren wurde er für eine Band in Los Angeles engagiert. Vier Jahre später verließ er sie, um in New York als Studio- und Radiomusiker sein Geld zu verdienen. Dabei komponierte er selbst eher selten, berühmt wurde er durch seine Interpretation fremder Jazz-Stücke. Immer wieder machte er auch Ausflüge in die klassische Musik: Bekannte Komponisten wie Leonard Bernstein, Bela Bartok und Paul Hindemith haben Werke für ihn geschrieben. Benny Goodman war ein bürgerlicher Normalmensch: Auf der Bühne stand er in Anzug und Schlips, er konnte Alkohol nicht leiden und pflegte einen strengen Ton gegenüber seinen Musikern. Er war der erste Jazz-Musiker, der 1938 in der alt-ehrwürdigen Carnegie Hall in New York spielen durfte - was ihm den Titel "King of Swing" einbrachte. |
| 2941079 | ZeitZeichen 31. Mai 1809: Der Todestag des Komponisten Joseph Haydn |
| Medienart: | Audio/mp3/podcast |
| Länge: | 14:37 min |
| Produktionsjahr: | 2009 |
| Eignung: | A(8-13) |
| Beschreibung: | Er hat die Symphonie nicht erfunden, auch das Streichquartett nicht. Und doch hat Joseph Haydn das "Klassische" in der Musik geprägt wie kein anderer Komponist. Weil angeblich Mozart ihn "Papa" nannte, glaubte auch die Nachwelt Haydn zum "Papa Haydn" verharmlosen zu können. Harmlos ist seine Musik aber nur auf den ersten Blick. In dreißigjährigem Dienst bei den musikverrückten Fürsten Esterházy fand er Ruhe und Abgeschiedenheit genug, um "original zu werden": Unermüdlich experimentierte er mit der kleinen Esterházyschen Hofkapelle, bis der Mann aus der niederösterreichischen Provinz die Weltstädte der Musik eroberte: 1788, im Jahr vor der Revolution, stammten neunzig Prozent aller in Paris aufgeführten Symphonien aus Haydns Produktion. Von einer Tournee in London will ihn sein Fürst zurückkommandieren, Haydn aber folgt nicht, im "bewust seyn, kein gebundener diener zu sein." Vielzitiert ist Haydns "Humor", dabei wird sein Hang zu leiser Ironie gern übersehen. So blieb er der unbekannteste unter den berühmten Komponisten. |
| 2941080 | ZeitZeichen 1. Juni 1794: Das Allgemeine Preußische Landrecht tritt in Kraft |
| Medienart: | Audio/mp3/podcast |
| Länge: | 13:24 min |
| Produktionsjahr: | 2009 |
| Eignung: | A(8-13) |
| Beschreibung: | Ein kleiner Müller und ein großer König - die beiden sind verantwortlich dafür, dass in Preußen am 1. Juni 1794 die fortschrittlichste Gesetzgebung auf dem ganzen europäischen Kontinent eingeführt wurde. Wie das kam? Ein Müller mit Namen Arnold besaß eine Mühle an einem Oderzufluss, ein hoher Herr, der Landrat von Gersdorff, einen Karpfenteich. Beide brauchten Wasser, stritten darum, der Adlige bekam Recht, der Müller verlor seine Mühle. Doch dann griff kein geringerer als Friedrich der Große ein und hob den Rechtsspruch auf. In der Folge wurde in Preußen eine völlig neue Rechtsordnung erarbeitet, die die Gleichheit aller vor dem Gesetz garantieren sollte ebenso die Unabhängigkeit der Rechtsprechung. Allerdings erlebte Friedrich der Große die Einführung des Allgemeinen Preußischen Landrechtes nicht mehr, sie trat erst unter seinem Nachfolger und Neffen Friedrich Wilhelm II. in Kraft. |
| 2941081 | ZeitZeichen im Juni 1919: Raoul Hausmann gründet die Zeitschrift "Der Dada" |
| Medienart: | Audio/mp3/podcast |
| Länge: | 14:32 min |
| Produktionsjahr: | 2009 |
| Eignung: | A(8-13) |
| Beschreibung: | "Die neue Zeit beginnt mit dem Todesjahr des Oberdada". So ist es in der Zeitschrift "Der Dada" zu lesen. Eine Zeitung im Dadadesign für 50 Pfennig zu haben. Berlin ist bis 1920 die Hochburg des politischen Dada in Deutschland. Hier herrschen die Dadasophen und hier gründet Raoul Hausmann im Juni 1919 zusammen mit anderen Künstlern die Zeitschrift "Der Dada". Nur dreimal wird sie erscheinen. Eine Zeitschrift die provoziert und irritiert: "Legen Sie ihr Geld in Dada an" wirbt sie um dann zu fragen: "Was ist Dada? Eine Kunst? Eine Philosophie? Eine Politik? Eine Feuerversicherung?" Raoul Hausmann schrieb bereits 1918 das Manifest der dadaistischen "Zerstückelungstechnik": Zusammen mit Hannah Höch hat er zeitgleich zu Grosz und Heartfield, die Fotomontage erfunden. Er war ein Meister der genussvoll zerstörerischen Ironie. Er wollte anecken und der deutsche Spießer sollte sich ärgern. |
| 2941082 | ZeitZeichen 3. Juni 1979: Der Todestag des Schriftstellers Arno Schmidt |
| Medienart: | Audio/mp3/podcast |
| Länge: | 14:38 min |
| Produktionsjahr: | 2009 |
| Eignung: | A(8-13) |
| Beschreibung: | An seiner Prosa schieden sich die Geister. Für seine Verehrer war Arno Schmidts eigenwilliger Umgang mit der Rechtschreibung die größte Herausforderung der deutschen Nachkriegsliteratur, für seine Gegner "eine eher kindische als kühne Meuterei". Nicht weniger gestritten wurde über seine Verweigerung jeden epischen Flusses. Denn für ihn sah der eigenbrötlerisch-manische Karteikarten-Sammler im alltäglichen Leben keine Entsprechung. 1970 setzte Arno Schmidt mit seinem dreigleisigen, 1350 DIN-A3-Seiten umfassenden Roman "Zettels Traum" neue Maßstäbe - vor allem in Sachen Vieldeutigkeit. |
| 2941083 | ZeitZeichen 4. Juni 1834: In Preußen wird das Abitur zur Voraussetzung für ein Studium |
| Medienart: | Audio/mp3/podcast |
| Länge: | 13:43 min |
| Produktionsjahr: | 2009 |
| Eignung: | A(8-13) |
| Beschreibung: | Es sollte endlich Schluss sein damit, dass Vaters Geldbeutel über den Zugang zur Universität entscheiden konnte und dass vermögende Kreise ihre Söhne ohne entsprechende Qualifikation studieren ließen. Am 4. Juni 1834 erließ das preußische Ministerium für Unterrichtsangelegenheiten ein Reglement, das verbindliche Prüfungen für ein weiterführendes Studium festlegte: Die Geburtsstunde des allgemeinen Abiturs. Eigentlich ist es seitdem nicht mehr aus den Schlagzeilen gekommen. Stets politisch aufgeladen, gab es immer verlässlich Auskunft darüber, wie es um die Chancengleichheit im Land bestellt war. Und über die inhaltliche Gestaltung, wer in welcher Zeit was lernen muss, ist gerade in jüngster Zeit ein erbitterter Streit entstanden. |
| 2941084 | ZeitZeichen 5. Juni 1634: Im Jahr 1634 finden die ersten Passionsfestspiele in Oberammergau statt |
| Medienart: | Audio/mp3/podcast |
| Länge: | 14:38 min |
| Produktionsjahr: | 2009 |
| Eignung: | A(8-13) |
| Beschreibung: | Es ist das bekannteste "Singspiel" vom Leiden und Sterben Jesu - und es ist das einzige, das seit über 300 Jahren aufgeführt wurde. Am Anfang stand der Schwarze Tod, die Pest, und die Verzweiflung der Menschen im bayerischen Dorf Oberammergau. Denn nichts half gegen diese Seuche. Da leisteten die Bewohner einen Schwur. Sollte Gott sie retten, würden sie alle zehn Jahre ein feierliches Spiel aufführen - zu Ehren des Herrn. Die Idee war nicht sonderlich originell, denn allerorten wurden Weihnachts- oder Passionsspiele aufgeführt, die - in einer Zeit immer noch weit verbreitetem Analphabetismus - die Volksfrömmigkeit stärken sollten - und dank der vielen Besucher waren sie auch gut fürs Geschäft. Was sie in jedem Fall auch stärkten und verbreiteten war die Feindschaft gegenüber Juden. In den Spielen tobte sich die kirchliche Judenfeindschaft gegen die "Gottesmörder" so ungehemmt aus, dass es immer wieder zu Pogromen kam, besonders zur Osterzeit. Erst lange nach 1945, nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil, nahm die Kirchenleitung daran Anstoß, auch an den Passionsspielen von Oberammergau. |
| 2941085 | ZeitZeichen 6. Juni 1844: Die Gründung des Christlichen Vereins Junger Männer (CVJM) |
| Medienart: | Audio/mp3/podcast |
| Länge: | 14:00 min |
| Produktionsjahr: | 2009 |
| Eignung: | A(8-13) |
| Beschreibung: | Ihr Name schaffte es sogar bis in die Hitparade. Mit "Y.M.C.A." besang die Gruppe Village People Ende der 70er Jahre die weltweit größte überkonfessionelle Jugendorganisation: "Young Men’s Christian Association", zu deutsch Christlicher Verein Junger Männer. Gegründet wurde der CVJM heute vor 165 Jahren von George Williams, einem 23-jährigen Textilarbeiter, der sich damals in London mit anderen jungen Männern regelmäßig zum Bibelkreis traf, um in Glaubens- und Lebensfragen Stärkung zu finden. Öffentliche Vorlesungen auf der ersten Weltausstellung 1851 in London sorgten dafür, dass die Bewegung international bekannt wurde. So entstanden auch in zahlreichen anderen Ländern christliche Gruppen, die sich kurze Zeit später zum Weltbund zusammen schlossen. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde aus dem Verein Junger Männer dann der Christliche Verein Junger Menschen, der fortan auch Frauen aufnahm. Heute organisiert der CVJM hierzulande neben zahlreichen sportlichen Aktivitäten auch kreative Veranstaltungen. So bringen Jugendliche bei TEN SING eine eigene Show mit Chor, Band, Tanz und Theater auf die Bühne. |
| 2941086 | ZeitZeichen 7. Juni 1824: Der Geburtstag des Psychiaters Bernhard von Gudden |
| Medienart: | Audio/mp3/podcast |
| Länge: | 14:28 min |
| Produktionsjahr: | 2009 |
| Eignung: | A(8-13) |
| Beschreibung: | Zwei Männer, ein Kampf, ein Schicksal: König Ludwig II. von Bayern und sein Arzt Bernhard von Gudden. Er hat als Psychiater das Gutachten unterzeichnet, das den bayerischen Märchenkönig für geisteskrank erklärt und in der Folge entmündigt. Kurz darauf sind beide tot. Ihre erstarrten Leichen schwimmen im Starnberger See bei Schloss Berg. Um den genauen Hergang wird bis heute gestritten. Doch Bernhard von Gudden war weit mehr als nur der Gutachter des Königs. Mit seinen Methoden gehörte Gudden zu den ersten Psychiatern in Deutschland, die sich für eine humane Behandlung von psychisch Kranken einsetzten. Statt Fesseln und Folter praktiziert er schon im 19. Jahrhundert einen gewaltlosen Umgang ohne Zwang. 1886 findet er im Starnberger See vorzeitig den Tod. |
| 2941087 | ZeitZeichen 8. Juni 1969: Der Fußballkrieg nach dem Länderspiel Honduras gegen El Salvador |
| Medienart: | Audio/mp3/podcast |
| Länge: | 13:42 min |
| Produktionsjahr: | 2009 |
| Eignung: | A(8-13) |
| Beschreibung: | Am Ende war es El Salvador, das sich gegenüber dem mittelamerikanischen Nachbarn Honduras durchsetzte und sich für die Weltmeisterschaft 1970 qualifizierte. Nebenbei jedoch, in der hitzigen Atmosphäre der Qualifikationsspiele, bauschten die Regierungen beider Länder einen alten Landkonflikt so sehr auf, dass es zum so genannten Fußballkrieg kam. Knapp vier Tage kämpften die Truppen beider Länder miteinander - mit Gewehren und Macheten, Cessnas und Kampfflugzeugen aus dem Zweiten Weltkrieg. Das Ergebnis: keines, außer einer über 30 Jahre währenden Feindschaft. |
| 2941088 | ZeitZeichen 9. Juni 1884: Die Grundsteinlegung zum Berliner Reichstagsgebäude |
| Medienart: | Audio/mp3/podcast |
| Länge: | 14:21 min |
| Produktionsjahr: | 2009 |
| Eignung: | A(8-13) |
| Beschreibung: | Als dem 87-jährigen Kaiser Wilhelm I. die Maurerkelle auf einem blauen Samtkissen gereicht wird, fällt sie zu Boden. "Peinlichkeit und Geflüster", schreibt die Londoner Times am nächsten Morgen. Ein schlechtes Omen für den Reichstag? "Nein", bemerkt Bundestagsvizepräsident Wolfgang Thierse heute. "Da wurde etwas beklopft, ein Stein, das ist nicht so einschneidend gewesen." Jahrelang hatten Kaiser, Kanzler und Abgeordnete über den Ort und das Bauvorhaben gestritten. Monate wurde die prächtige Zeremonie geplant. 80 Personen hatten bei strömendem Regen die drei Hammerschläge vollzogen. Was folgt, sind historische und einschneidende Momente: Hier wird die Republik ausgerufen und die rote Fahne durch die Sowjetsoldaten gehisst. Der Reichstag brennt, er wird verhüllt, entkernt, umgebaut, komplett modernisiert und 1999 nimmt Bundestagspräsident Wolfgang Thierse den Schlüssel entgegen: "Heute ist es ein Symbol der Demokratie, der Teilung und der Wiedervereinigung und eines der attraktivsten Parlamentsgebäude der Welt!" |
| 2941089 | ZeitZeichen 10. Juni 2004: Der Todestag des amerikanischen Pianisten und Sängers Ray Charles |
| Medienart: | Audio/mp3/podcast |
| Länge: | 13:47 min |
| Produktionsjahr: | 2009 |
| Eignung: | A(8-13) |
| Beschreibung: | Er wuchs auf in bitterster Armut, erblindete mit 7 Jahren und hatte als Schwarzer in den USA mit dem schlimmsten Rassismus zu kämpfen - doch er bot der Welt die Stirn, um seine Musik zu machen: Ray Charles. Die ekstatischen Kirchengesänge der Gläubigen verschmolz er mit dem diesseitigen Blues der Ghettobewohner zu einem neuen Musikstil: dem SOUL. Das ist die Art von Musik, schrieb er, in der man Gefühle nicht vortäuschen kann: Verletztheit, Zorn, Sehnsucht, Gier, Ergebenheit, Zärtlichkeit. Trotz seiner Heroinsucht, aus der er sich schließlich befreite, behielt er die Kontrolle über sein Leben und seine Musik. Bis zuletzt gab er Konzerte mit Leib und Seele. Er liebte den Wechselgesang mit seinem Publikum und wenn dann das "Singen aus dem Herzen" zu ihm zurück auf die Bühne kam, war er glücklich. Magische Momente. Soul. |
| 2941090 | ZeitZeichen 11. Juni 1144: Die Abteikirche von Saint-Denis wird geweiht |
| Medienart: | Audio/mp3/podcast |
| Länge: | 14:39 min |
| Produktionsjahr: | 2009 |
| Eignung: | A(8-13) |
| Beschreibung: | Es war nicht irgendeine Kirche, in der Abt Suger die Wände wegreißen ließ und den Chorraum mit Licht flutete. Es war die Grablege der französischen Könige in St. Denis, nahe bei Paris, in der Suger auf diese Weise die Gotik erfand. Die Last des Daches leitete er statt auf dicke Wände auf grazile Strebepfeiler ab, zwischen denen er Platz für große Fenster gewann. Die Ursache dieses grandiosen architektonischen Wandels war ein Missverständnis: In einem uralten griechischen Text wurde Gott mit Licht gleichgesetzt und Suger glaubte, diese Schrift stamme von St. Denis, dem heiligen Dionysios und ersten Bischof Frankreichs. Durch dessen architektonische Verehrung konnte das damals schwache französische Königtum eine große Nähe zum frühen Christentum behaupten und den Herrschaftsanspruch über das ganze zerrissene Land im Wortsinne untermauern. Dieser Kirchenbau war durchaus politisch gemeint. Das theologische Missverständnis war architektonisch produktiv. 1248 hatte das neue Bauen auch Köln erreicht, wo der Grundstein für den neuen Chor gelegt wurde. Bis in das 15. Jahrhundert, also 300 Jahre lang war die Gotik der führende Baustil Nordeuropas. |
| 2941091 | ZeitZeichen 12. Juni 1929: Der Geburtstag von Anne Frank |
| Medienart: | Audio/mp3/podcast |
| Länge: | 14:35 min |
| Produktionsjahr: | 2009 |
| Eignung: | A(8-13) |
| Beschreibung: | "Ich weiß, dass ich schreiben kann. Ein paar Geschichten sind gut, meine Hinterhausbeschreibung humorvoll, vieles in meinem Tagebuch ist lebendig, aber ob ich wirklich Talent habe, das steht noch dahin." Millionen von Menschen in aller Welt kennen das Tagebuch der Anne Frank. Sie wurde 1929 als Kind jüdischer Eltern in Frankfurt am Main geboren. Ihre Familie flüchtete 1933 vor dem Terror der Nationalsozialisten nach Amsterdam. Nach dem Einmarsch der deutschen Truppen in Holland versteckte sich die Familie Frank in einem Amsterdamer Hinterhaus. Hier führte Anne ihr Tagebuch und da sie keine Freundin hatte, mit der sie über alles reden konnte, erfand sie eine: Kitty. Ihr schrieb sie ausführliche Briefe. Nach dem Verrat ihres Verstecks 1944 wurde die Familie ins Konzentrationslager Bergen-Belsen deportiert. Dort starb Anne Frank im Alter von 15 Jahren. |
| 2941092 | ZeitZeichen 13. Juni 1809: Der Geburtstag des Struwwelpeter-Autors Heinrich Hoffmann |
| Medienart: | Audio/mp3/podcast |
| Länge: | 13:45 min |
| Produktionsjahr: | 2009 |
| Eignung: | A(8-13) |
| Beschreibung: | "Sieh einmal, hier steht er - Pfui! der Struwwelpeter". So beginnt eines der weltweit bekanntesten Bilderbücher. Sein Verfasser, Heinrich Hoffmann schrieb auch unter den Pseudonymen Polykarpus Gastfenger, Heulalius von Heulenburg, Reimerich Kinderlieb und Peter Struwwel. Er war Kinderbuchautor, Gedichteschreiber, Humorist und Satiriker. Allerdings war Hoffmann im eigentlichen Beruf Nervenarzt. Er leitete von 1851 bis zu seiner Pensionierung die Frankfurter "Anstalt für Irre und Epileptische". Diese Einrichtung war für die damalige Zeit sehr fortschrittlich: So wohnten Hoffmann und die Pfleger im selben Gebäude wie die Patienten. Obwohl dieses psychiatrische Krankenhaus seiner Zeit weit voraus war und Hoffmann selbst auf diesem Gebiet seine wichtigsten Leistungen sah, ist er bis heute vor allem als Autor des "Struwwelpeter" bekannt. |
| 2941093 | ZeitZeichen 14. Juni 1924: Der Todestag des amerikanischen Arbeitsoptimierers Frank B. Gilbreth |
| Medienart: | Audio/mp3/podcast |
| Länge: | 14:29 min |
| Produktionsjahr: | 2009 |
| Eignung: | A(8-13) |
| Beschreibung: | Frederick Winslow Taylor kennt man vielleicht noch. Sein Name wurde System im "Taylorismus", im "scientific management". Sein Fetisch: Produktivität. Wer aber ist Frank B. Gilbreth? Ein Anhänger und Konkurrent Taylors. Gilbreth wollte den "Einen Besten Weg" für jede Arbeit finden. In einer typisch amerikanischen Karriere: Vom Maurer zum Managementguru. Als Bauunternehmer vereinfachte und beschleunigte er die Bewegungsabläufe des uralten Maurerhandwerks durch neues Werkzeug und neue Regeln. Damit hatte er seine Lebensaufgabe gefunden. Zusammen mit seiner Frau Lillian Moller Gilbreth beginnt er die berühmten Bewegungsanalysen. Ihr Ziel: höchste Leistung bei geringster Ermüdung und optimalem Bewegungsablauf. Zum Wohl der Menschen, versteht sich, nicht zur Ausbeutung. Doch machen Perfektion und Normierung den Menschen nicht zur Maschine, wie Charlie Chaplin in seinem Film "Moderne Zeiten" unübertroffen demonstriert? |
| 2941094 | ZeitZeichen 15. Juni 1844: Charles Goodyear erhält das Patent für die Vulkanisation von Gummi |
| Medienart: | Audio/mp3/podcast |
| Länge: | 13:47 min |
| Produktionsjahr: | 2009 |
| Eignung: | A(8-13) |
| Beschreibung: | Gummistiefel, Autoreifen, Dichtungen und Kondome - all das verdanken wir einem Zufall. 1839 experimentierte der Amerikaner Charles Goodyear mit Kautschuk. Wie es flüssig zu machen war, wussten bereits die südamerikanischen Ureinwohner, in deren Umgebung die Ca-ou-tschouc-Bäume wuchsen. Doch bei Hitze schmolzen die Gummiartikel, bei Kälte wurde sie spröde und brüchig. Charles Goodyear suchte nach einer Lösung, um das Material dauerhaft elastisch und haltbar zu machen - eine Suche, die ihn finanziell ruiniert. Seine Frau sah seine Experimente deshalb nicht gerne und die Legende erzählt, Goodyear habe eine Mischung aus Kautschuk und Schwefel vor ihr in einem warmen Ofen versteckt. Die Wärme sorgte dafür, dass die Kautschukmoleküle durch Schwefelbrücken vernetzt wurden. Gummi wurde dauerhaft elastisch. Am 15. Juni 1844 erhielt er das Patent auf das Verfahren, dass er "Vulkanisation" nannte. |
| 2941095 | ZeitZeichen 16. Juni 1944: Der Todestag des französischen Historikers und Widerstandskämpfers Marc Bloch |
| Medienart: | Audio/mp3/podcast |
| Länge: | 14:30 min |
| Produktionsjahr: | 2009 |
| Eignung: | A(8-13) |
| Beschreibung: | Zwischen den Weltkriegen half Marc Bloch mit, die Geschichtsschreibung zu revolutionieren. Seine Devise: Weg von der Ereignisgeschichte, hin zu einer vergleichenden Sozial-, Wirtschafts- und Mentalitätsgeschichte. Wie kämpferisch der Sorbonne-Professor veranlagt war, zeigte er nach dem Ausbruch des Zweiten Weltkriegs. Freiwillig meldete sich Marc Bloch im Alter von 53 Jahren zum Kriegsdienst. Trotz seiner jüdischen Herkunft schlug er nach der "seltsamen Niederlage" gegen Hitlers Wehrmacht die Möglichkeit aus, nach New York zu emigrieren. Der sechsfache Familienvater schloss sich dem bewaffneten französischen Widerstand gegen die deutschen Besatzer an. |
| 2941096 | ZeitZeichen 17. Juni 1944: Island wird unabhängige Republik |
| Medienart: | Audio/mp3/podcast |
| Länge: | 14:39 min |
| Produktionsjahr: | 2009 |
| Eignung: | A(8-13) |
| Beschreibung: | Island, die Insel aus Feuer und Eis, liegt zwar am Rande Europas. Doch Kultur und Geschichte binden das Land der Trolle und Elfen eng ein. Ein über tausend Jahre altes Parlament, die eigene nordische Sprache, eine raue Natur mit Gletschern, Geysiren und Vulkanen - die Isländer haben sich trotz widrigster Umstände ihre Identität über die Jahrhunderte bewahrt und am 17. Juni 1944 die Unabhängigkeit erreicht. Heute steht die 65 Jahre alte isländische Republik erneut vor großen Herausforderungen. Diesmal geht es nicht um Kabeljau, sondern um den Staatsbankrott. |
| 2941097 | ZeitZeichen 18. Juni 1964: Der Todestag des Schauspielers Hans Moser |
| Medienart: | Audio/mp3/podcast |
| Länge: | 14:14 min |
| Produktionsjahr: | 2009 |
| Eignung: | A(8-13) |
| Beschreibung: | "Moser hat Kredit als Komiker. Die Zuschauer lachen schon, wenn er nur Atem holt, etwas zu sagen. Kommt dann wirklich etwas Lustiges, lachen sie doppelt froh: erstens über das Lustige, zweitens aus Freude, dass ihr Vor-Lachen nicht hinausgeworfenes Gelächter war." So beschrieb der Kritiker Alfred Polgar die Wirkung, die Hans Moser auf sein Publikum hatte. Als der Schauspieler mit fast 84 Jahren an Krebs starb, war er längst eine Wiener Institution geworden. Seine tragikomischen Dienstmänner, Kellner und Hausmeister, die er auf der Bühne oder im Film verkörperte, hatten ihn zum Volksschauspieler par excellence gemacht. Berühmt war vor allem seine ganz spezielle Art, die Wörter zu zerkauen und herauszuquetschen, sein Nuscheln, Raunzen und Krähen. Moser gelang es aber auch, den kleinen Leuten Würde zu geben, sie über Demütigungen und Ungerechtigkeiten triumphieren zu lassen. |
| 2941098 | ZeitZeichen 19. Juni 1464: Ludwig XI. von Frankreich gründet - angeblich - eine königliche Botenanstalt |
| Medienart: | Audio/mp3/podcast |
| Länge: | 13:35 min |
| Produktionsjahr: | 2009 |
| Eignung: | A(8-13) |
| Beschreibung: | Seit vielen Jahrhunderten geistert es durch Handbücher und Lexika, jenes frei erfundene Edikt Ludwigs XI., mit dem er am 19. Juni 1464 angeblich die erste Botenanstalt in Frankreich eingerichtet haben soll. Wahr ist, dass Ludwig XI. tatsächlich neue Wege suchte, um Nachrichten schneller und effektiver transportieren zu lassen. Reitende Boten brauchten Stationen zum Pferdewechsel und die Geheimhaltung durfte dabei nicht zu kurz kommen. Doch warum erfanden französische Historiker ganz gezielt jenes rätselhafte Datum? Und welche Auswirkungen hatten die neuen Kommunikationsmöglichkeiten auf Herrschaft und Diplomatie? |
| 2941099 | ZeitZeichen 20. Juni 1884: Der Geburtstag des Psychiaters Johannes Heinrich Schultz |
| Medienart: | Audio/mp3/podcast |
| Länge: | 13:54 min |
| Produktionsjahr: | 2009 |
| Eignung: | A(8-13) |
| Beschreibung: | Darf man einen Mann ehren, der unzähligen Menschen einen Weg aus ihrer Krankheit aufgezeigt hat, dessen Rolle in der Zeit des Nationalsozialismus aber umstritten ist? Als sicher gilt, dass der Mediziner und Psychiater J.H. Schultz die Technik des Autogenen Trainings entwickelt hat, die allein mit Worten und Autosuggestion körperliche und seelische Störungen behandeln kann. Sicher ist auch, dass Schultz am "Deutschen Institut für psychologische Forschung und Psychotherapie" unter Matthias Heinrich Göring wirkte, einem Cousin des späteren Reichsmarschalls Hermann Göring. Der nationalsozialistische Staat förderte Lehre und Forschung der Klinischen Psychologie und Psychotherapie. Schultz soll - so lautet eine Theorie - unmittelbar an der Euthanasie beteiligt gewesen sein und neben behinderten Menschen "unheilbare" Homosexuelle ins Konzentrationslager verbannt haben. Eine andere Theorie lautet, dass er sich weder als Antisemit noch als Widerstandskämpfer hervortat, aber bemüht war, Homosexuelle vor ihrer Verschleppung zu bewahren. |
| 2941100 | ZeitZeichen 21. Juni 1834: Cyrus McCormick erhält das Patent für eine Mähmaschine |
| Medienart: | Audio/mp3/podcast |
| Länge: | 13:51 min |
| Produktionsjahr: | 2009 |
| Eignung: | A(8-13) |
| Beschreibung: | Das Mähen von Gras und Getreide war früher eine der anstrengendsten Arbeiten in der Landwirtschaft. Deshalb waren die amerikanischen Farmer begeistert, als der Erfinder Cyrus McCormick ihnen 1831 seinen "Virginia-Reaper" vorstellte, eine Mähmaschine, die bereits mit Fingern und einem Sägemesser ausgestattet war. Nach weiteren Verbesserungen ließ sich Cyrus McCormick seinen "Virginia-Reaper" 1834 patentieren. Für die Bauern bedeutete die von Pferden gezogene Mähmaschine eine gewaltige Arbeitserleichterung. Und der amerikanische Außenminister William H. Seward sagte damals, dass sich wegen der Erfindung des "Virginia-Reepers" die Linie der Zivilisation pro Jahr dreißig Meilen westwärts bewegt. Heute haben Mähmaschinen Arbeitsbreiten von bis zu 14 Metern und Arbeitsgeschwindigkeiten von 15 bis 20 Stundenkilometer. |
| 2941101 | ZeitZeichen 22. Juni 1974: Der Todestag des französischen Komponisten Darius Milhaud |
| Medienart: | Audio/mp3/podcast |
| Länge: | 14:39 min |
| Produktionsjahr: | 2009 |
| Eignung: | A(8-13) |
| Beschreibung: | Als Darius Milhaud vor 35 Jahren in Genf starb, hinterließ er der staunenden Nachwelt ein CEuvre von 443 nummerierten Werken - das hatten die Wenigsten seiner Kollegen geschafft. Obwohl auch Milhaud seine Skandale hatte, war der Spross aus alteingesessener Familie in Aix-en-Provence kein Apostel des Fortschritts im teutonischen Sinne. Seine Opposition galt eher musikalischer Engstirnigkeit jeder Art; seine Gegenmittel waren die leichte Musik, der Jazz, der Spagat zwischen Bach und brasilianischer Folklore. Aber auch das Bekenntnis zu seiner jüdischen Herkunft durchzieht sein Werk, das von der fünfminütigen Kleinsinfonie bis zur Multimedia-Oper alle Genres mit handwerklichem Raffinement durchmisst. 1940 musste Milhaud vor den Deutschen in die USA fliehen, kam in Kalifornien als Kompositionslehrer unter und komponierte weiter, hemmungslos produktiv bis zuletzt. |
| 2941102 | ZeitZeichen 23. Juni 1894: Die Gründung des Internationalen Olympischen Komitees - IOC |
| Medienart: | Audio/mp3/podcast |
| Länge: | 14:36 min |
| Produktionsjahr: | 2009 |
| Eignung: | A(8-13) |
| Beschreibung: | Körperliche Stärke, Willenskraft und Schöpfergeist - der französische Pädagoge Pierre de Coubertin war sicher, dass diese Eigenschaften die Welt verbessern würden. Aber eigentlich konnte das IOC, das auf seine Initiative hin gegründet wurde, diese Grundsätze nie glaubhaft vertreten. Die Olympischen Spiele wurden an autoritäre Regime vergeben, sie wurden boykottiert und das IOC sah sich mit einer Vielzahl schwerster Vorwürfe in seiner 115jährigen Geschichte konfrontiert: Korruption, opportunistische Nähe zu Diktaturen und eine nimmersatte Gier nach noch mehr Sponsorengeldern. Die olympische Idee - sie litt vom ersten Tag der IOC-Gründung an. |
| 2941103 | ZeitZeichen 24. Juni 79: Der Todestag des römischen Kaisers Vespasian |
| Medienart: | Audio/mp3/podcast |
| Länge: | 14:24 min |
| Produktionsjahr: | 2009 |
| Eignung: | A(8-13) |
| Beschreibung: | "Geld stinkt nicht" verkündete der römische Kaiser Vespasian und nahm mit Elan, Witz und bemerkenswerter Fantasie die Sanierung des römischen Staatshaushalts in Angriff. Denn die Ära des verrückten Kaisers Nero hatte dem Römischen Reich Schulden unvorstellbaren Ausmaßes und ein niedergebranntes Rom hinterlassen. Vespasian hätte durch seine strenge Sanierungspolitik zum bestgehassten Herrscher der römischen Reichsgeschichte werden können. Das Gegenteil trat ein. Die Geschichtsschreibung von der Antike bis in die Gegenwart weist diesem ersten Herrscher der Dynastie der Flavier eine andere Rolle zu: Als weltoffen, tolerant und ausgesprochen humorvoll wird er einhellig beschrieben. Vor genau 2000 Jahren geboren, wurde Vespasian im positiven Sinne der vielleicht schillerndste Herrscher der Römischen Geschichte. |
| 2941104 | ZeitZeichen 25. Juni 1984: Der Todestag des französischen Philosophen Michel Foucault |
| Medienart: | Audio/mp3/podcast |
| Länge: | 14:22 min |
| Produktionsjahr: | 2009 |
| Eignung: | A(8-13) |
| Beschreibung: | Michel Foucault war einer der exzentrischsten und zugleich produktivsten französischen Denker des zwanzigsten Jahrhunderts. Der studierte Philosoph und Psychologe wirbelte die Begriffe Macht, Wissen und Individualität in seinen bestechend kühnen Arbeiten durcheinander. Foucault machte einsichtig, dass es die Disziplinierungswerkzeuge sind, die Menschen überhaupt erst zur Entwicklung von Individualität zwingen und dass Wissen nicht als solches, sondern nur unter bestimmten, von Machtbeziehungen geprägten Bedingungen zur Geltung gelangt. Am 25. Juni 1984 starb der offen seine Homosexualität lebende Philosoph als eines der ersten prominenten Aids-Opfer. |
| 2941105 | ZeitZeichen 26. Juni 1974: Die Kölner Privatbank Herstatt wird geschlossen |
| Medienart: | Audio/mp3/podcast |
| Länge: | 14:31 min |
| Produktionsjahr: | 2009 |
| Eignung: | A(8-13) |
| Beschreibung: | Angesichts der aktuellen Milliarden-Aktionen, mit denen prominente Bankhäuser gerettet werden, wirkt diese Pleite fast wie ein kleineres Unglück. 480 Millionen D-Mark verschlang die Pleite der Herstatt-Bank. Und niemand rettete sie. Sehr zum Leidwesen der Opfer, die im Juni 1974 schockiert waren. Sie hatten Iwan David Herstatt, einer Säule der Kölner Gesellschaft, ihre Ersparnisse anvertraut; ohne zu ahnen, welche hochspekulativen Termin-Geschäfte in dessen Anlageabteilung gemacht wurden. Herstatt selbst gab sich als ahnungsloses Opfer einer Intrige und schob die Schuld seinen Mitarbeitern zu. Er kam mit einer Bewährungsstrafe davon und starb 1995. Ausschlaggebend war, dass die sechsköpfige Devisenabteilung unter dem umtriebigen Leiter Dany Dattel ein von außen unbeobachtetes Eigenleben entwickelte, berauscht vom zwischenzeitlichen Erfolg nach immer Größerem gierte und am Ende ungebremst in den wirtschaftlichen Abgrund raste. Damals Herstatt, heute Lehman: Die Muster in den Köpfen der Handelnden scheinen sich zu gleichen. |
| 2941106 | ZeitZeichen 27. Juni 1574: Der Todestag des italienischen Malers und Bildhauers Giorgio Vasari |
| Medienart: | Audio/mp3/podcast |
| Länge: | 14:22 min |
| Produktionsjahr: | 2009 |
| Eignung: | A(8-13) |
| Beschreibung: | Was verstehen Sie unter Gotik? Was machte die Renaissance aus? Und was ist der Manierismus? Diese drei gefürchteten Fragen haben heutige Studenten der Kunstgeschichte einem Mann zu verdanken, der als einer der ersten Kunsthistoriker der Welt gilt: Giorgio Vasari. Die Gotik benannte er allerdings nach dem italienischen Wort "gotico" - wirr, barbarisch. Einen wahren Kultur-Schatz hinterließ Vasari mit seinem Buch "Vite". Darin sind fast alle Biografien der Renaissance-Künstler Italiens versammelt, darunter auch die von Leonardo da Vinci. Doch das schrieb der italienische Maler, Architekt und Bildhauer fast nebenbei. Giorgio Vasari war hauptberuflich: Universalgenie. |
| 2941107 | ZeitZeichen 28. Juni 1919: Die Unterzeichnung des Friedensvertrags von Versailles |
| Medienart: | Audio/mp3/podcast |
| Länge: | 14:29 min |
| Produktionsjahr: | 2009 |
| Eignung: | A(8-13) |
| Beschreibung: | Im Ersten Weltkrieg gab es in Europa nur Verlierer. Österreich-Ungarn als Kaiserreich verschwand, Russland bekam die Revolution, Großbritannien verlor seinen Reichtum, große Teile Nordostfrankreichs und Belgien wurden zum Schlachtfeld wie in keinem Krieg zuvor. Deutschland blieb unzerstört, sollte als Kriegsverlierer aber für die Schäden haften. Unmöglich nach einem modernen, industrialisierten Krieg. Außerdem herrschte nach dem Ersten Weltkrieg noch das alte Denken in den Köpfen der politischen Eliten: Frankreich wollte seinen alten Erzfeind dauerhaft schwächen, Deutschland sann auf Rückeroberung verlorener Gebiete. In der Weimarer Republik wurde der Friedensvertrag von Versailles als nationale Schmach empfunden. Darüber vergaß man, dass Deutschland trotz der Niederlage als Staat erhalten und lebensfähig geblieben war, und dass man sich selbst regieren und auch wieder zu Wohlstand kommen konnte. Der Zweite Weltkrieg war keine Folge des ersten, es hätte - wie so oft in der Geschichte - auch anders kommen können. Menschen und Staaten machen ihre Geschichte selbst. |
| 2941108 | ZeitZeichen 29. Juni 1924: Im Jahr 1924 wird das erste Hörspiel im deutschen Radio ausgestrahlt |
| Medienart: | Audio/mp3/podcast |
| Länge: | 14:30 min |
| Produktionsjahr: | 2009 |
| Eignung: | A(8-13) |
| Beschreibung: | "Ach das ist der verrückte Zauberer, der vor ein paar Tagen engagiert sein wollte." "Was wollte er denn?" "Er wollte im Rundfunk zaubern. Das muss man doch sehen. Das geht doch nicht!" - Lachen - "Zauberei auf dem Sender" von Hans Flesch gilt als das erste Hörspiel im deutschen Radio. Seitdem hat das Genre eine 85-jährige und bewegte Geschichte hinter sich. Erst belächelt, erlebt das Hörspiel bald wahre Glanzzeiten. In den 50er Jahren trifft man sich, um gemeinsam am Rundfunkapparat zu lauschen: Der wöchentliche Hörspieltermin um 20 Uhr wird zum festen Bestandteil der Freizeitplanung. Mit dem Aufkommen des Fernsehens ändert sich das. Das Radio büßt die attraktiven Abendstunden ein und entwickelt sich zum "Nebenbei-Medium". Die Radiokunst sucht sich ihren Platz in den Kulturprogrammen: mit weniger Hörern, aber viel Raum für Experimente. Seit Mitte der 90er Jahre erlebt das Hörspiel eine neue Blütezeit. Fesselnde Stoffe werden mit großem Aufwand produziert und multimedial verwertet: im Radio, als Audio-Book oder als Hörspiel-CD. |
| 2941109 | ZeitZeichen 30. Juni 1829: Die Rheinische Missionsgesellschaft sendet die ersten Missionare nach Südafrika |
| Medienart: | Audio/mp3/podcast |
| Länge: | 14:37 min |
| Produktionsjahr: | 2009 |
| Eignung: | A(8-13) |
| Beschreibung: | Schmuck aus Schalen von Straußeneiern waren die ersten Mitbringsel der Missionare aus dem Rheinland, die im 19. Jahrhundert in Südafrika christlichen Glauben verbreiten wollten. Vor 180 Jahren wurden die ersten evangelischen Pastoren in Elberfeld auf eine abenteuerliche Reise geschickt: Erst nach drei Monaten erreichten sie Südafrika. Manche mögen damals beseelt davon gewesen sein, "Heiden" das Heil zu bringen. Bald aber mussten die Geistlichen erkennen, dass die schwarze Mehrheit der südafrikanischen Bevölkerung von Engländern und Buren unwürdig behandelt wurden.So ist die Geschichte der rheinischen Mission in Südafrika eine Geschichte des wachsenden Widerstands gegen die Unterdrückung der Schwarzen geworden. Die Schmuckstücke aus Straußeneierschalen zeugen davon heute noch von Ferne. Sie sind im Völkerkundemuseum in Wuppertal zu sehen. |
| 2941110 | ZeitZeichen 1. Juli 1784: Der Todestag des Komponisten Wilhelm Friedemann Bach |
| Medienart: | Audio/mp3/podcast |
| Länge: | 14:40 min |
| Produktionsjahr: | 2009 |
| Eignung: | A(8-13) |
| Beschreibung: | Wie seine drei jüngeren Brüder trat auch Wilhelm Friedemann in die Fußstapfen seines Vaters Johann Sebastian. Er wurde am 22. 11. 1710 in Weimar geboren und zog mit seiner Familie später nach Leipzig. Dort lernte er an der Thomasschule seines Vaters die Grundlagen des Musizierens. Nach seinem Studium der Rechte, der Philosophie und Mathematik schien ihm eine glänzende Karriere offen: Er wirkte als Organist in Dresden und später in Halle, daher auch sein Beiname "Der Hallesche Bach".1764 gab Bach sein Amt auf und versuchte sich als freischaffender Komponist. Seine Hoffnungen auf Erfolg zerschlugen sich. Schließlich starb er 1784 verarmt in Berlin. Bach schrieb Kompositionen für Orgel, Klavier und Orchester auf der Schwelle zwischen Hochbarock und der Frühklassik mit reizvollen Überlagerungen. |
| 2941111 | ZeitZeichen 2. Juli 1904: Der Geburtstag des Tennisspielers und Textilunternehmers René Lacoste |
| Medienart: | Audio/mp3/podcast |
| Länge: | 14:26 min |
| Produktionsjahr: | 2009 |
| Eignung: | A(8-13) |
| Beschreibung: | Das gestickte Krokodil kennt jeder. Den Mann, der dahinter steckt, längst nicht alle: René Lacoste, alias «das Krokodi », französische Tennislegende und gewiefter Geschäftsmann, dessen Polohemden dem Lacoste-Familienclan noch heute Millionen einbringen. Am 2. Juli 1904 wurde René Lacoste in Paris geboren, am 12. Oktober 1996 starb er in Saint-Jean de Luz im Baskenland. Chic wie kein Zweiter tänzelte der Franzose über den Tenniscourt, nonchalant spielte er seine Gegner an die Wand - wie ein Alligator ließ er dabei seine Beute nie aus den Augen und griff an, wenn es keiner erwartete. 1927 gelang es ihm mit seinem Musketier-Team aus Jean Borotra, Jacques Brugnon und Henri Cochet, den Amerikanern zum ersten Mal den Daviscup zu entreißen. Um sein Spiel zu perfektionieren, erfindet die Nummer Eins der Weltrangliste eine Ballmaschine fürs Solotraining. 1963 tüftelt der Champion im Ruhestand am ersten Tennisschläger aus Metall. In den Händen von Jimmy Connors und Billie Jean King gewinnt der schnelle Schläger 46 Grand-Slam-Titel. René Lacoste: ein Tennis-As mit Erfindergeist. |
| 2941112 | ZeitZeichen 3. Juli 1234: Der Ordensgründer Dominikus wird heilig gesprochen |
| Medienart: | Audio/mp3/podcast |
| Länge: | 14:13 min |
| Produktionsjahr: | 2009 |
| Eignung: | A(8-13) |
| Beschreibung: | Kaum hatte Papst Gregor IX am 3. Juli 1234 den Spanier Dominikus heiliggesprochen, da geschah ein echtes, ein ganz großes Wunder: das Wunder der wunderbaren Nonnenvermehrung im Dominikanerorden. In Frankreich und Spanien, in Italien und Deutschland drängten Zehntausende von jungen Frauen in den Dominikanerorden - so viele, dass der berühmte Theologe Edward Schillebeeckx, selber Dominikaner, von einer eigentlichen "Frauenbewegung" des Mittelalters spricht. So überwältigend war die Begeisterung junger Frauen für den heiligen Dominikus, dass ein Generalkapitel der Dominikaner nach dem andern einen strikten Numerus clausus für Nonnen verhängen musste. Wie zu erwarten, half das nichts. Regelrecht gestürmt wurde der Orden des heiligen Dominikus von der mittelalterlichen Frauenbewegung. |
| 2941113 | ZeitZeichen 4. Juli 1934: Der Todestag der Wissenschaftlerin Marie Curie |
| Medienart: | Audio/mp3/podcast |
| Länge: | 14:10 min |
| Produktionsjahr: | 2009 |
| Eignung: | A(8-13) |
| Beschreibung: | Als sie 1934 stirbt, ist sie schon eine legendäre Figur: Marie Curie - Entdeckerin der Radioaktivität und zweifache Nobelpreisträgerin. Eigentlich will die Polin Maria Sklodowska nach Abschluss ihres Studiums an der Sorbonne nach Warschau zurückkehren und Physiklehrerin werden, aber dann bekommt sie einen Forschungsauftrag und bleibt in Paris. Dort lernt sie den Physiker Pierre Curie kennen, der ihr Mann und ihr engster wissenschaftlicher Mitarbeiter wird. Die beiden entdecken die Radioaktivität und erhalten 1903 - zusammen mit Henri Becquerel - den Nobelpreis für Physik. Marie Curie ist die erste Frau, der der Nobelpreis verliehen wird. 1911 bekommt sie ihn noch einmal, diesmal für Chemie für die Entdeckung von Radium und Polonium, und diesmal wird sie alleine geehrt. Am 4. Juli stirbt Marie Curie im Alter von 67 Jahren während eines Sanatoriumaufenthalts in der Schweiz, ohne dass die Ärzte die Ursache feststellen können. Erst später wird man verstehen, dass es das Radium und die damit verbundene radioaktive Strahlung war, die sie tötete. |
| 2941114 | ZeitZeichen 5. Juli 1884: Togo wird zum deutschen Schutzgebiet erklärt |
| Medienart: | Audio/mp3/podcast |
| Länge: | 14:26 min |
| Produktionsjahr: | 2009 |
| Eignung: | A(8-13) |
| Beschreibung: | Eine Vereinbarung zwischen Otto von Bismarck und "Negerkönig" Mlapa III. besiegelte es: Das deutsche Reich, selbst noch keine anderthalb Jahrzehnte alt, wurde "Schutzmacht" des westafrikanischen Togo am Golf von Guinea, der damaligen "Sklavenküste" Afrikas. Der Hintergrund: Deutsche Kaufleute, vor allem Hanseaten, wollten ihre Handelsinteressen in "Togoland" militärisch abgesichert sehen, deshalb hatten sie massiven Druck auf Bismarck ausgeübt. In den 30 Jahren deutscher Präsenz - bereits wenige Tage nach Ausbruch des Ersten Weltkriegs besetzen französische und deutsche Truppen Städte in Togo - hatten die Deutschen zwar die Sklaverei in der angeblichen Musterkolonie abgeschafft. Vorherrschend waren die Weißen trotzdem: Unter ca. 1 Million Togolesen lebten 1914 etwa 320 Deutsche. Und die hatten in Sachen Wirtschaft das Heft vollständig in der Hand. |
| 2941115 | ZeitZeichen 6. Juli 1879: Der Geburtstag des deutschen Konstrukteurs und Industriellen Karl Maybach |
| Medienart: | Audio/mp3/podcast |
| Länge: | 14:26 min |
| Produktionsjahr: | 2009 |
| Eignung: | A(8-13) |
| Beschreibung: | Seine Motoren trieben Jagdflugzeuge im Ersten Weltkrieg an, Zeppeline, Luxusautos und die Panzer in Hitlers Angriffskrieg. Karl Maybach war einer der wichtigsten Motorenbauer der deutschen Geschichte. 1879 in Köln geboren, bei der Daimler Motorengesellschaft ausgebildet, leitet Maybach ab 1909 das Unternehmen seines Vaters Wilhelm. Nach dem Ersten Weltkrieg zu zivilen Produkten gezwungen, verlegte man sich auf den Bau starker Motoren für Zeppeline. In den 20iger und 30iger Jahren kamen die exklusivsten Autos hinzu, die damals in Deutschland gebaut wurden. Gleichzeitig entwickelte Maybach den Dieselmotor weiter. Maybach wurde zum wichtigsten Motorenlieferanten für die Panzer, mit denen die Nazis Krieg führten. Als sie seinen nervenkranken Bruder Adolf vergasten, glaubte der Wehrwirtschaftsführer die offizielle Version, Adolf sei an einer Infektion gestorben. Ihn interessierte nur die Technik, politisch war er blind. Er habe stets seine Pflicht erfüllt, rechtfertigte sich Karl Maybach nach dem Krieg. Geschadet hat ihm diese Einstellung nicht, denn der Sieger Frankreich wollte Maybach-Motoren für französische Panzer. |
| 2941116 | ZeitZeichen 7. Juli 1884: Der Geburtstag des Schriftstellers Lion Feuchtwanger |
| Medienart: | Audio/mp3/podcast |
| Länge: | 14:36 min |
| Produktionsjahr: | 2009 |
| Eignung: | A(8-13) |
| Beschreibung: | "Feuchtwanger ist einer meiner Lehrmeister", schrieb Bertolt Brecht über seinen Freund. Und Thomas Mann bemerkte süffisant, das höchste Lob, das ein Autor in den 50er Jahren in Amerika erhalten könnte, laute: "It’s nearly like Feuchtwanger." Eigentlich wollte er sein Werk der Kunst und nicht der Politik widmen, doch dann zwangen ihm zwei Weltkriege eine andere Rolle auf: Lion Feuchtwanger war einer der ersten Schriftsteller, die den überschwänglichen Patriotismus der Deutschen im Ersten Weltkrieg kritisierten und auch den aufkommenden Nationalsozialismus als gefährlich und menschenverachtend entlarvten. Er bezahlte dafür mit einem Leben im Exil. Anders als viele seiner Kollegen war er jedoch weltberühmt und wohlhabend. Seinen Erfolg verdankte Feuchtwanger nicht nur den zeitpolitischen, sondern vor allem auch den historischen Romanen, in denen er Bilder menschlicher Charaktere und gesellschaftlicher Mechanismen entwirft, die zeitlos gültig sind. |
| 2941117 | ZeitZeichen 8. Juli 1889: Das "Wall Street Journal" erscheint zum ersten Mal |
| Medienart: | Audio/mp3/podcast |
| Länge: | 14:37 min |
| Produktionsjahr: | 2009 |
| Eignung: | A(8-13) |
| Beschreibung: | Zwei Cent kostete die erste Ausgabe des "Wall Street Journals", zwei Text- und zwei Werbespalten vollgestopft mit Wirtschaftsinformationen, Futter für die Geldhändler und ihre vermögende Kundschaft im Finanzdistrikt von Manhattan. Fotos oder Grafiken suchte man vergebens, Sportmeldungen galten als verpönt. Im Gegensatz zu den wenige Jahre später von den beiden Blattgründern entwickelten Wertpapier-Indizes, wie der Dow-Jones Industrial Average. Obwohl spröde im Erscheinungsbild, dezent in der unverhohlen wirtschaftsfreundlichen Kommentierung, wuchs die Auflage über Krisen und Kriege hinweg auf Spitzenwerte. Mit rund zwei Millionen Exemplaren ist das "Journal" heute unter den landesweiten Zeitungen in den USA die Nr. 2 hinter dem Boulevard-Blatt "USA Today". 33 Pulitzer-Preise stehen für die journalistische Qualität. Die schien gefährdet, als 2007 der Medienmogul Rupert Murdoch Verlag und Zeitung schluckte. Eine Revolution wurde befürchtet, und sie folgte auch. Der Politikteil wurde ausgebaut, Farbfotos und üppige Grafiken machten das "Wall Street Journal" zu einer Qualitätszeitung im Stil des 21. Jahrhunderts - zum Tagespreis von zwei Dollar. |
| 2941118 | ZeitZeichen 9. Juli 1879: Der Geburtstag des italienischen Komponisten Ottorino Respighi |
| Medienart: | Audio/mp3/podcast |
| Länge: | 14:35 min |
| Produktionsjahr: | 2009 |
| Eignung: | A(8-13) |
| Beschreibung: | Der aus Bologna stammende Ottorino Respighi gehörte zu jener "Generation 1880", die das italienische Publikum provozierte - nicht durch Skandale oder Krawalle, sondern schlicht damit, dass sie sich nichts aus der Oper machte. Das Gegenmodell einer frischen Nationalmusik suchte man eher bei Vivaldi oder gregorianischen Modellen. Aber Respighi, der 1913 als Kompositionslehrer nach Rom kam, war auch Orchesterzauberer: Seine Fontane di Roma (1916) eröffneten die Reihe der "römischen" Zyklen, die seinen Ruhm bis heute begründen, während die Opern eher selten ausgegraben werden. Dem faschistischen Regime und seiner Forderung nach künstlerischer "italianità" stand Respighi aufgeschlossen gegenüber - ein unpolitischer Musiker war er nie. Mit erst 56 Jahren starb er in Rom an einer Infektion am Herzen. |
| 2941119 | ZeitZeichen 10. Juli 1934: Der Todestag des Schriftstellers Erich Mühsam |
| Medienart: | Audio/mp3/podcast |
| Länge: | 14:29 min |
| Produktionsjahr: | 2009 |
| Eignung: | A(8-13) |
| Beschreibung: | Berühmt ist der Spottgesang, mit dem sich ein Anarchist vor dem Ersten Weltkrieg über die deutsche Sozialdemokratie lustig machte: "War einmal ein Revoluzzer, / Im Zivilstand Lampenputzer". Der Text stammt von dem 1878 in Berlin geborenen jüdischen Apothekersohn Erich Mühsam, der vom Lübecker Gymnasium flog - "wegen sozialistischer Umtriebe." Erich Mühsams Motto lautete: "Doch ob sie mich schlügen, / sich fügen heißt lügen." Dieser Mann fügte sich nicht. Er widersetzte sich den Vorschriften des Vaters und dem Diktat der Kommunistischen Partei. Der Anarchist Mühsam gehörte zu den ersten, die am Tag nach dem Reichstagsbrand verhaftet wurden. Kaum anderthalb Jahre später wurde er im Sommer 1934 nach schwersten Misshandlungen im Konzentrationslager Oranienburg ermordet. Seine Lieder und Gedichte, seine Glossen und Theaterstücke hatten nur ein Ziel: den Kampf gegen die Aufteilung der Welt in Herren und Knechte. |
| 2941120 | ZeitZeichen 11. Juli 1934: Der Geburtstag des Modeschöpfers Giorgio Armani |
| Medienart: | Audio/mp3/podcast |
| Länge: | 13:29 min |
| Produktionsjahr: | 2009 |
| Eignung: | A(8-13) |
| Beschreibung: | Mode ist schnelllebig: Trends, die heute in sind, sind morgen schon wieder out. Und doch gibt es Mode, die nicht aus der Mode kommt. Dazu gehören die Kollektionen des italienischen Modeschöpfers Giorgio Armani. Er ist der unbestrittene König der Mailänder Fashionwochen, der "Mister Perfect" der Mode mit perfektem Gespür für Schnitte und Proportionen. Zeitlos, elegant, minimalistisch - so beschreiben die Modemagazine regelmäßig die Entwürfe des sportlichen Herrn mit der ewigen Sonnenbräune, der am 11. Juli 75 Jahre alt wird. Sein Motto: "Der Unterschied zwischen Stil und Mode liegt in der Qualität". Das klingt heutzutage fast schon altmodisch. Und auch in Finanzfragen hält Giorgio Armani es mit der Tradition. Als einer der wenigen in der Branche hat er sein Unternehmen noch nicht an eine internationale Finanzgruppe verkauft, sondern ist der Alleineigentümer. Seit 2007 ist der kinderlose Modezar jedoch auf der Suche nach einem Nachfolger. Der Wert seines Modeimperiums wird auf etwa fünf Milliarden Euro geschätzt. |
| 2941121 | ZeitZeichen 12. Juli 1884: Der Geburtstag des italienischen Malers Amedeo Modigliani |
| Medienart: | Audio/mp3/podcast |
| Länge: | 14:11 min |
| Produktionsjahr: | 2009 |
| Eignung: | A(8-13) |
| Beschreibung: | Was für ein Leben! Absinth und Haschisch, Sex und Kunst. Der Hauptdarsteller ist ein blendend aussehender Italiener, der mit 35 Jahren an Tuberkulose stirbt. Am gleichen Tag stürzt sich seine mädchenhafte, schwangere Geliebte aus dem Fenster, ohne ihn will sie nicht leben. Das Kino liebt solche Geschichten, weshalb das kurze Leben des Amedeo Modigliani gleich drei Mal verfilmt wurde. Der Sohn einer gutbürgerlichen italienischen Familie aus Livorno kommt mit Anfang 20 nach Paris, in die Stadt der Avantgarde. Er ist Künstler, doch Paris hat nicht auf ihn gewartet. Also, gefällt er sich in der Rolle des egozentrischen Bohemien. In seiner Kunst schafft ,,Modi" einen eigenen Stil, zwar inspiriert von den künstlerischen Ideen seiner Zeit, doch stark geprägt durch seine Vorliebe für antike Statuen und Masken. Lang gezogene Gesichter, leere Augen à la Nofretete, überlange Gliedmaßen. Modiglianis Porträts und Akte sind unverwechselbar und nach seinem Tod sehr begehrt. Das macht die Entscheidung über Original und Fälschung bis heute schwierig, weil Modigliani schon zu Lebzeiten reichlich kopiert wurde. |
| 2941122 | ZeitZeichen 13. Juli 1944: Der Geburtstag des Zauberwürfel-Erfinders Ernö Rubik |
| Medienart: | Audio/mp3/podcast |
| Länge: | 14:04 min |
| Produktionsjahr: | 2009 |
| Eignung: | A(8-13) |
| Beschreibung: | Ein bunter Kunststoffwürfel eroberte Anfang der 1980er Jahre die Welt. Und weil sich kaum einer seiner Faszination entziehen konnte, kannte man das Spielzeug in Deutschland bald nur unter einem Namen: Zauberwürfel. Der Rest der Welt nannte das Knobelspiel nach seinem Erfinder "Rubik’s Cube". Der Ungar Ernö Rubik lehrte als Architekturprofessor in seiner Geburtsstadt Budapest. Mit dem drehbaren Würfel wollte er seinen Studenten beim räumlichen Denken helfen. Doch "Rubik’s Cube" war mehr, ein faszinierendes Spielzeug für alle Generationen. Und schnell eines der erfolgreichsten Exportprodukte Ungarns. Der Zauberwürfel spülte Milliarden in die ungarischen Staatskassen und Millionen auf Rubiks Privatkonto. Der zurückhaltende Erfinder machte sich im ungarischen Sozialismus selbständig und genoss viele kleine und große Privilegien. Im Gegenzug blieb er seiner Heimat treu und entwickelte dort weitere Knobelspiele. "Wir können unser Leben nicht verändern, indem wir ins Ausland gehen", hat Ernö Rubik mal gesagt und die Ungarn danken es ihm bis heute. Für sie hat Ernö Rubik nichts von seinem Zauber verloren. |
| 2941123 | ZeitZeichen 14. Juli 1989: Die ersten Teilchen kreisen im großen Beschleuniger des CERN |
| Medienart: | Audio/mp3/podcast |
| Länge: | 14:16 min |
| Produktionsjahr: | 2009 |
| Eignung: | A(8-13) |
| Beschreibung: | "Kathedralen der Wissenschaft" nennt man sie: Riesige unterirdische Kavernen, in denen gigantische Messgeräte winzigste Materiebausteine aufspüren. Laboratorien des modernen Faust, der wissen will, was die Welt wirklich im Innersten zusammenhält. Im größten Gerät dieser Art, am CERN (Conseil Europeén pour la Recherche Nucléaire) bei Genf, jagten die Forscher seit 1989 leichte Partikel aufeinander - mit fast Lichtgeschwindigkeit, im LEP (Large Electron-Positron Collider), einem 27 km-Kreistunnel 100 Meter unter der Erde. Aber seine Energie reichte nicht ins Innerste der Materie - das geheimnisvolle "Higgs", das "Gottesteilchen", verfehlte man knapp. Also wurde der LEP hochgerüstet zum LHC (Large Hadron Collider). Schwere Geschosse sollen nun die letzten Welträtsel lösen. Doch der Testlauf letzten September führte in ein spektakuläres Fiasko - nicht in ein kleines Schwarzes Loch, wie von Laien befürchtet. Ein kleines Leck zerstörte Teile der Riesenröhre. Nun bangen die Wissenschaftler wieder, wann und ob ihre Maschine den Urknall simuliert, Schwarze Löcher produziert oder endlich das "Gottesteilchen" sieht. |
| 2941124 | ZeitZeichen 15. Juli 1869: Das Patent für die Margarine wird erteilt |
| Medienart: | Audio/mp3/podcast |
| Länge: | 14:37 min |
| Produktionsjahr: | 2009 |
| Eignung: | A(8-13) |
| Beschreibung: | Mit Butter in den Krieg zu ziehen ist eine Riesensauerei. Sie zerfließt, wird ranzig, ungenießbar. Der letzte Kaiser der Franzosen, Napoleon III., gab deshalb seinen Chemikern einen bedeutsamen Auftrag: Sie sollten ein Ersatzprodukt kreieren - länger haltbar und zugleich billiger als Butter. Der pharmazeutische Assistent Mège Mourriès experimentierte mit verschiedenen tierischen Fetten, Wasser, Milch und zerschnittenen Kuheutern. Heraus kam ein Stoff, den er "beurre économique" oder "margarine" nannte - von griechisch "margaros", was so viel wie "Perlmuschel" bedeutet. Ein sinnlicher Name für eine ziemlich widerliche Fett-Pampe, die mit heutiger Margarine nur wenig gemein hat. Die Franzosen dachten deshalb gar nicht daran, sich die Butter vom Baguette nehmen zu lassen. Ganz anders ihre deutschen Nachbarn: Verfeinert und verbessert wird Margarine hierzulande gern verschmiert. |
| 2941125 | ZeitZeichen 16. Juli 1979: Der Todestag des britischen Sängers Alfred Deller |
| Medienart: | Audio/mp3/podcast |
| Länge: | 14:34 min |
| Produktionsjahr: | 2009 |
| Eignung: | A(8-13) |
| Beschreibung: | Eine Radio-Aufführung von Henry Purcells Ode an Queen Mary "Come ye sons of art away" rückte Alfred Deller 1946 in den Blick der Öffentlichkeit. Mit seiner für die damalige Zeit ungewöhnlich hohen Männerstimme sorgte der englische Counter-Tenor für Aufsehen. Damit legte er die Wurzeln für den aktuellen Boom herausragender Counter-Tenöre. Deller ist außerdem einer der Pioniere der historischen Aufführungspraxis. Mit seiner hohen Stimme hatte er maßgeblichen Einfluss auf die Renaissance solcher Komponisten wie John Dowland oder Henry Purcell. 1950 gründete er das Deller-Consort. Dieses Ensemble sorgte für eine Wiederentdeckung englischer Renaissance-Madrigale. Und mit seinen Interpretationen barocker Musik legte das Consort den Standard für eine historisch adäquate Aufführungspraxis. Während eines Urlaubs in Italien starb Alfred Deller am 16. Juli 1979 in Bologna. |
| 2941126 | ZeitZeichen 17. Juli 1959: Der Todestag der Jazzsängerin Billie Holiday |
| Medienart: | Audio/mp3/podcast |
| Länge: | 14:31 min |
| Produktionsjahr: | 2009 |
| Eignung: | A(8-13) |
| Beschreibung: | Mit ihrer bittersüßen Stimme und ihrem gefühlvoll, zerbrechlichen Gesang hat Billie Holiday Jazz, Blues und Swing maßgeblich beeinflusst. Als eine der ersten Musikerinnen sang sie mit Mikrofon und schaffte damit bei ihren Auftritten eine äußerst intime und tief emotionale Atmosphäre. Nachfolgenden Musikerinnen wie Janis Joplin und Nina Simone galt sie als großes Vorbild. Sie selbst orientierte sich nicht an Sängerinnen: "Ich fühle mich, als würde ich ein Blasinstrument spielen. Ich versuche zu improvisieren, wie Les Young, Louis Armstrong oder irgendjemand jemand sonst, den ich verehre." Billie Holiday hatte ein bewegtes Leben: Vergewaltigung, Prostitution, Erziehungsheim. Ihrer Kindheit folgte der lebenslange Kampf gegen Rassendiskriminierung, Alkohol- und Drogenprobleme. Mit 44 Jahren starb sie in New York an Leberzirrhose. Vor dem Krankenhaus standen Polizisten, die sie wegen eines Drogendeliktes festnehmen wollten. |
| 2941127 | ZeitZeichen 18. Juli 1909: Der Geburtstag des sowjetischen Politikers Andrej Andrejewitsch Gromyko |
| Medienart: | Audio/mp3/podcast |
| Länge: | 14:24 min |
| Produktionsjahr: | 2009 |
| Eignung: | A(8-13) |
| Beschreibung: | Andrej Andrejewitsch Gromyko hat jeden Rekord gebrochen. Selbst ein Genscher hat das nicht geschafft: 28 Jahre lang Außenminister zu sein. Wenn es ein Bauernsohn schafft, Professor zu werden und über Jahrzehnte hohe sowjetische Ämter auszuüben, dann ist das schon eine bemerkenswerte Geschichte für sich. Gromyko hat darüber hinaus in diesen Jahren viele Krisen und Herausforderungen gemeistert: Er überlebte die Säuberungen Stalins, er koordinierte als Botschafter die Zusammenarbeit zwischen USA und UDSSR im Zweiten Weltkrieg, er verhandelte während der Kubakrise mit Präsident Kennedy. Und er war auf sowjetischer Seite maßgeblich an der Entspannungspolitik beteiligt. Andrej Andrejewitsch Gromyko kam nach gregorianischer Zeitrechnung am 18. Juli 1909 zur Welt. |
| 2941128 | ZeitZeichen 19. Juli 1834: Der Geburtstag des französischen Malers Edgar Degas |
| Medienart: | Audio/mp3/podcast |
| Länge: | 14:32 min |
| Produktionsjahr: | 2009 |
| Eignung: | A(8-13) |
| Beschreibung: | Edgar Degas Bilder zeigen häufig ungewöhnliche Ausschnitte. Auf einem etwa sind Rennpferde zu sehen, Köpfe, Hälse und Rücken verschiedener Vollblüter, auf ihnen Jockeys, die in unterschiedliche Richtungen blicken. Man hat das Gefühl, als säße man selbst auf einem der Pferde, kurz vor dem Start, mitten im Geschehen. Diese Momentaufnahmen sind typisch für Degas. Ihn interessiert was abseits des eigentlichen Ereignisses passiert und seine Hauptfiguren befinden sich oft am Bildrand. Und noch etwas fasziniert Degas: Er will Bewegung sichtbar machen, wie auf einem Foto. Seine Lieblingsmotive sind deshalb Pferderennen und die Welt der Tänzerinnen. Mit 55 Jahren erblindet Degas. Doch ohne die Kunst kann der Franzose nicht leben: Er arbeitet als Bildhauer und schafft die Formen, die fest in seiner Seele verankert sind: Pferde, Tänzerinnen und Frauenkörper. |
| 2941129 | ZeitZeichen 20. Juli 1934: Der Geburtstag des Schriftstellers Uwe Johnson |
| Medienart: | Audio/mp3/podcast |
| Länge: | 14:37 min |
| Produktionsjahr: | 2009 |
| Eignung: | A(8-13) |
| Beschreibung: | "Wohin ich in Wahrheit gehöre, ist die dicht umwaldete Seenplatte Mecklenburgs." Doch genau die musste er verlassen. Da war er Mitte 20. Danach beginnt für den Schriftsteller Uwe Johnson eine lebenslange Suche nach Heimat. Im Inneren wie im Äußeren. Die schreibt er in seine Texte. Die bleibt seine Begleiterin bis zu seinem frühen Tod. Er hat Spuren hinterlassen - auf seinen Wegen von Mecklenburg über Berlin-Ost nach Berlin-West, nach Rom, New York, nach Sheerness in England. Mehr Spuren seines Lebens hat er in seinen Romanen hinterlegt. Und doch bleibt man auf der Suche nach ihm. Nach dem "Dichter der beiden Deutschlands", der wie kaum ein anderer deutscher Schriftsteller Biografisches und Historisches mit erdachten Figuren, Orten und Ereignissen verknüpfte. Der immer mit der Katze Erinnerung unterwegs war und der so selten "Ich" in der Öffentlichkeit gesagt hat. Am 20. Juli wäre er 75 Jahre alt geworden. |
| 2941130 | ZeitZeichen 21. Juli 1969: Neil Armstrong und Buzz Aldrin betreten als erste Menschen den Mond |
| Medienart: | Audio/mp3/podcast |
| Länge: | 14:36 min |
| Produktionsjahr: | 2009 |
| Eignung: | A(8-13) |
| Beschreibung: | Am 21. Juli 1969 betritt Neil Armstrong als erster Mensch den Mond - ein weltgeschichtliches Ereignis, das nur noch vergleichbar ist mit der Entdeckung Amerikas. Wirklich? Schon 1969 tauchen erste Zweifel auf: Waren die Amerikaner technisch überhaupt in der Lage, Menschen zum Mond zu schicken? Oder hatte Neil Armstrong seinen historischen Satz vom großen Schritt nicht 350.000 Kilometer von der Erde entfernt gesprochen, sondern in einem Film-Studio in Hollywood? Falsche Schatten und fehlende Sterne auf den Fotos, mysteriöse Tode von Beteiligten - da stimmt doch etwas nicht! Immer neue angebliche Belege tauchen dafür auf, dass die Amerikaner nie auf dem Mond gelandet sein können. Dabei findet sich ein unwiderlegbarer Beweis für die Mondlandung mitten im Ruhrgebiet: in Bochum. |
| 2941131 | ZeitZeichen 22. Juli 1999: China verbietet die Falun-Gong-Bewegung |
| Medienart: | Audio/mp3/podcast |
| Länge: | 14:37 min |
| Produktionsjahr: | 2009 |
| Eignung: | A(8-13) |
| Beschreibung: | Buddha streckt Tausende von Händen aus - das ist die erste von fünf Übungen des Falun-Gong. Eine Bewegung, die 1992 von Qi-Gong-Meister Li Hongzhi in China gegründet wurde. Wer den Lehren des Meisters folge auf seinem Kultivierungsweg für Leib und Seele, für den stünden am Ende ewige Jugend und Unsterblichkeit. So die Versprechung. Doch was für die einen nur ein friedlicher Kultivierungsweg auf der Basis von Qi Gong ist, gilt anderen als illegal und als schädlich für die Gesellschaft. Die chinesische Regierung bezeichnet Falun-Gong als gefährliche Sekte und hat sie am 22. Juli 1999 verboten. Ihre Anhänger werden nach Angabe von Menschenrechtsorganisationen seitdem in China verfolgt. Die chinesische Regierung begründet ihr hartes Vorgehen damit, dass die "Sekte" Gedanken kontrolliere, auf illegale Weise Geld sammle und die Gesellschaft gefährde, etwa indem sie die Einnahme lebensnotwendiger Medikamente bei Krankheiten ablehne. Oder dass Falun-Gong-Gründer Li Hongzhi behaupte, er sei der einzige, der die Welt vor dem bevorstehenden Ende retten könne. |
| 2941132 | ZeitZeichen 23. Juli 1164: Die Gebeine der Heiligen Drei Könige kommen nach Köln |
| Medienart: | Audio/mp3/podcast |
| Länge: | 14:35 min |
| Produktionsjahr: | 2009 |
| Eignung: | A(8-13) |
| Beschreibung: | Die Heiligen Drei Könige hat es vielleicht nie gegeben. Und falls es sie gab, weiß niemand ihre wahren Namen. Ihre Gräber sind unbekannt. Sie sind nicht einmal offizielle Heilige der katholischen Kirche. Und doch gründet auf der Legende um ihre sterblichen Überreste die europaweite Bedeutung Kölns und des Kölner Doms, der nichts anderes ist als der imposante Schrein für den ebenso imposanten Dreikönigsschrein. Diese Reliquie hat 845 Jahre lang Köln als europäische Metropole am Leben gehalten, seit Erzbischof Rainald von Dassel sie aus Mailand als Kriegsbeute mitbrachte vom Heerzug mit Kaiser Barbarossa. |
| 2941133 | ZeitZeichen 24. Juli 1824: In den USA werden die Ergebnisse der ersten Meinungsumfrage veröffentlicht |
| Medienart: | Audio/mp3/podcast |
| Länge: | 13:53 min |
| Produktionsjahr: | 2009 |
| Eignung: | A(8-13) |
| Beschreibung: | An nichts sind Wirtschaft und Politik in der Demokratie so interessiert wie an unserer Meinung. Umfragen, Vorhersagen, Marktforschung möchten herausfinden, was wollen die Bürger, was werden sie tun, kaufen oder wählen? Für solche Blicke in die Zukunft wurden lange Glaskugeln befragt, bis am 24. Juli 1824 die kleine US-Zeitung "The Harrisburg Pennsylvanian" eine Umfrage zur nächsten Präsidentschaftswahl veröffentlichte. Eine lokale Probeabstimmung, unwissenschaftlich und nicht repräsentativ, die einen haushohen Favoriten auswies. Der Gang zur Urne brachte allerdings keine klare Entscheidung. Im Gegensatz zum Orakel wurde einer der unterlegenen Kandidaten letztendlich Präsident der Vereinigten Staaten. Nicht der letzte getrübte Blick in die Zukunft in der Geschichte der Meinungsforschung, die heute nicht nur nach Meinung forscht sondern, wie Kritiker ins Feld führen, durch ihre stete Präsenz Meinung macht. |
| 2941134 | ZeitZeichen 25. Juli 1909: Die erste Überquerung des Ärmelkanals mit dem Flugzeug |
| Medienart: | Audio/mp3/podcast |
| Länge: | 14:29 min |
| Produktionsjahr: | 2009 |
| Eignung: | A(8-13) |
| Beschreibung: | Die Überquerung des Ärmelkanals durch Louis Blériot war mehr als ein Flug: Sie belebte tief sitzende Gefühle. Zum einen die Fortschrittsgläubigkeit. Wenn Menschen sogar in der Lage waren, über den Kanal zu fliegen, was konnten sie dann nicht noch alles? Blériot wurde als Held gefeiert. Und er kassierte ein gewaltiges Preisgeld. Blériots Flug weckte aber auch Ängste: Der Kanal war für die britische Insel seit je her die effektivste Verteidigungsanlage. Napoleon war an ihm gescheitert genauso wie alle anderen Eroberer seit dem Mittelalter. Der Kanal verlor durch Flugzeuge zum Teil seine Funktion als Bollwerk. Die erste Kanalüberquerung mit einem Luftkissenboot genau 50 Jahre später war ein spätes Aufflackern des britischen Erfindergeistes. Die Hovercraft-Technik wirkte spektakulär, konnte sich aber nicht durchsetzen. Im Jahr 2000 überquerte das letzte Hovercraft den Ärmelkanal. Heute fahren ganz normale Züge - unter dem Kanal - durch den Tunnel. |
| 2941135 | ZeitZeichen 26. Juli 1184: Der Erfurter Latrinensturz |
| Medienart: | Audio/mp3/podcast |
| Länge: | 14:28 min |
| Produktionsjahr: | 2009 |
| Eignung: | A(8-13) |
| Beschreibung: | Im Mittelalter stanken die Städte zum Himmel: Fast jeder Haushalt besaß ein "geheimes Gemach", einen Abtritt, der über einer geräumigen Latrine lag. Diese Grube neben oder unter dem Haus wurde in der Regel gefüllt, bis der Unrat oben wieder heraus quoll. Latrinen zu reinigen, war aufwändig und teuer - und außerdem so unehrenhaft, dass in manchen Städten sogar der Henker dafür zuständig war. Viele dieser Kloaken wurden deshalb über Jahre nicht geleert. Das konnte fatale Folgen haben: Etwa in Erfurt, wo König Heinrich 1184 einen Hoftag abhielt. Es galt, einen Streit zwischen dem Erzbischof von Mainz und dem Landgrafen von Thüringen zu schlichten. Zu diesem Zweck hatten sich zahlreiche Edelleute in einem Saal im ersten Stock eingefunden. Doch die morschen Balken hielten dem Gewicht der versammelten Würdenträger nicht stand: Viele von ihnen stürzten ins Erdgeschoss, dessen Boden ebenfalls nachgab, und schließlich in eine seit langem nicht geleerte Latrine. Mehrere Grafen sollen in dem stinkenden Morast erstickt sein. Glück im Unglück hatte der König: Er saß in einer gemauerten Fensternische und konnte sich dort halten, bis man ihn mit einer Leiter befreite. |
| 2941136 | ZeitZeichen 27. Juli 1909: Der Geburtstag der Schriftstellerin Hilde Domin |
| Medienart: | Audio/mp3/podcast |
| Länge: | 14:37 min |
| Produktionsjahr: | 2009 |
| Eignung: | A(8-13) |
| Beschreibung: | Ihr "zweites Leben" nannte Hilde Domin die Zeit nach 1951, als sie zum ersten Mal ihre Begabung als Lyrikern erkannte. Da war sie - am 27. Juli 1909 als Tochter eines jüdischen Rechtsanwalts geboren - schon über vierzig Jahre alt. Vorher hatte die promovierte Juristin ihren Lebensunterhalt als Deutschlehrerin verdient, vor allem während der langen Jahre des Exils ab 1932. "Nur eine Rose als Stütze" hieß ihr erster wirklich erfolgreicher Gedichtband, der sie 1959 als "Dichterin des Dennoch" bekannt machte: melancholische, durchsichtig-klare Verse, in denen sie trotz bitterer Erfahrungen das Leben pries - auch ihr eigenes "zweites" langes Leben: Hilde Domin starb 2006, im Alter von 96 Jahren. |
| 2941137 | ZeitZeichen 28. Juli 1909: Der Geburtstag der Verlegerin Aenne Burda |
| Medienart: | Audio/mp3/podcast |
| Länge: | 13:44 min |
| Produktionsjahr: | 2009 |
| Eignung: | A(8-13) |
| Beschreibung: | "Ich will!" - so lautete ihr Wahlspruch schon als Kind. Anna Magdalene Lemminger wurde am 28.Juli 1909 im badischen Offenburg als Tochter eines Lokomotivführers geboren. Die Mutter, eine brave Hausfrau, war für sie kein Vorbild. Ganz offen gestand sie, dass sie immer "etwas Besseres" sein wollte. Mit 17 änderte sie ihren Namen: Nach ihrem Lieblingslied "Ännchen von Tharau" ließ sie sich von nun an Aenne rufen. Und wurde Kassiererin beim E-Werk. Als solche musste sie auch beim Offenburger Druck- und Verlagshaus Burda Rückstände eintreiben. Dort traf sie Juniorchef Dr. Franz Burda. Das Paar heiratete 1931 und bekam drei Söhne. Als Ehefrau weigerte sie sich, den Haushalt zu machen - Putzen sei "Zwangsarbeit". Ende der 40er Jahre übernahm Aenne Burda einen kleinen Modeverlag, der vor dem Konkurs stand und machte daraus den größten Modezeitschriften-Verlag der Welt. |
| 2941138 | ZeitZeichen 29. Juli 1889: Der Geburtstag des Politikers Ernst Reuter |
| Medienart: | Audio/mp3/podcast |
| Länge: | 14:25 min |
| Produktionsjahr: | 2009 |
| Eignung: | A(8-13) |
| Beschreibung: | Während der Berlin-Blockade schallten im Spätsommer 1948 die Worte des Bürgermeisters um den Globus. "Völker der Welt, schaut auf diese Stadt", rief der kleine, hagere Mann vor hunderttausenden Berlinern ins Mikrofon vor dem Reichstag. Ernst Reuter appellierte an die freie Welt, die von den Sowjets umzingelte Stadt nicht im Stich zu lassen, sie sowohl politisch als auch weiterhin mit der Luftbrücke zu unterstützen. Mit seinem Widerstand verhinderte der Sozialdemokrat, dass West-Berlin der sowjetischen Besatzungszone einverleibt wurde. Reuter war zwischen 1947 und 1953 Bürgermeister von West-Berlin. Er war die moralische Autorität in der vom Krieg zerstörten Stadt. Die Nazis hatten den Politiker mehrfach verhaftet und ins KZ gesteckt, 1935 emigrierte er dann mit seiner Familie in die Türkei. Ende 1946 kehrte der Politiker wieder nach Berlin zurück, wo er mit der Schlagzeile empfangen wurde: "Ein Türke als Oberbürgermeister?". |
| 2941139 | ZeitZeichen 30. Juli 1909: Eugène Schueller gründet Betrieb für synthetische Haarfärbemittel (L’Oréal) |
| Medienart: | Audio/mp3/podcast |
| Länge: | 14:30 min |
| Produktionsjahr: | 2009 |
| Eignung: | A(8-13) |
| Beschreibung: | Es ist die klassische Erfolgsgeschichte des Tellerwäschers, der zum Millionär wird. Der junge Pariser Chemiker Eugène Schueller braut Anfang des 20. Jahrhunderts in seiner Wohnung das Haarfärbemittel "Auréole". Die erstmals rein synthetisch hergestellte Tinktur verkauft er an Pariser Frisöre und legt damit den Grundstein für das heute weltgrößte Kosmetikunternehmen. 1909 gründet Schueller die "französische Gesellschaft der nichtaggressiven Haarfärbung" und nennt sie später "L`Oréal". Der Firmengründer wirbt mit großen Kampagnen frei nach dem Motto: "Sagt den Leuten, dass sie hässlich sind". Inzwischen ist L’Oréal ein global vernetzter Konzern mit Umsätzen in zweifacher Milliardenhöhe. Doch die weltweite Wirtschaftskrise geht auch an dem französischen Kosmetikgiganten nicht vorbei. |
| 2941140 | ZeitZeichen 31. Juli 1969: Der Todestag der Sängerin Alexandra |
| Medienart: | Audio/mp3/podcast |
| Länge: | 14:38 min |
| Produktionsjahr: | 2009 |
| Eignung: | A(8-13) |
| Beschreibung: | Das Lied "Zigeunerjunge" machte die Sängerin Alexandra 1967 berühmt. Selbst eingefleischte Fans der Rockmusik konnten sich damals dem Zauber der jungen Frau mit der rauchigen Stimme nicht entziehen. Die dunkelhaarige Schöne mit den schwarz geschminkten Augen fiel aus dem Rahmen der Gitte-hörigen Schlagerwelt. Alexandra wollte mehr als einen "Cowboy als Mann". Künstlerin wollte sie sein und keine melancholischen Schnulzen singen. Ihr Leben verlief wie im Zeitraffer. Geboren 1942 im Memelland, Kindheit in Kiel, Schulabbruch kurz vor dem Abitur, Heirat mit 19, ein Kind, Scheidung und dann eine steile Karriere. Auf dem Weg in den Urlaub verunglückte sie 1969 tödlich in Schleswig-Holstein. Über den frühen Tod Alexandras wird bis heute gerätselt. War es Selbstmord oder gar Mord? Anhänger der Sängerin verweisen auf Einbrüche in ihrem Haus, verschwundene Papiere und ein mysteriöses Testament. Immer neue Verschwörungstheorien machen die Runde. Alexandra ist zum Mythos geworden. |
| 2941141 | ZeitZeichen 1. August 1989: Ungarn hebt das Grenzsperrgebiet auf |
| Medienart: | Audio/mp3/podcast |
| Länge: | 14:33 min |
| Produktionsjahr: | 2009 |
| Eignung: | A(8-13) |
| Beschreibung: | August 1989: Um Budapest und am Balaton sind die Campingplätze überfüllt. In diesem Sommer kommen sie zu Tausenden nach Ungarn: Bürger aus der DDR. Manche mit Rücksäcken, andere mit sehr viel Gepäck. Die Stimmung ist seltsam: nicht wie Urlaub, eher wie die Ruhe vor einem großen Sturm. Anfang Mai hatte Ungarn mit dem Abbau der Grenzsperranlagen nach Österreich begonnen. Doch viele Fluchtversuche scheiterten, die Menschen wurden verhaftet und in die DDR zurückgebracht. Aber wer weiß? Ungarn öffnet sich politisch immer mehr. Plötzlich geht ein Gerücht von Mund zu Mund: "In Sopron, direkt an der ungarisch-österreichischen Grenze, soll ein "Paneuropäisches Picknick" stattfinden. Vielleicht die Gelegenheit!. Die erste Massenflucht wirkt wie ein Signal für viele Menschen in der DDR: Zum Aufbruch in den Westen für die einen, zum offenen Widerstand gegen das Regime für die anderen. |
| 2941142 | ZeitZeichen 2. August 1934: Die Vereidigung der Wehrmacht auf Hitler wird angeordnet |
| Medienart: | Audio/mp3/podcast |
| Länge: | 14:16 min |
| Produktionsjahr: | 2009 |
| Eignung: | A(8-13) |
| Beschreibung: | Die Leiche des Reichspräsidenten Paul von Hindenburg war noch nicht erkaltet, da erging der Befehl an Offiziere und Soldaten, einen neu formulierten Eid auf die Person des Führers Adolf Hitler abzugeben. Er verpflichtete - und das war neu - auf "unbedingten Gehorsam". Ein kalter Staatsstreich? Oder nur vorauseilender Gehorsam des Reichswehrministers Werner von Blomberg? |
| 2941143 | ZeitZeichen 3. August 1859: Gründung der Deutschen Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde |
| Medienart: | Audio/mp3/podcast |
| Länge: | 14:41 min |
| Produktionsjahr: | 2009 |
| Eignung: | A(8-13) |
| Beschreibung: | Auf der Visitenkarte eines Zahnkünstlers aus dem 19. Jahrhundert stand als simples Preisverzeichnis: Zahnausreißen kostet eine Mark! Damals sah die Zukunft der Zahnheilkunde nicht gerade vielversprechend aus. Im gesamten Gebiet des Deutschen Bundes waren nur etwa 250 ausgebildete Zahnärzte beschäftigt. Da es keine einheitliche Ausbildung gab, galten sie unter Medizinern als nicht wissenschaftlich gebildete Männer. Zudem mussten sie sich ihre Klientel vor allem mit Badern, Barbieren und Wundärzten teilen. Deshalb beschloß 1858 der Lüneburger Zahnarzt David Fricke eine zahnärztliche Organisation zu gründen, die ganz Deutschland umfasst. Ein Jahr später war es so weit. Am 3. August 1859 wurde der "Central-Verein deutscher Zahnärzte" ins Leben gerufen. Seit 1933 heißt er "Deutsche Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde". Ihr gehören heute über 16.000 Zahnärzte aller Fachrichtungen an. |
| 2941144 | ZeitZeichen 4. August 1914: Der deutsche Einmarsch in Belgien |
| Medienart: | Audio/mp3/podcast |
| Länge: | 14:33 min |
| Produktionsjahr: | 2009 |
| Eignung: | A(8-13) |
| Beschreibung: | Die Soldaten wussten, dass die Delinquenten keine Freischärler, sondern unbeteiligte Zivilisten waren. Trotzdem erschossen sie an einer Gartenmauer 674 Menschen, fast jeden zehnten Einwohner der belgischen Kleinstadt Dinant, darunter Kinder, Frauen, Greise. Drei Wochen nach dem völkerrechtswidrigen Einmarsch deutscher Truppen in das neutrale Belgien ist das Massaker von Dinant der Höhepunkt deutscher Gräueltaten am Beginn des Ersten Weltkrieges. In anderen Städten wie Löwen geschah gleiches. Lange wurden Berichte darüber als überzogene Kriegspropaganda der Alliierten abgetan. Doch inzwischen ist klar, dass es auf belgischer Seite kaum Freischärler - Franctireurs - gab, und dass die deutschen Truppen einer kollektiven Paranoia erlagen, ausgelöst durch die eigene Propaganda, Erfahrungen aus dem letzten deutsch-französischen Krieg und durch "friendly fire", dem versehentlichen Beschuss aus den eigenen Reihen. Im Kollektivbewusstsein der Belgier aber haben sich die Massaker wie in Dinant und die deutsche Besetzung unauslöschlich eingebrannt. |
| 2941145 | ZeitZeichen 5. August 1984: Der Todestag des britischen Schauspielers Richard Burton |
| Medienart: | Audio/mp3/podcast |
| Länge: | 14:15 min |
| Produktionsjahr: | 2009 |
| Eignung: | A(8-13) |
| Beschreibung: | Richard Burton war einer der besten Shakespeare- Darsteller Großbritanniens. Für die Londoner Theatermacher hatte er aber "den Teufel im Leib", wenn er wieder einmal stark betrunken zur Probe wankte. In seinem Tagebuch notierte Burton, dass er an "guten Tagen" drei Flaschen Wodka vertilgt habe. Geboren wurde er als Richard Walter Jenkins in Süd-Wales, als eines von 13 Kindern. Der Schauspiel-Lehrer Philip Burton erkannte Richards Talent und förderte ihn. Aus Dankbarkeit nahm der Mime den Nachnahmen seines Lehrers an. Siebenmal wurde Richard Burton für den Oscar nominiert, gewann ihn aber nie. |
| 2941146 | ZeitZeichen 6. August 1789: Der Geburtstag des Volkswirtschaftlers Friedrich List |
| Medienart: | Audio/mp3/podcast |
| Länge: | 14:31 min |
| Produktionsjahr: | 2009 |
| Eignung: | A(8-13) |
| Beschreibung: | Er war ein Mann mit vielen Talenten: Friedrich List gilt als einer der wegweisenden Theoretiker der modernen Volkswirtschaftslehre. Er entwarf zukunftsweisende Pläne für die Eisenbahn und er stritt für Demokratie und Freihandel. Seine fortschrittliche Position zwang den gebürtigen Reutlinger zwischenzeitlich ins amerikanische Exil. Hier arbeitete er erfolgreich als Farmer, Redakteur und Unternehmer. Nach der Rückkehr blieb seiner wissenschaftlichen Arbeit die Anerkennung verwehrt. Tief enttäuscht über mangelnde Bestätigung beging er 1846 Selbstmord. |
| 2941147 | ZeitZeichen 7. August 1834: Der Todestag des Erfinders Joseph-Marie Jacquard |
| Medienart: | Audio/mp3/podcast |
| Länge: | 13:41 min |
| Produktionsjahr: | 2009 |
| Eignung: | A(8-13) |
| Beschreibung: | Angeblich wäre der Weber und Webstuhlbauer Joseph-Marie Jacquard um ein Haar Opfer der Lynchjustiz seiner Kollegen geworden. Seine Lochkarten und die nach ihm benannte Mechanik vereinfachten zwar erheblich das Weben selbst komplizierter Muster. Sie sparten jedoch auch zwei Arbeitskräfte am Webstuhl, verkürzten die Produktionszeit und verbilligten so die Stoffe. Dass seine Lochkarte als erster dauerhafter Träger von Informationen zum Vorläufer der digitalen Datenverarbeitung werden würde, hätte er sich wohl nicht träumen lassen. |
| 2941148 | ZeitZeichen 8. August 1969: Die Einführung der Normbrunnenflasche wird beschlossen |
| Medienart: | Audio/mp3/podcast |
| Länge: | 13:40 min |
| Produktionsjahr: | 2009 |
| Eignung: | A(8-13) |
| Beschreibung: | 100% Marktanteil! Nach der Einführung der Normbrunnenflasche, auch Perlenflasche genannt, gab es für Mineralwasser in Deutschland nur noch eine Flasche. Sie war aus Glas und konnte bis zu 50mal wiederverwendet werden. Ihr größter Vorteil aber war die Einheitlichkeit. Vor der Einführung hatte jeder Brunnen eigene Flaschen, nun konnte jede Flasche von jedem Abfüller benutzt werden, tausende von LKW-Fahrten wurden überflüssig. Heute ist die leichtere PET-Flasche auf dem Vormarsch und der Anteil der Normbrunnenflasche auf 50% gesunken. |
| 2941149 | ZeitZeichen 9. August 1944: Der Todestag des Malers Felix Nussbaum |
| Medienart: | Audio/mp3/podcast |
| Länge: | 14:23 min |
| Produktionsjahr: | 2009 |
| Eignung: | A(8-13) |
| Beschreibung: | Ein Mann mit Hut und Mantel steht vor einer dunklen Mauer - hoffnungslos in die Enge getrieben. Mit der einen Hand schlägt er den Mantelkragen hoch, um den Gelben Stern zu zeigen, in der anderen hält er den Pass mit dem Stempel "Jude". So malt sich Felix Nussbaum selbst 1943 in Brüssel. Jahre der Verfolgung liegen hinter ihm, seit Monaten lebt er mit seiner Frau in einem Mansardenversteck. Die Angst vor der Gestapo ist so groß, dass er an manchen Tagen nicht malen kann, weil ihm die Hände zu sehr zittern. Dennoch verlässt er immer wieder sein Versteck, um in einem geheimen Kelleratelier an seinen großen Ölbildern zu arbeiten. Das Malen wird für ihn zur Überlebensfrage - und zu einem Akt des Widerstands. Sein "Selbstporträt mit Judenpass" zeigt so auch keinen Gebrochenen, sondern einen Mann mit festem, fast provozierendem Blick: Der Betrachter wird in die Rolle des Schergen gedrängt, und der Maler klagt ihn an. Im August 1944 wird Felix Nussbaum denunziert und nach Auschwitz verschleppt. Kurz zuvor hat er zu einem Freund gesagt: "Wenn ich untergehe, lasst meine Bilder nicht sterben." |
| 2941150 | ZeitZeichen 10. August 1909: Geburtstag des Gitarenbauers Clarence Leo Fender |
| Medienart: | Audio/mp3/podcast |
| Länge: | 14:21 min |
| Produktionsjahr: | 2009 |
| Eignung: | A(8-13) |
| Beschreibung: | Seine Eltern betrieben eine erfolgreiche Orangenfarm in Kalifornien, er selbst studierte Buchhaltung, doch seine Leidenschaft galt der Elektronik. Schon als Kind bastelte Clarence Leonidas Fender mit Begeisterung an Radios. Später eröffnete er einen kleinen Radioladen, begann Hawaigitarren und Verstärker zu reparieren und auch eigene Verstärker und elektrische Gitarren zu entwerfen. Dabei war Leo Fender kein Musiker, er konnte weder Gitarre spielen, noch wollte er es je lernen. Aber die Unzulänglichkeiten der ersten elektrischen Gitarren ärgerten ihn und spornten ihn an. Sein Durchbruch gelang ihm 1950, da baute Leo Fender die erste kommerziell erfolgreiche Solid-E-Gitarre, die Fender Broadcaster, die als Mutter aller Brettgitarren und heutigen E-Gitarren gilt. |
| 2941151 | ZeitZeichen 11. August 1899: Die Eröffnung des Dortmund-Ems-Kanals |
| Medienart: | Audio/mp3/podcast |
| Länge: | 14:14 min |
| Produktionsjahr: | 2009 |
| Eignung: | A(8-13) |
| Beschreibung: | Der Dortmund-Ems-Kanal ist der älteste der großen deutschen Kanäle - und bis heute einer der wichtigsten. Mit ihm entsteht in Dortmund der größte Kanalhafen Europas mit Verbindung zur Nordsee und - über den Mittellandkanal, der 1906 eröffnet wird - nach Berlin und Ostdeutschland. Die 265 Kilometer lange Strecke mit 15 Schleusen wird in nur sieben Jahren fertig gestellt. Eine technische Meisterleistung an der rund 4.000 Arbeiter beteiligt sind. Am 11. August 1899 wird der Dortmund-Ems-Kanal von Kaiser Wilhelm II. feierlich eröffnet. |
| 2941152 | ZeitZeichen 12. August 1484: Der Todestag von Papst Sixtus IV. |
| Medienart: | Audio/mp3/podcast |
| Länge: | 14:13 min |
| Produktionsjahr: | 2009 |
| Eignung: | A(8-13) |
| Beschreibung: | "Käuflich sind uns Tempel, Priester, Altäre - der Himmel ist käuflich und auch Gott." So beklagte schon im 15. Jahrhundert der Karmelitermönch Battista Spagnioli das "Zeitalter des Verderbens". Es begann mit Papst Sixtus IV., einer der korruptesten Gestalten der Papstgeschichte. Ohne jegliche religiöse oder politische Skrupel intrigierte dieser Papst zum Wohle seiner Familie und trug die Hauptverantwortung an der Kette von Kriegen, Morden und Verschwörungen, die Italien während seines Pontifikats heimsuchten. Seinem Namen Unsterblichkeit sicherte Sixtus IV. jedoch nicht durch die Ströme von Blut, sondern durch den Bau der Sixtinischen Kapelle: Jenes Meisterwerk der Kunstgeschichte, in dem bis heute das Konklave, die Wahl des neuen Papstes, abgehalten wird. |
| 2941153 | ZeitZeichen 13. August 1909: Der Geburtstag des Kaufmanns Werner Otto |
| Medienart: | Audio/mp3/podcast |
| Länge: | 14:21 min |
| Produktionsjahr: | 2009 |
| Eignung: | A(8-13) |
| Beschreibung: | Er gilt als ein Gründungsvater der bundesdeutschen Wirtschaft - und hat doch seine erste Firma in den Sand gesetzt. 1948, als Kriegsheimkehrer gerade von Westpreußen nach Hamburg geflüchtet, gründet Werner Otto eine Schuhfabrik. Nur der Kunde, trotz allgemeiner Not schon damals ein wankelmütiges Wesen, verschmäht das Produkt: "Gurken" werden die Schuhe genannt - Konkurs. Dann aber macht Otto alles richtig. Sein "Otto-Versand" verführt die junge Republik zum Träumen: Biedere Hausfrauen können ganze Vormittage mit dem Otto-Katalog in der Hand auf dem Sofa verbringen, hin- und hergerissen zwischen Fernsehgeräten und Nylonblusen, Nierentischen und BHs. Um empfindsame Gemüter zu schonen, werden die allerdings nur gezeichnet, nicht photographiert wie der Rest. Werner Otto baut derweil seinen Versand zum Imperium aus. |
| 2941154 | ZeitZeichen 14. August 1994: Der Todestag des Schriftstellers Elias Canetti |
| Medienart: | Audio/mp3/podcast |
| Länge: | 14:31 min |
| Produktionsjahr: | 2009 |
| Eignung: | A(8-13) |
| Beschreibung: | Anregend, geistreich, amüsant, eitel, bösartig - die Meinungen über den Schriftsteller Elias Canetti waren so unterschiedlich und weitgefächert wie sein eigenes Werk. In einem aber waren sich alle einig: er lebte ein kosmopolitisches Europäertum wie nur wenige andere in seiner Zeit. Der vielsprachige Canetti, 1905 als Sprössling einer reichen jüdischen Kaufmannsfamilie in Bulgarien geboren, lebte in Österreich, England, Deutschland und der Schweiz. Und dort schrieb er Bühnenstücke, Romane, philosophische Abhandlungen. Für sein berühmtes und umstrittenes Hauptwerk "Masse und Macht" erhielt er 1981 sogar den Nobelpreis für Literatur. Dieses opus magnum wird heute kaum noch gelesen - im Gegensatz zu seinen brillanten Lebenserinnerungen: "Die gerettete Zunge", "Die Fackel im Ohr" und "Das Augenspiel". Elias Canetti starb am 14. August 1994 in Zürich - 89 Jahre alt. |
| 2941155 | ZeitZeichen 15. August 1274: Der Todestag von Robert de Sorbon, dem Gründer der Pariser Sorbonne |
| Medienart: | Audio/mp3/podcast |
| Länge: | 14:12 min |
| Produktionsjahr: | 2009 |
| Eignung: | A(8-13) |
| Beschreibung: | Die Theologie war für den Bauernsohn aus den Ardennen das Sprungbrett. Einmal Domherr von Paris, wollte Robert de Sorbon diese Chance auch anderen eröffnen. 1257 konnte er König Ludwig IX. für sein Projekt gewinnen, armen Studenten ein Dach über dem Kopf, ein Stipendium und eine Bibliothek zur Verfügung zu stellen. Rasch galt die Sorbonne als Markenzeichen für universitäre Spitzenbildung. Doch wurde sie auch als symbolischer Ort der politischen Auseinandersetzung entdeckt. Im Frühjahr 2009, als Professoren und Dozenten wegen der geplanten Bildungsreform der Sarkozy-Regierung in den Streik traten, kam es an der Sorbonne erneut zur Machtprobe. |
| 2941156 | ZeitZeichen 16. August 1884: Der Geburtstag des Science-Fiction-Erfinders Hugo Gernsback |
| Medienart: | Audio/mp3/podcast |
| Länge: | 14:36 min |
| Produktionsjahr: | 2009 |
| Eignung: | A(8-13) |
| Beschreibung: | Eine graue Eminenz, die keiner kennt. Ein Mann, an dem sich die Geister scheiden: Hugo Gernsback, 1884 als Hugo Gernsbacher in Luxemburg geboren und mit 19 in die USA ausgewandert. Seine Anhänger preisen den gelernten Elektroingenieur, Erfinder und Verleger als "Vater der Science Fiction"; seine Verächter halten ihn für das größte Desaster, das dieses Genre je traf, und sprechen die Vaterschaft ganz anderen Autoren zu: Wells, Verne, Poe, Shelley oder gar dem antiken Schriftsteller Lukian. Ganz ohne Meriten kann Gernsback nicht gewesen sein, denn was der "Oscar" für den Film, ist der nach ihm benannte "Hugo" für die Science Fiction. Schließlich hatte der Mann eine Mission: Technik und Wissenschaft sollten die Zukunft in ein Paradies verwandeln, und diese Vision wollte er literarisch verbreiten, als "Scientifiction", wie er Science Fiction zunächst nannte. Aber tut sie das oder verbaut sie den Blick? Ist es nur Groschenliteratur für Spinner, Fans und Freaks oder auch Weltliteratur? |
| 2941157 | ZeitZeichen 17. August 1784: Eine Kaiserliche Verordnung erlaubt den "Heurigen" in Österreich |
| Medienart: | Audio/mp3/podcast |
| Länge: | 14:28 min |
| Produktionsjahr: | 2009 |
| Eignung: | A(8-13) |
| Beschreibung: | Kaiser Josef II. schaffte die Leibeigenschaft der österreichischen Bauern ab - und befreite die Weinbauern gleich mit. Er verbriefte ihnen das Recht, den selbstangebauten Wein auch selbst verkaufen zu dürfen. In Buschenschänken boten sie den Heurigen an, den neuen Wein. Entsprechend hießen auch viele Buschenschänken bald Heuriger. Essen musste man sich dort früher selbst mitbringen; bis heute dürfen in Buschenschänken nur kalte Gerichte angeboten werden. Der Heurige gehört zur Alltagskultur der Österreicher. Wien ist die einzige Weltstadt mit ausgedehnten Weinfeldern. Bis heute ist das von Hans Moser geprägte Klischee des Wieners lebendig: Bei seinem Lieblings-Heurigen singt der Wiener, er redet sich den Frust von der Seele, er trinkt seine Viertel bis die Laterne am Heurigen erlischt. |
| 2941158 | ZeitZeichen 18. August 1944: Der Todestag des Politikers Ernst Thälmann |
| Medienart: | Audio/mp3/podcast |
| Länge: | 14:23 min |
| Produktionsjahr: | 2009 |
| Eignung: | A(8-13) |
| Beschreibung: | Unzählige Straßen und Plätze trugen seinen Namen ebenso wie die Pionierorganisation. Die Denkmäler für Ernst Thälmann waren gleichmäßig über die DDR verteilt und schon in den 50er Jahren wurden zwei große Filme über den Arbeiterführer gedreht. Ernst Thälmann wurde in der DDR zu einem staatlich geschaffenen Mythos. Die reale Person spielte da keine Rolle mehr: Thälmann, 1886 in Altona geboren, trat zunächst der SPD bei, dann der USPD, bis er schließlich KPD-Mitglied wurde. Für die Kommunisten saß er später im Reichstag, wurde Vorsitzender des Rote-Frontkämpferbundes und dann der KPD. Wenige Wochen nach der Machtübernahme durch die Nazis wurde Thälmann verhaftet. Im August 1944 wurde er auf Hitlers persönlichen Befehl im KZ Buchenwald erschossen. |
| 2941159 | ZeitZeichen 19. August 0014: Der Todestag des römischen Herrschers Augustus |
| Medienart: | Audio/mp3/podcast |
| Länge: | 14:38 min |
| Produktionsjahr: | 2009 |
| Eignung: | A(8-13) |
| Beschreibung: | Wer Adoptivsohn des vergöttlichten Julius Caesar ist, der hat es erst einmal leichter als andere. Gaius Octavius hat es sich aber wahrlich nicht leicht gemacht. Blut und Intrigen, einen Bürgerkrieg und großes politisches Talent brauchte er, um an die Spitze des römischen Imperiums zu gelangen. Unter seinem Ehrennamen "Augustus" ging er in die Geschichte ein - und zugleich als erster römischer Kaiser. Aber genau das wollte und konnte er nicht sein: Kaiser. Denn offiziell bleibt Rom eine Republik, und die Sicherung seiner Alleinherrschaft gleicht einem politischen Eiertanz. Vier Jahrzehnte regiert er, altert dabei kein bisschen, die Zeitrechnung wird auf Null gesetzt und bis heute trägt ein Sommermonat seinen Namen. |
| 2941160 | ZeitZeichen 20. August 1959: Die Bergung des schwedischen Kriegsschiffs "Vasa" |
| Medienart: | Audio/mp3/podcast |
| Länge: | 14:30 min |
| Produktionsjahr: | 2009 |
| Eignung: | A(8-13) |
| Beschreibung: | "Kleine Schiffe zu bauen führt nur zur Vergeudung von Jungholz", das war die erklärte Auffassung des schwedischen Königs Gustav II. Adolf. Am 10. August 1628 stach die von ihm in Auftrag gegebene 'Vasa' als Stolz der schwedischen Flotte in See. Doch das Regalschiff der Admiralität war so groß und so wenig seetüchtig, dass es nach weniger als einer Seemeile im Stockholmer Hafen sank. Mit den Jahren geriet das Schiff in Vergessenheit. 1956 wurde die 'Vasa' nach intensiver Suche des Marinearchäologen Anders Franzén wiedergefunden. Taucher konnten aus dem Schlick zahllose Statuen und Verzierungen bergen. Ihnen gelang es auch, Stahlseile unter dem Rumpf der 'Vasa' entlang zu führen, mit denen das Wrack als Ganzes gehoben werden sollte. Am 20. August 1959 hatte die 'Vasa' nach 331 Jahren zum ersten Mal wieder Wasser unter dem Kiel. Heute steht das restaurierte Schiff in einem eigenen Museum in Stockholm und ermöglicht einen detaillierten und einzigartigen Blick in die Seefahrt des frühen 17. Jahrhunderts. |
| 2941161 | ZeitZeichen 21. August 1909: Ignatz Nascher prägt den Begriff "Geriatrie" |
| Medienart: | Audio/mp3/podcast |
| Länge: | 14:38 min |
| Produktionsjahr: | 2009 |
| Eignung: | A(8-13) |
| Beschreibung: | Seit der Römerzeit denken Ärzte über eine besondere Heilkunde für alte Menschen nach, aber mehr als Empfehlungen für die richtige Lebensweise ist dabei nicht herausgekommen. Bis zu dem Moment, da der in Österreich geborene Arzt Ignatz Nascher in einem Aufsatz des New York Medical Journal von 1909 zum ersten Mal den Begriff "Geriatrie" benutzt. Nascher betrachtete alte Menschen nicht mehr in erster Linie als Patienten, sondern sah sie als eine Gruppe Menschen, deren spezielle Lebenssituation mit bestimmten alterstypischen Symptomen einhergeht. Inspiriert wurde Nascher durch einen Besuch im Wiener Altersheim Lainz, wo die Bewohner des Hauses erstaunlich alt wurden. Der Leiter der Anstalt erklärte, man verfahre mit den alten Menschen ähnlich wie ein Pädiater mit Kindern, stelle also die Pflege und Behandlung ganz auf die Bedürfnisse der Altersgruppe ein. Nascher entwickelte daraus die "Grundprinzipien der Geriatrie", die wegweisend für die Zukunft wurden. |
| 2941162 | ZeitZeichen 22. August 1849: Der erste erfolgreiche Luftangriff aus Heißluftballons auf Venedig |
| Medienart: | Audio/mp3/podcast |
| Länge: | 14:36 min |
| Produktionsjahr: | 2009 |
| Eignung: | A(8-13) |
| Beschreibung: | Revolutionsjahr 1849 - österreichische Truppen belagern das aufständische Venedig. Feldmarschall Radetzki schreibt ans Kriegsministerium, weil seine Truppen nicht so recht voran kommen. Die Kanonenkugeln erreichen einfach nicht die Lagunenstadt. Radetzki bittet das Ministerium um Erlaubnis, eine neue Taktik anwenden zu dürfen: Bomben aus der Luft. Der Artillerieoffizier Franz von Uchatius war auf die Idee gekommen, Bomben in unbemannten Ballons dem Wind mitzuschicken. Damit war sie entdeckt - die sogenannte dritte Dimension der Kriegsführung. Nicht mehr vom Boden aus oder von Schiffen konnte nun geschossen werden, sondern auch aus der Luft. Die Menschen in Venedig waren schockiert, nicht wegen etwaiger Schäden, die gab es kaum, sondern wegen dieser völlig neuen Offensive aus der Luft. 100 Jahre später ist diese Art der Kriegsführung so weiterentwickelt, dass Millionen Menschen sterben. |
| 2941163 | ZeitZeichen 23. August 1924: Der Geburtstag des Schriftstellers und Satirikers Ephraim Kishon |
| Medienart: | Audio/mp3/podcast |
| Länge: | 14:23 min |
| Produktionsjahr: | 2009 |
| Eignung: | A(8-13) |
| Beschreibung: | Kein Schriftsteller schreibt gern - meinte Ephraim Kishon, einer der beliebtesten und meistgelesenen Satiriker der Welt. Frage man eine Frau, ob das Gebären ein Vergnügen sei, dann sage sie: "Das Baby ja, aber die Geburt doch nicht!" Mit dem Schreiben sei es dasselbe. In seinen insgesamt rund 50 Büchern wie "Drehen Sie sich um, Frau Lot" oder "Der Blaumilch-Kanal" schilderte er mit viel Liebe und Ironie das Alltagsleben in Israel. Geboren wurde er am 23. August 1924 als Ferenc Hoffmann in Budapest. Dort lebte er bis 1944 unbeschwert mit seinen jüdischen Eltern - einer Hausfrau und einem Bankdirektor. Dann wurde seine Familie von den Nazis in Konzentrationslager verschleppt und ermordet. Ferenc tauchte unter und überlebte. Nach dem Krieg studierte er Kunst. Nebenbei schrieb er als Satiriker fürs Theater und für verschiedene Zeitungen. 1949 emigrierte er nach Israel und nahm den Namen Ephraim Kishon an. |
| 2941164 | ZeitZeichen 24. August 1949: Der Nordatlantikvertrag tritt in Kraft |
| Medienart: | Audio/mp3/podcast |
| Länge: | 14:14 min |
| Produktionsjahr: | 2009 |
| Eignung: | A(8-13) |
| Beschreibung: | Die Frage, was sich hinter dem Kürzel NATO verbirgt, gehört in Quizsendungen schon zu den anspruchsvolleren. NATO steht für "North Atlantic Treaty Organization", wörtlich also "Nordatlantische Vertragsorganisation". Was die NATO ist, weiß hingegen wohl jeder: Ein militärisches Bündnis europäischer und nordamerikanischer Staaten. Am 24. August 1949 trat der Nordatlantikvertrag in Kraft und sollte - unter anderem unter dem Eindruck der Berlin-Blockade - den "freien Westen" vor einem möglichen Angriff durch die Sowjetunion schützen. 60 Jahre später ist die UdSSR Geschichte, und die NATO sucht nach einem neuen Selbstverständnis. |
| 2941165 | ZeitZeichen 25. August 1984: Der Todestag des amerikanischen Schriftstellers Truman Capote |
| Medienart: | Audio/mp3/podcast |
| Länge: | 14:36 min |
| Produktionsjahr: | 2009 |
| Eignung: | A(8-13) |
| Beschreibung: | Er war ein gefeierter Schriftsteller und ein oft und gern mit der High Society feiernder Dandy: Truman Capote. Von ihm stammen Bücher wie "Frühstück bei Tiffany", das mit Audrey Hepburn verfilmt wurde, und "Kaltblütig", einer der ersten Tatsachenromane und ein Meilenstein der Literaturgeschichte. In zahlreichen Reportagen porträtierte er Personen der Zeitgeschichte: Marilyn Monroe, Marlon Brando, Greta Garbo. Nicht immer zu deren Vergnügen. Alle Literatur sei Klatsch, verteidigte sich der kleinwüchsige Schriftsteller mit dem großen Ego. Seine Fähigkeit, auf literarisch hohem Niveau zu tratschen, machte Capote berühmt, wurde ihm aber auch zum Verhängnis. Als er in seinem Roman "Erhörte Gebete" die intimsten Geheimnisse der New Yorker Gesellschaft ausplauderte, wandten sich fast alle Freunde von ihm ab. Truman Capote starb vor 25 Jahren, vereinsamt, krank und tablettensüchtig, am 25. August 1984. |
| 2941166 | ZeitZeichen 26. August 2004: Der Verkehrsunfall auf der Wiehltalbrücke |
| Medienart: | Audio/mp3/podcast |
| Länge: | 14:38 min |
| Produktionsjahr: | 2009 |
| Eignung: | A(8-13) |
| Beschreibung: | Vormittags gegen kurz vor 11 Uhr auf der A 4 bei Gummersbach: Ein BMW fährt zu schnell und kommt beim Überholen eines schweren Tanklastzugs bei Aquaplaning ins Schleudern und prallt auf den Lastzug. Der LKW durchbricht die Leitplanken der Wiehltalbrücke und stürzt 30 Meter in die Tiefe und explodiert. Der Fahrer ist sofort tot. Zum Glück kommt niemand von den Anwohnern unter der Brücke ums Leben. Durch den Unfall wird die Brücke jedoch so stark deformiert, dass sie zum Teil ersetzt werden muss. Die Reparatur dauert 14 Monate. Der teuerste Autounfall Deutschlands kostet den Staat 32 Millionen Euro. Der Unfallfahrer wird zu 22 Monaten Haft verurteilt. |
| 2941167 | ZeitZeichen 27. August 1824: Die Hinrichtung des Mörders Johann Christian Woyzeck |
| Medienart: | Audio/mp3/podcast |
| Länge: | 14:25 min |
| Produktionsjahr: | 2009 |
| Eignung: | A(8-13) |
| Beschreibung: | Die Biographie des Johann Christian Woyzeck liest sich wie die Geschichte eines von den Wirren der Zeit gezeichneten Mannes von heute: abgebrochene Handwerkerlehre, gescheiterte Soldatenlaufbahn, sozialer Abstieg bis hin zur Bettelei. Im Winter 1818 lernt Woyzeck Christiane Woost kennen, die Stieftochter seiner Vermieterin. Die Beziehung ist geprägt von heftigen Eifersuchtsszenen, Woyzeck wird wegen Misshandlung zu acht Tagen Arrest verurteilt, lebt anschließend ohne festen Wohnsitz. 1821 ersticht er seine Geliebte - offen bleibt, in welchem Zustand. Pathologen und Psychologen diskutieren den Fall, untersuchen Woyzecks Schuldfähigkeit. Ein mehrjähriger Prozess folgt, an dessen Ende die Hinrichtung steht. Im Jahr 1836 beginnt Georg Büchner den Fall literarisch aufzurollen, doch sein früher Tod führt dazu, dass "Woyzeck" ein Fragment bleibt. |
| 2941168 | ZeitZeichen 28. August 1984: Der Todestag des ägyptischen Politikers Ali Mohammed Nagib |
| Medienart: | Audio/mp3/podcast |
| Länge: | 13:43 min |
| Produktionsjahr: | 2009 |
| Eignung: | A(8-13) |
| Beschreibung: | General Nagib und Gamal Abd el Nasser stürzten, organisiert in der "Bewegung der Freien Offiziere", 1952 den verhassten König Faruk. Nagib wurde Ministerpräsident und im Juni 1953 Staatspräsident der neuen Republik Ägypten, Nasser Innenminister und später Oberbefehlshaber der Streitkräfte. Bald stritten sich die Weggefährten des Putsches über den künftigen Kurs des Landes. Nagib wollte die Armee in die Kasernen zurückschicken und den Weg für eine parlamentarische Demokratie freimachen. Nasser jedoch beharrte auf der Militärherrschaft und unterdrückte kompromisslos jede Opposition zu seinem politischen Kurs. Im Oktober 1954 wurde Nagib von Nasser abgesetzt und unter Hausarrest gestellt unter dem Vorwand, er habe von einem Attentat der Muslimbrüder auf Nasser gewusst. |
| 2941169 | ZeitZeichen 29. August 1904: Der Geburtstag des Mediziners Walter Forßmann |
| Medienart: | Audio/mp3/podcast |
| Länge: | 13:37 min |
| Produktionsjahr: | 2009 |
| Eignung: | A(9-13) |
| Beschreibung: | Was heute als Routineeingriff gilt, begann als waghalsiger Selbstversuch. Im Frühjahr des Jahres 1929 führte der junge Assistenzarzt Werner Forßmann über seine Armvene einen Gummischlauch in die rechte Herzkammer und dokumentierte dies mit Hilfe einer Röntgenaufnahme. Dieser erste Herzkatheder blieb aber in der Fachwelt ohne große Würdigung. Der renommierte Chirurg Ferdinand Sauerbruch sprach sogar von einer "Zirkusnummer". Erst nach dem Zweiten Weltkrieg erinnerte sich die Wissenschaft an die Verdienste Forßmanns und verlieh ihm 1956 den Nobelpreis für Medizin. Denn die Herzkatheterisierung hatte eine differenzierte Diagnostik der Kreislauferkrankungen in der modernen Medizin eingeleitet. |
| 2941170 | ZeitZeichen 30. August 1999: Osttimor stimmt über die Unabhängigkeit ab |
| Medienart: | Audio/mp3/podcast |
| Länge: | 14:22 min |
| Produktionsjahr: | 2009 |
| Eignung: | A(8-13) |
| Beschreibung: | Der Che Guevara von Osttimor heißt Xanana Gusmao und wird als Held der Unabhängigkeit bis heute verehrt. Als Osttimor im Mai 2002 endgültig die Unabhängigkeit erlangte, machten die Osttimoresen den ehemaligen Guerillaführer zum ersten Präsidenten des 192. Staates der Erde. Es war das Ende eines blutigen Kampfes, bei dem mehr als 180.000 Menschen ihr Leben verloren. Rund 450 Jahre lang war Osttimor portugiesische Kolonie, während der Westteil der Insel fast ebenso lange unter niederländischer Verwaltung stand. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Westen indonesisch, der Osten blieb portugiesisch. Als nach der Nelkenrevolution Portugal 1975 seine Kolonien in die Unabhängigkeit entließ, dauerte es genau neun Tage, bis die Indonesier Osttimor besetzten. Die Guerilleros um Xanana Gusmao nahmen ihren Kampf gegen die indonesischen Besatzer auf. Anfang 1999 verkündete der damalige indonesische Präsident Habibie, dass er die Osttimoresen selbst über die Unabhängigkeit abstimmen lassen wolle. Am 30. August 1999 sprachen sich fast 80 Prozent der Osttimoresen dafür aus, der Rest wollte als autonome Region innerhalb Indonesiens bleiben. Der Bürgerkrieg begann von Neuem, und Osttimor wurde für drei Jahre unter UN-Verwaltung gestellt. |
| 2941171 | ZeitZeichen 31. August 1864: Der Todestag des Politikers Ferdinand Lassalle |
| Medienart: | Audio/mp3/podcast |
| Länge: | 14:21 min |
| Produktionsjahr: | 2009 |
| Eignung: | A(8-13) |
| Beschreibung: | Der 1825 geborene Sohn eines jüdischen Breslauer Kaufmanns widmet sich der Schlacht für eine demokratische, soziale deutsche Republik. Er wetteifert mit Karl Marx um die richtige Ideologie, wie diese Revolution gelingen kann, lässt die bürgerlichen Liberalen als Mitstreiter fallen, weil Bismarck die "wie Teig in seiner Hand kneten" kann. Als Motor einer Revolution entdeckt Lassalle schließlich die Arbeiterschaft - und erweckt sie als parteipolitische Kraft: der von ihm 1863 gegründete Allgemeine Deutsche Arbeiterverein (ADAV) gilt als Geburtsstunde der deutschen Sozialdemokratie. Nur ein Jahr später, mit 39 Jahren, wird Lassalle Opfer seiner zuweilen törichten Leidenschaft: nach Zurückweisung durch eine Angebetete fordert er Genugtuung im Duell und stirbt an einer Schussverletzung. |
| 2941172 | ZeitZeichen 1. September 1939: Der deutsche Angriff auf Polen (Beginn des 2. Weltkriegs) |
| Medienart: | Audio/mp3/podcast |
| Länge: | 14:29 min |
| Produktionsjahr: | 2009 |
| Eignung: | A(8-13) |
| Beschreibung: | Hitler war das Vabanque-Spielen bereits gewohnt. Zunächst hatte er das entmilitarisierte Rheinland besetzt, dann Österreich angeschlossen und schließlich das Sudetenland vereinnahmt. Immer hatten die Westmächte nachgegeben. Doch als er 1939 auch noch die restliche Tschechei besetzte, konnte niemand mehr glauben, dass es ihm allein um die Aufnahme vermeintlich deutscher Gebiete ins Reich ging. Briten und Franzosen gaben ihre Appeasement-Politik auf und beschlossen, beim nächsten Mal nicht mehr nachzugeben. Als Hitler am 1. September 1939 - durch ein Geheimabkommen mit dem Sowjetführer Stalin abgesichert - Polen angriff, erklärten Großbritannien und Frankreich Deutschland den Krieg. |
| 2941173 | ZeitZeichen 2. September 1949: Die Uraufführung des Films "Der dritte Mann" |
| Medienart: | Audio/mp3/podcast |
| Länge: | 14:27 min |
| Produktionsjahr: | 2009 |
| Eignung: | A(8-13) |
| Beschreibung: | Er hat es nur fürs Geld gemacht. Orson Welles konnte seine berühmte Rolle im "Dritten Mann" nicht ausstehen: "Ich hasse Harry Lime. Er besitzt keine Leidenschaft, er ist kalt." Dennoch beherrscht Welles den ganzen Film: Er verkörpert den skrupellosen Penicillinschieber Lime mit einer Intensität, die man nicht vergisst, auch wenn er nur 10 Minuten auf der Leinwand zu sehen ist. Welles konnte es sich leisten, für seinen Kurzauftritt die damals astronomische Summe von 100.000 Dollar zu verlangen - eine der höchsten Gagen der Filmgeschichte. Der düstere Thriller aus dem Wien der Nachkriegszeit wurde zu einem Meisterwerk: Neben Welles Präsenz trugen das raffinierte Drehbuch von Graham Greene, die atmosphärische Inszenierung Reeds, die extrem harten Hell-Dunkel-Kontraste und die Zither-Musik von Anton Karas dazu bei, dass "Der dritte Mann" 1999 vom "British Film Institut" zum besten englischen Film aller Zeiten gewählt wurde. |
| 2941174 | ZeitZeichen 3. September 1609: Henry Hudson befährt den Hudson River |
| Medienart: | Audio/mp3/podcast |
| Länge: | 14:32 min |
| Produktionsjahr: | 2009 |
| Eignung: | A(8-13) |
| Beschreibung: | Henry Hudson hielt nicht viel davon, Befehle zu befolgen, er war ein Dickkopf. Eigentlich sollte der englische Entdecker einen Seeweg von Europa nach Asien finden - quer durch die Arktis. Doch Hudson änderte kurzerhand den Kurs und fuhr von Europa aus nach Westen, der neuen Welt entgegen. Er war überzeugt, eine Asien-Route mitten durch Nordamerika zu finden. Bucht für Bucht suchte er die Ostküste des noch unbekannten Kontinents ab. Und tatsächlich schien er einem Durchbruch schließlich sehr nah, als er tagelang eine Bucht erkundet und dem Wasser ins Inland folgt. Es ist der Fluss, der später einmal seinen Namen tragen wird: Hudson River. Und der Entdecker kommt auch an der Stelle vorbei, wo einmal eine der größten Städte der Welt entstehen wird: New York |
| 2941175 | ZeitZeichen 4. September 1989: Der Todestag des belgischen Schriftstellers Georges Simenon |
| Medienart: | Audio/mp3/podcast |
| Länge: | 14:31 min |
| Produktionsjahr: | 2009 |
| Eignung: | A(8-13) |
| Beschreibung: | "Wenn ich zwei Monate nicht schreibe", gestand der Erfinder des Kommissars Maigret 1964, "werde ich fast krank." Zu Georges Simenons Schreibsucht kam die Sucht seiner Leser: Über eine halbe Milliarde Exemplare sind bis heute von seinen über 200 Romanen weltweit verkauft worden. Und doch litt der von Film und Fernsehen nicht weniger begehrte Turboschreiber. Denn die Literaturkritik nahm Kriminalromane nicht ernst. Dabei pflegte der vielgereiste Frauenheld einen knappen, zupackenden Stil und bestach durch seine psychologische Einfühlung in die Abgründe der menschlichen Seele. Die Menschen wollte Georges Simenon seinen Lesern "nackt" präsentieren. |
| 2941176 | ZeitZeichen 5. September 1929: Aristide Briands Rede vor dem Völkerbund für ein geeintes Europa |
| Medienart: | Audio/mp3/podcast |
| Länge: | 14:41 min |
| Produktionsjahr: | 2009 |
| Eignung: | A(8-13) |
| Beschreibung: | Am 5. September 1929 schaffte es die Idee eines geeinten Europas zum ersten Mal auf die Bühne der Weltpolitik: "Ich denke, dass unter den Völkern, deren Länder geographisch zusammen gehören wie die der europäischen Völker, eine Art von föderativem Band bestehen sollte", sagte der französische Ministerpräsident und langjährige Außenminister Aristide Briand vor der Völkerbundversammlung in Genf. Drei Jahre zuvor war er Ehrenpräsident der "Paneuropa-Union" geworden. Deren Ziel war die Gründung eines europäischen Staatenbundes - mit einem Bundesgericht, einem Militärbündnis, einer Zollunion und einer gemeinsamen europäischen Währung. Allerdings war die Zeit für die Europäische Einigung noch nicht gekommen. Kurz nach dem Zweiten Weltkrieg knüpften die europäischen Politiker jedoch an den Europa-Plan Briands an: Die vom französischen Außenminister Robert Schuman entwickelte Montanunion steht in dessen Tradition - und war nur der Anfang. |
| 2941177 | ZeitZeichen 6. September 1729: Der Geburtstag des Philosophen Moses Mendelssohn |
| Medienart: | Audio/mp3/podcast |
| Länge: | 14:22 min |
| Produktionsjahr: | 2009 |
| Eignung: | A(8-13) |
| Beschreibung: | Welche Religion ist die wahre Religion? Diese Frage erinnert an Probleme, mit denen Pfandleiher jeden Tag zu tun haben: Welcher Ring ist echt und welcher ist eine Fälschung? Wenn die Wahrheit nicht heraus zu bekommen sei, so sagte einmal ein alter Mann, dann möge doch jeder seine Religion für die "echte" halten - und danach handeln. Der alte Mann hat Theatergeschichte geschrieben. Mit dieser Figur hat Lessing seinem Freund Moses Mendelssohn ein Denkmal gesetzt: "Nathan der Weise". Das hochbegabte Kind armer Leute, das sich als Jugendlicher zu Fuß auf den Weg von Dessau nach Berlin gemacht hat, es wird als Erwachsener zu einem Kämpfer für die Toleranz, die Gleichberechtigung der Religionen und die Emanzipation der Juden. Dabei ist der Jude Moses Mendelssohn in der christlichen Gesellschaft nur geduldet. Als er in die Königliche Akademie aufgenommen werden soll, interveniert Friedrich der Große. Wenn es um die Bestimmung des Menschen ging, dann hatte Moses Mendelssohn eine feste Meinung: "Nach Wahrheit forschen, Schönheit lieben, Gutes wollen, das Beste tun." |
| 2941178 | ZeitZeichen 7. September 1909: Der Geburtstag des amerikanischen Schriftstellers und Regisseurs Elia Kazan |
| Medienart: | Audio/mp3/podcast |
| Länge: | 14:21 min |
| Produktionsjahr: | 2009 |
| Eignung: | A(8-13) |
| Beschreibung: | Als Sohn griechischer Eltern wurde Elia Kazan in Istanbul geboren. Als er vier Jahre alt war, emigrierte seine Familie nach Amerika. Er arbeitete als Schauspieler und Regisseur bei radikalen, politisch links stehenden Theatergruppen. Von 1934 - 36 war er Mitglied der amerikanischen Kommunistischen Partei. Seine bekannteste Broadwayproduktion, "Endstation Sehnsucht", verfilmte er 1951 mit Marlon Brando. "Die Faust im Nacken" und "Jenseits von Eden" sind weitere Filmklassiker von Elia Kazan. Im April 1952 sagte der Regisseur vor dem Senatsausschuss für unamerikanische Umtriebe aus. Er nannte dabei Namen von Künstlern, die Kommunisten waren. Kazan durfte weiterarbeiten. Die Namen der genannten Kollegen und Freunde kamen auf eine Schwarze Liste. 1997 sollte Elia Kazan den "Life Achievement Award" erhalten. Der Vorschlag wurde wegen "moralischer Bedenken" verworfen. |
| 2941179 | ZeitZeichen 8. September 1999: Der Todestag des Musikers Louis Hardin, genannt "Moondog" |
| Medienart: | Audio/mp3/podcast |
| Länge: | 14:35 min |
| Produktionsjahr: | 2009 |
| Eignung: | A(8-13) |
| Beschreibung: | Er war Straßenmusiker, Komponist und Dirigent des Philharmonischen Kammerorchesters Brooklyn; er lebte als Penner in Obdachlosenasylen und wurde hochgeschätzt von Musikern wie Leonard Bernstein, Charlie Parker oder Paul Simon. Er war mit Wikingerkluft und Indianertrommel eine Institution im Straßenbild Manhattans, verbrachte aber auch viele Jahre in Oer-Erkenschwick: Die Lebensgeschichte von Louis Hardin - blind seit seinem 16. Lebensjahr - hört sich an wie die Erfindung der blühenden Phantasie eines Schriftstellers oder Drehbuchautors in Hollywood. Doch "Moondog", der sich nach seinem langjährigen Blindenhund nannte, gab es wirklich - und er war ein Musiker, der in seiner Person alle wichtigen Musikstile des 20. Jahrhunderts auf faszinierende Weise vereinigte. |
| 2941180 | ZeitZeichen 9. September 1984: Der Todestag des Filmregisseurs Yilmaz Güney |
| Medienart: | Audio/mp3/podcast |
| Länge: | 14:32 min |
| Produktionsjahr: | 2009 |
| Eignung: | A(8-13) |
| Beschreibung: | Seine Gegner verüben Sprengstoffanschläge auf Kinos, die seine Filme zeigen. Der zazaisch-kurdische Regisseur Yilmaz Güney ist ein Gejagter, ein Kämpfer, einer, der niemals aufgibt. Seine Jäger sind die türkischen Militärs. Sie verbieten seine Filme und Bücher und stecken ihn ins Gefängnis. Insgesamt zwölf Jahre seines Lebens verbringt Güney in Gefangenschaft, unter anderem wegen Mordes, doch die Umstände dieser Tat sind bis heute ungeklärt. Im Gefängnis arbeitet Güney weiter. Das Drehbuch für seinen bekanntesten und preisgekrönten Film "Yol - Der Weg" entsteht auch hinter Gittern. "Yol" erzählt die Geschichte von fünf Männern, die während ihres Hafturlaubs ihre Familien auf dem Land besuchen und an den gesellschaftlichen Zwängen scheitern. "Meine Aufgabe ist es, die Krankheit meines Volkes offen zu legen", sagt Güney. 1981 gelingt ihm die Flucht aus dem Gefängnis. Er geht ins Exil, wechselt alle zwei Monate seinen Wohnort, um seinen Jägern zu entkommen. Am 9. September 1984 stirbt Yilmaz Güney mit 47 Jahren in Paris. |
| 2941181 | ZeitZeichen 10. September 1684: Todestag des Komponisten Johann Rosenmüller |
| Medienart: | Audio/mp3/podcast |
| Länge: | 13:14 min |
| Produktionsjahr: | 2009 |
| Eignung: | A(8-13) |
| Beschreibung: | In der Barockzeit zog es viele deutsche Komponisten nach Italien, weil sie an der Wiege der Oper und Instrumentalmusik viel lernen konnten. Der Sachse Johann Rosenmüller hatte einen weniger ehrenhaften Grund, sich nach Süden zu wenden: 1655 entzog er sich einer Strafverfolgung wegen Päderastie und gelangte nach Venedig, wo er als Komponist, Posaunist und Chorleiter wirkte. Die Flucht des 37-Jährigen beendete eine steile Karriere, die Rosenmüller zweifellos mit dem Amt des Leipziger Thomaskantors gekrönt hätte. So aber wandte sich der genialische Komponist von Sakralmusik und virtuosen Instrumentalwerken der Komposition von Psalmen zu, die im katholischen Venedig verlangt wurden. Erst 1682 kehrte Rosenmüller im Gefolge des Herzogs von Braunschweig-Wolfenbüttel nach Deutschland zurück, starb aber schon zwei Jahre später, ein reiches Werk hinterlassend. |
| 2941182 | ZeitZeichen 11. September 1954: Eröffnung des Bundessozialgerichts in Kassel |
| Medienart: | Audio/mp3/podcast |
| Länge: | 14:26 min |
| Produktionsjahr: | 2009 |
| Eignung: | A(8-13) |
| Beschreibung: | Ein tödlicher Badeunfall. Ist es ein Arbeitsunfall, weil das Unglück während eines Betriebsausflugs passierte? Das Bundessozialgericht sagt ja und trifft damit eine seiner ersten Urteile. Die Witwe bekam daraufhin eine Rente. Hinter fast jedem Urteil steckt ein persönliches Schicksal. Die obersten Richter aus Kassel treffen Einzelfall-Entscheidungen, die Standards setzen und unsere sozialstaatlichen Prinzipien hochhalten sollen. Zu Beginn musste das Gericht vor allem über Tausende Klagen von ehemaligen Soldaten, Kriegsgefangenen und ihren Witwen entscheiden. Heute sind es Fragen des Arbeitsrechts, der Pflegeversicherung und vor allem die Hartz IV Gesetzgebung, die das Gericht beschäftigen. So musste es kürzlich klären, ob die Arbeitsagenturen die Kontoauszüge ihrer Klientel einsehen dürfen. Bestimmte persönliche Angaben, entschied das Gericht, dürfen nunmehr geschwärzt werden. |
| 2941183 | ZeitZeichen 12. September 1829: Der Geburtstag des Malers Anselm Feuerbach |
| Medienart: | Audio/mp3/podcast |
| Länge: | 13:38 min |
| Produktionsjahr: | 2009 |
| Eignung: | A(8-13) |
| Beschreibung: | "Ich heiße Feuerbach und habe Feuer in den Adern. Mein größter Fehler ist die sprudelnde Fülle von Geist, die in sich gärt und wütet, dass es mir manchmal den Kopf zersprengt". Das sagte der Maler Anselm Feuerbach über sich selbst. Ausgestattet mit einem großen Selbstbewusstsein litt der Sohn eines Archäologen darunter, lange Zeit öffentlich nicht anerkannt zu sein. Seine Bilder galten als überholt, eiferte er doch spät klassischen Idealen und Motiven nach. Seine Leidenschaft war Italien, zu seinen Vorbildern gehörten Raffael und Tizian. Der Maler aus Speyer wurde zum Einzelgänger mit Liebe zu Melancholie und Pathos. Daraus entstanden erhaben schöne Meisterwerke, die bis heute berühren: Die sehnsuchtsvolle "Iphigenie" auf ihrer Insel. Oder die sinnliche "Nanna", benannt nach seiner römischen Geliebten. |
| 2941184 | ZeitZeichen 13. September 1584: Die Schloss- und Klosteranlage San Lorenzo de El Escorial bei Madrid wird vollendet |
| Medienart: | Audio/mp3/podcast |
| Länge: | 13:11 min |
| Produktionsjahr: | 2009 |
| Eignung: | A(8-13) |
| Beschreibung: | Strenge Geometrie statt verspielter Ornamente. Funktionell statt prunkvoll. Die königliche Schloss- und Klosteranlage San Lorenzo de El Escorial am Fuße der Sierra de Guadarrama zählt heute zum Weltkulturerbe und ist der größte Renaissance-Bau der Welt. Philipp II. hat damit dem Goldenen Zeitalter Spaniens rund 50 Kilometer nördlich von Madrid ein architektonisches Denkmal gesetzt. Oft wird El Escorial als abweisend, düster und nüchtern beschrieben. Und viele spanische Könige sollen nur ungern in dem riesigen Granitbau residiert haben. Angeblich hat Philipp II. die Anlage zu Ehren des Heiligen Laurentius errichten lassen. An dessen Namenstag, dem 10. August, hatte Philipp II. die Schlacht von St. Quentin 1557 gegen die Franzosen gewonnen. El Escorial sollte aber nicht nur Residenz, sondern auch letzte Ruhestätte der spanischen Könige sein. Von Karl V. bis Alfons XIII. - im Pantheon der Könige sind heute fast alle Monarchen und ihre Frauen bestattet. Einundzwanzig Jahre und fünf Monate dauerte es, bis El Escorial endlich fertig war. Den letzten Stein setzten die Baumeister am 13. September 1584. |
| 2941185 | ZeitZeichen 14. September 1934: Der Geburtstag der amerikanischen Frauenrechtlerin Kate Millett |
| Medienart: | Audio/mp3/podcast |
| Länge: | 14:04 min |
| Produktionsjahr: | 2009 |
| Eignung: | A(8-13) |
| Beschreibung: | Ihre Dissertation war ein Bestseller und gleichzeitig die Initialzündung, die der US-Feminismus brauchte, um sich zu radikalisieren: "Sexus und Herrschaft" machte Kate Millett 1970 über Nacht weltberühmt. Bald gehörte sie zu den Vorreiterinnen der amerikanischen Frauenrechtsbewegung und wenn jemals eine Feministin die Forderung, das Persönliche politisch zu machen, perfekt umgesetzt hat, dann war sie es. Kate Millett schrieb über ihre eigene lesbische Beziehung, über den mühevollen Kampf der Emanzipation, über Prostitution, über Folter und darüber, wie ihre eigene Familie sie per Zwangseinweisung in eine geschlossene Anstalt steckte. Viele von Kate Milletts Forderungen kamen für die amerikanische Gesellschaft zu früh, von ihrer Aktualität haben sie nichts verloren. |
| 2941186 | ZeitZeichen 15. September 1929: Der Geburtstag des Fuldaer Bischofs Johannes Dyba |
| Medienart: | Audio/mp3/podcast |
| Länge: | 14:38 min |
| Produktionsjahr: | 2009 |
| Eignung: | A(8-13) |
| Beschreibung: | Ursprünglich, so zumindest will es die Saga, wollte er Boxer werden. Doch dann entschied er sich für das Priesteramt, galt bald als der "Poltergeist des Herrn", das "enfant terrible" der Deutschen Bischofskonferenz. Ein scharfzüngiger Polemiker, der es oft zu genießen schien, als Außenseiter den konservativen "Streiter für den wahren Glauben" zu geben - auch gegen seine Amtsbrüder: "Seitdem du hier bist," soll einer seiner Bischofskollegen gestöhnt haben, "gibt es Streit." Und dem ging er nie aus dem Weg, was mancher auf seine Kindheit zurückführte. Denn Johannes Dyba wurde 1929 in einer engagiert katholischen Familie geboren: in Berlin. Und die "Berliner Schnauze", bewundert, gefürchtet, stets aber von hohem Unterhaltungswert, wurde sein Markenzeichen. Dabei hatte er als langjähriger Diplomat im Dienste des Vatikanstaates einen tiefen Einblick in die Probleme der Welt erhalten, die er mit einem Zurück zu Sitte und Anstand bekämpfen wollte. |
| 2941187 | ZeitZeichen 16. September 1939: Der Todestag des SPD-Politikers Otto Wels |
| Medienart: | Audio/mp3/podcast |
| Länge: | 14:09 min |
| Produktionsjahr: | 2009 |
| Eignung: | A(8-13) |
| Beschreibung: | Geboren 1873 in Berlin, gelernter Tapezierer, Besuch der SPD-Parteischule, ab 1906 politischer Funktionär. Otto Wels machte Karriere. Im Jahr 1919 wurde er Vorsitzender der SPD, organisierte den Generalstreik gegen den Kapp-Putsch, aber im historischen Gedächtnis blieb vor allem seine Rede zur Ablehnung des Ermächtigungsgesetzes im März 1933: "Freiheit und Leben kann man uns nehmen, die Ehre nicht." Die SPD unter Otto Wels blieb die einzige Partei, die gegen das Gesetz stimmte. Das Ende der Demokratie war besiegelt, die SPD wurde im Juni 1933 verboten und Wels ausgebürgert. Er arbeitete nun in der Exilorganisation der SPD, erst von Prag dann von Paris aus. Dort starb er im September 1939. |
| 2941188 | ZeitZeichen 16. September 1939: Der Todestag des SPD-Politikers Otto Wels |
| Medienart: | Audio/mp3/podcast |
| Länge: | 14:09 min |
| Produktionsjahr: | 2009 |
| Eignung: | A(8-13) |
| Beschreibung: | Geboren 1873 in Berlin, gelernter Tapezierer, Besuch der SPD-Parteischule, ab 1906 politischer Funktionär. Otto Wels machte Karriere. Im Jahr 1919 wurde er Vorsitzender der SPD, organisierte den Generalstreik gegen den Kapp-Putsch, aber im historischen Gedächtnis blieb vor allem seine Rede zur Ablehnung des Ermächtigungsgesetzes im März 1933: "Freiheit und Leben kann man uns nehmen, die Ehre nicht." Die SPD unter Otto Wels blieb die einzige Partei, die gegen das Gesetz stimmte. Das Ende der Demokratie war besiegelt, die SPD wurde im Juni 1933 verboten und Wels ausgebürgert. Er arbeitete nun in der Exilorganisation der SPD, erst von Prag dann von Paris aus. Dort starb er im September 1939. |
| 4602445 | Solarenergie |
| Medienart: | DVD (Digital-Video-Disk) |
| Länge: | 27 min f |
| Produktionsjahr: | 2007 |
| Eignung: | A(8-13); BB |
| Beschreibung: | Kostenlos, klimafreundlich und unerschöpflich: Die Sonne liefert uns in einer halben Stunde soviel Energie auf die Erdoberfläche, wie die Menschheit im Jahr weltweit verbraucht. Trotzdem basiert unsere Energieversorgung immer noch weitgehend auf endlichen und klimaschädlichen Energieerzeugungsformen. Doch welche gängigen Möglichkeiten zur Nutzung der Sonnenkraft gibt es derzeit? Und was sind die physikalischen Grundlagen für solarthermische Anlagen und Photovoltaik? Die Titel der Kurzfilme im einzelnen: 1. Solarvalley Deutschland (6:22 min) 2. Photovoltaik (5:36 min) 3. Funktionsprinzip einer Photovoltaikanlage - Animation (0:47 min) 4. Blick in die Zukunft: Strom aus Kunststoff - neuartige Solarzellen (5:49 min) 6. Funktionsprinzip einer solarthermischen Anlage - Animation (1:12 min) 7. Parabolrinnenkraftwerke (4:40 min) 8. Aufwindkraftwerke - Animation (1:33 min) |
| 4602546 | CO2-Reduktion und Energieeffizienz in Kraftfahrzeugen |
| Medienart: | DVD (Digital-Video-Disk) |
| Länge: | 47 min f |
| Produktionsjahr: | 2008 |
| Eignung: | A(8-13); BB |
| Beschreibung: | Im Automobilbau geht derzeit ein rasanter Technikwandel vonstatten. Steigende Rohstoffpreise, bedingt auch durch Ressourcenknappheit, und verschärfte Abgasbestimmungen zwingen die Hersteller zu technischen Innovationen. Die folgenden Kurzfilme geben einen Einblick in ausgewählte Innovationstechnologien des Automobilbaus: 1. Brennstoffzelle - Geschichte der Brennstoffzelle (5:51 min) - Deutsche Fahrzeugentwicklung mit Brennstoffzellenantrieb (3:19 min) - Funktionsweise von Brennstoffzellen (1:02 min) - Brennstoffzellenantrieb (6:07 min) 2. Wasserstoff - Der Energieträger der Zukunft (1:48 min) - Betankung (2:02 min) - Wasserstoff-Verbrennung (1:52 min) 3. Hybrid - Teilhybrid (1:12 min) - Vollhybrid - Funktionsweise (3:02 min) - Vollhybrid - Antriebsmanagement (3:55 min) - Two-Mode Hybrid (3:22 min) 4. Optimierung Motor - Motorblock (2:54 min) - Direkteinspritzung (2:11 min) - TSI-Motorentechnik (2:10 min) - Diesottomotor (0:52 min) - Katalysatoren (0:53 min) 5. Optimierung zusätzlicher Komponenten - Gewichtseinsparung Karosserie (1:28 min) - Aerodynamik (1:00 min) - Intelligente Generatorenregelung (1:18 min) |
| 4602555 | Zeitenwende 1989/90 |
| Medienart: | DVD (Digital-Video-Disk) |
| Länge: | 78 min f |
| Produktionsjahr: | 2008 |
| Eignung: | A(8-13); SO |
| Beschreibung: | 1989 wachsen Unmut und Resignation gegenüber dem politischen System in der DDR. Im Sommer erfolgt die Massenflucht über Ungarn und die CSSR. Am 9. Oktober - zwei Tage nach der 40-Jahrfeier der DDR wird in Leipzig friedlich demonstriert. Gut einen Monat später - am 4. November - kommt es zur Massendemonstration in Ost-Berlin. Am 9. November fällt die Mauer. Die DVD erläutert die Ursachen, Besonderheiten und den Verlauf der friedlichen Revolution in der DDR. Sie beschreibt den Weg zur Deutschen Einheit und fordert abschließend dazu auf, sich mit der Frage "Und heute?" auseinanderzusetzen. Extras: Kapitelanwahl mit Extras (Grafiken, Filmsequenzen aus weiteren Produktionen, Plakate), Arbeitsblätter, Begleitheft, Links, Medienkommentare, Programmstruktur, Projekt-Tipps, Verwendung im Unterricht |
| 4602562 | Wüsten im Vormarsch - Spanien trocknet aus |
| Medienart: | DVD (Digital-Video-Disk) |
| Länge: | 20 min f |
| Produktionsjahr: | 2008 |
| Eignung: | A(7-13) |
| Beschreibung: | Europas Süden trocknet fast unbemerkt aus. Schuld daran ist nicht nur die Klimaerwärmung, sondern auch der ständig steigende Wasserverbrauch durch Landwirtschaft, Bauboom und Tourismus. Das Wasser für Spaniens Wirtschaft wird aus dem Herzen des Landes für die Küstengebiete abgezapft. Die Folge ist extreme Trockenheit im Landesinneren. Das wiederum hat zur Konsequenz, dass viele Landwirte und Obstbauern ihr Land verlassen und sich ebenfalls an der Küste ansiedeln. Aber ohne stete Bewirtschaftung zerfällt das Agrarland und erodiert. Zurück bleibt nackter Fels. Akut sind zwei Drittel Spaniens von der so genannten Desertifikation, der Verwüstung, bedroht. Der Film ist in folg. Sequenzen gegliedert, die einzeln abrufbar sind: 1. Folgen des Wassermangels: Spaniens Wüsten breiten sich aus (1:09 min) 2. Folgen des Wassermangels: Bauer in Murcia (4:54 min) 3. Folgen des Wassermangels: Obstplantagen (2:19 min) 4. Folgen des Wassermangels: Treibhäuser von Almeria (2:24 min) 5. Meerwasserentsalzung - Eine Lösung? (0:55 min) 6. Wasser für den Fremdenverkehr: Touristen-Hochburg Benidorm (2:20 min) 7. Wasser für den Fremdenverkehr: Neues Bauland (2:21 min) 8. Wasser für den Fremdenverkehr: Golfplätze in der Wüste (1:07 min) |
| 4602565 | Indien - Megacity Mumbai |
| Medienart: | DVD (Digital-Video-Disk) |
| Länge: | 23 min f |
| Produktionsjahr: | 2008 |
| Eignung: | A(8-13) |
| Beschreibung: | Mumbai - ehemals Bombay - ist die Wirtschaftsmetropole Indiens und zählt mit über 18 Millionen Einwohnern zu den größten Städten der Welt - und die Stadt wächst unaufhaltsam weiter. Sie ist Dienstleistungsmetropole (Bsp. Lunchkuriere), die aus einem riesigen Pool von billigen Arbeitskräften schöpfen kann; sie ist gleichzeitig eine internationale Drehscheibe für die Verarbeitung und den Handel von Diamanten, zudem Zentrum des Finanzmarktes sowie der Mode- und Kinowelt. Doch die Megastadt ist eine Stadt der Widersprüche - superreich und bettelarm zugleich. Etwa ein Drittel von Indiens Steuereinnahmen kommt aus Mumbai, gleichzeitig lebt die Hälfte der Einwohner in Slums und 10 Millionen Menschen haben keinen Wasseranschluss. Der Kontrast zwischen Arm und Reich könnte nicht größer sein. Der Film ist in folg. Sequenzen gegliedert, die einzeln abrufbar sind: 1. Mumbai: Stadt der Zuwanderer (0:52 min) 2. Mumbai: Religion (1:03 min) 3. Zentrum der Dienstleistung - Beispiel: Lunchkuriere (2:52 min) 4. Zentrum der Industrie und des Handels - Beispiel: Die Diamantenschleiferei (1:37 min) 5. Zentrum des Finanzmarktes - Beispiel: Einer der Reichsten an der Börse (2:09 min) 6. Zentrum der Mode- und Kinowelt - Beispiel: Traumfabrik Bollywood (2:43 min) 7. Zentrum der Mode- und Kinowelt - Beispiel: Die Millionärin aus der Modewelt (2:02 min) 8. Probleme und Schattenseiten: Leben im und vom Müll (2:48 min) 9. Probleme und Schattenseiten: Bagger gegen Slums (2:10 min) 10. Probleme und Schattenseiten: Dharawi - die "Stadt in der Stadt" (1:33 min) 11. Probleme und Schattenseiten: Eine Stadt der Widersprüche (1:02 min) |
| 4602566 | Brasilien - Megacity São Paulo |
| Medienart: | DVD (Digital-Video-Disk) |
| Länge: | 22 min f |
| Produktionsjahr: | 2008 |
| Eignung: | A(8-13) |
| Beschreibung: | Fast 20 Mill. Menschen leben in São Paulo, 6 Mill. von ihnen in illegalen Siedlungen, den Favelas. São Paulo gilt als das wirtschaftliche und kulturelle Zentrum Lateinamerikas. Die Stadt ist eine Dienstleistungsmetropole, die aus einem riesigen Pool von billigen Arbeitskräften schöpfen kann. Sie gilt als wichtige Industrie- und Handelsmetropole. Der Hubschrauber ist für die Oberschicht zum alltäglichen Verkehrsmittel geworden, während die Autos in kilometerlangen Staus stehen. Jedes Jahr kommt etwa eine Viertel Million Menschen nach São Paulo - vorrangig aus dem Nordosten Brasiliens - in der Hoffnung, sich hier ihren Traum von einem besseren Leben erfüllen zu können. Doch viele werden enttäuscht. Ihr Leben in den Armenvierteln ist trostlos, eine unvorstellbare Zahl von Kindern lebt auf sich allein gestellt auf der Straße. Die Kriminalität ist hoch. Das historische Zentrum der Stadt ist heute ein Ort der Drogenabhängigkeit, der Prostitution und der Obdachlosen. Extras: Kapitelanwahl mit Extras (Bilder, Karten, Tabellen), Arbeitsblätter in Lehrer- und Schülerfassung, Begleitheft, Links, Karten/Grafiken/Tabellen, Programmstruktur, Verwendung im Unterricht |
| 4602568 | Vom Erzgebirge zum Elbsandsteingebirge |
| Medienart: | DVD (Digital-Video-Disk) |
| Länge: | 35 min f |
| Produktionsjahr: | 2008 |
| Eignung: | A(5-13) |
| Beschreibung: | DAS ERZGEBIRGE - ALLES GEHT VOM BERGWERK AUS (20:59 min) Waldbedeckte Höhenzüge, karge Hochflächen, aber auch fruchtbare Becken und früh industrialisierte, dicht besiedelte Täler charakterisieren diesen Naturraum. Seine wirtschaftliche Erschließung stand über viele Jahre ganz im Zeichen des Erzabbaus. In dessen Krisenzeiten wuchsen Notgewerbe heran wie die Herstellung von Weihnachtsartikeln aus Holz etc. Nach dem Niedergang des Bergbaus im letzten Jahrhundert werden große Hoffnungen auf die touristische Entwicklung gesetzt, die sich auf den Wald, die wieder intakte Natur und auf die Potenziale durch den Bergbau gründen. Eine andere Hoffnung ist, dass sich hier Standorte von Hightech-Industrien entwickeln. Der Film ist in folgende Sequenzen gegliedert, die einzeln abrufbar sind: 1. Ein ganz altes Land (2:41 min) 2. Die erste Besiedlung (1:18 min) 3. Erzbergbau Rohstoff Holz (5:23 min) 4. Die Bedeutung des Wassers (1:35 min) 5. Das Kunsthandwerk - ein Nebenerwerb (2:06 min) 6. Von der Erzverarbeitung zur Industrie (2:46 min) 7. Tourismus (2:48 min) 8. Moderne Technologien (1:36 min) DAS ELBSANDSTEINGEBIRGE (14:17 min) Schroffe Felsen, tiefe Schluchten und dunkle Wälder bilden am Oberlauf der Elbe ganz im Osten Deutschlands diese Landschaft. Sie reicht bis nach Tschechien, wurde als Nationalpark unter besonderen Schutz gestellt und ist ein alter Siedlungsraum. Schon im 19. Jhr. setzt der Fremdenverkehr ein; er gründet sich nach wie vor auf dem landschaftlichen Potenzial. Der Film ist in folgende Sequenzen gegliedert, die einzeln abrufbar sind: 1. Zur Entstehung des Gebirges (1:03 min) 2. Der Elbsandstein - ein begehrter Baustein (1:38 min) 3. Forstwirtschaft (2:19 min) 4. Ein alter Siedlungsraum (0:42 min) 5. Landschaftsmaler in der Sächsischen Schweiz (0:51 min) 6. Tourismus (2:48 min) 7. Nationalpark (3:48 min) |
| 4602590 | Windenergie |
| Medienart: | DVD (Digital-Video-Disk) |
| Länge: | 13 min f |
| Produktionsjahr: | 2008 |
| Eignung: | A(8-10) |
| Beschreibung: | Windkraft wird seit jeher als Energiequelle vom Menschen genutzt. Heute ermöglichen moderne Windkraftanlagen eine neue Dimension der Energieversorgung. Der Film erläutert die Voraussetzungen für günstige Standorte, geht auf die Rolle zukunftsweisender Offshore-Windkraftsanlagen ein sowie auf die wachsende Bedeutung der Windenergie, die in Zeiten steigenden Energiebedarfs und schwindender fossiler Energierohstoffvorräte immer mehr an Bedeutung gewinnen wird. Der Film ist in folg. Sequenzen gegliedert, die einzeln abrufbar sind: 1. Windentstehung (2:40 min) 2. Geschichte (2:22 min) 3. Windkraftanlagen - Funktion (2:55 min) 4. Windkraftanlagen - Standorte (0:57 min) 5. Effizienz (1:03 min) 6. Ausblick (0:47 min) 7. Wozu erneuerbare Energien? (1:14 min) |
| 4602591 | Geothermie |
| Medienart: | DVD (Digital-Video-Disk) |
| Länge: | 17 min f |
| Produktionsjahr: | 2008 |
| Eignung: | A(8-10) |
| Beschreibung: | Vulkane, heiße Quellen und Geysire zeugen von den extrem hohen Temperaturen im Erdinneren. Geothermie, eine weltweite Ressource, die keinen jahreszeitlichen oder klimatischen Änderungen ausgesetzt ist, bildet eine zuverlässige und umweltschonende Möglichkeit der Wärme- und Stromerzeugung. Der Film gibt einen Rückblick auf die Geschichte der Nutzung der Geothermie von der Antike bis zum ersten Kraftwerk, das 1913 aus Erdwärme Strom erzeugte. Dann werden die verschiedenen Nutzungsmöglichkeiten der Geothermie vorgestellt: die oberflächennahe Geothermie (Funktion der Wärmepumpe) und die Tiefengeothermie (hydrothermale Energiegewinnung und Hot-Dry-Rock Verfahren). Der Film ist in folg. Sequenzen gegliedert, die einzeln abrufbar sind: 1. Was ist Geothermie? (2:10 min) 2. Verbreitung der Nutzung (1:16 min) 3. Geschichte der Nutzung (1:12 min) 4. Oberflächennahe Geothermie (2:07 min) 5. Funktion Wärmepumpe (1:49 min) 6. Tiefengeothermie (1:20 min) 7. Hydrothermale Energie (1:07 min) 8. Hot-Dry-Rock Verfahren (0:22 min) 9. Fernwärme (0:50 min) 10. Stromerzeugung (1:54 min) |
| 4602592 | Wasserkraft |
| Medienart: | DVD (Digital-Video-Disk) |
| Länge: | 22 min f |
| Produktionsjahr: | 2008 |
| Eignung: | A(8-10) |
| Beschreibung: | Wasserkraft wird schon seit jeher als Energiequelle vom Menschen genutzt. Neben konventionellen Wasserkraftwerken wie Laufwasserkraftwerke an Flüssen, Speicherkraftwerke und Pumpspeicherkraftwerke im Hoch- und Mittelgebirge, liefert auch das Wasser des Meeres Energie. Gezeitenkraftwerke und zukunftsweisende Meeresströmungs- und Wellenkraftwerke bieten Konzepte, deren Verwirklichung in Zeiten schwindender fossiler Energierohstoffvorräte große Bedeutung gewinnen wird. Der Film ist in folg. Sequenzen gegliedert, die einzeln abrufbar sind: 1. Der Wasserkreislauf (1:18 min) 2. Zur Geschichte (2:15 min) 3. Energie aus Binnengewässern - Laufwasserkraftwerke (3:27 min) 4. Energie aus Binnengewässern - Speicherkraftwerke (2:43 min) 5. Energie aus Binnengewässern - Pumpspeicherkraftwerk (2:34 min) 6. Energie aus dem Meer - Entstehung der Gezeiten (1:58 min) 7. Energie aus dem Meer - Gezeitenkraftwerke (2:45 min) 8. Energie aus dem Meer - Meeresströmungskraftwerke (1:43 min) |
| 4602602 | "Verkauft" - Kindersklaven in einer globalisierten Welt |
| Medienart: | DVD (Digital-Video-Disk) |
| Länge: | 29 min f |
| Produktionsjahr: | 2009 |
| Eignung: | A(5-13); SO |
| Beschreibung: | Sie klopfen Pflastersteine, hantieren mit gefährlichen Chemikalien oder schuften Tag und Nacht in fensterlosen Kellerräumen. Von ihren Eltern verkauft oder von Schleppern entführt produzieren sie unter menschenunwürdigen Bedingungen Billigwaren für einen globalisierten Markt. Sie haben keine Möglichkeit die Schule zu besuchen und wer von ihnen in den Steinbrüchen arbeitet hat eine Lebenserwartung von nur 40 Jahren. Sandstein, Marmor und Granit aus den großen Exportsteinbrüchen Indiens finden reißenden Absatz - auch in Deutschland, denn diese Steine sind um ein Vielfaches billiger. Viele deutsche Firmen behaupten, ihre Steine seien "kinderarbeitsfrei". Doch das Reporterteam ist mit versteckter Kamera in Indien unterwegs und findet genau in den Steinbrüchen dieser Firmen Kinder, die Pflastersteine schlagen. Der Film ist in folg. Sequenzen gegliedert, die einzeln abrufbar sind: 1. Kindersklave Sumit (2:48 min) 2. Kindersklavenexpress (2:14 min) 3. Kinderwerkstätten (2:33 min) 4. Steinbruch statt Schule (4:09 min) 5. Kindersklaven Zertifikate (4:25 min) |
| 4602649 | Die orientalische Stadt - Beispiel Damaskus |
| Medienart: | DVD (Digital-Video-Disk) |
| Länge: | 23 min f |
| Produktionsjahr: | 2009 |
| Eignung: | A(7-13) |
| Beschreibung: | An der Kreuzung wichtiger Handelswege entwickelte sich die Stadt Damaskus. Sie zählt zu den ältesten, durchgehend besiedelten Städte der Erde. Typisch für orientalische Städte ist die Moschee im Zentrum. Gleich daneben erstreckt sich der Bazar. Die Arbeits- und Wohnviertel der Altstadt sind voneinander getrennt, die privaten Wohnviertel sind meist nach Religionszugehörigkeit geordnet. Jedes Viertel hat ein eigenständiges Subzentrum. Charakteristisch sind die engen, verwinkelten Sackgassen ohne regelmäßigen Grundriss. Seit der zweiten Hälfte des 19. Jahr. hat sich Damaskus stark verändert. Neue Stadtstrukturen nach westlichem Vorbild haben sich herausgebildet. Damaskus kämpft mit einem hohen Verkehrsaufkommen und einem starken Bevölkerungswachstum. Aufgrund der hohen Geburtenrate und der Landflucht stieg die Einwohnerzahl in den vergangenen 50 Jahren um das dreifache auf 1,6 Mill. Die reiche Oberschicht und die wohlhabende Mittelschicht ziehen in neue moderne Siedlungen außerhalb der Altstadt, die zunehmend an Bedeutung verliert und verfällt. Der Film ist in folgende Sequenzen gegliedert, die einzeln abrufbar sind: 1. Geschichte und Religion (4:59 min) 2. Die Moschee - das Zentrum der Stadt (2:10 min) 3. Der Bazar/Suq (3:13 min) 4. Die Wohnviertel (2:39 min) 5. Stadtmauer, Zitadelle und Friedhöfe (1:52 min) 6. Neue Stadtstrukturen (1:54 min) 7. Verkehr (0:51 min) 8. Versorgung und Entsorgung (1:30 min) 9. Bevölkerungswachstum (1:01 min) 10. Stadtflucht und Altstadtsanierung (2:20 min) |
| 4640316 | Globalisierung um jeden Preis? |
| Medienart: | DVD (Digital-Video-Disk) |
| Länge: | 15 min f |
| Produktionsjahr: | 2003 |
| Eignung: | A(7-13); SO |
| Beschreibung: | Ein Zuckerrübenanbauer in Deutschland erntet die Rüben vollmechanisch mit einem Rübenroder und bringt sie in die Zuckerfabrik. Dort werden sie zu Weißzucker verarbeitet und in Tüten abgefüllt. Der Zuckerrübenanbauer und ein Vertreter der Zuckerindustrie verteidigen den hohen Verbraucherpreis in der EU und wenden sich gegen billige Zuckerimporte. In Brasilien wird ein Landarbeiter vorgestellt, der auf einer Plantage Zuckerrohr mit der Machete schneidet. Das Zuckerrohr wird in einer Fabrik verarbeitet, die nicht EU-Standards entspricht. Der Landarbeiter beklagt seine aussichtslose wirtschaftliche Situation, während ein Vertreter der brasilianischen Zuckerindustrie den ungehinderten Zugang zum EU-Markt fordert. Extras: Kapitelanwahl mit Extras (Karten, Schaubilder, Texte, Bilder, Filmsequenzen aus weiteren Produktionen), Arbeitsblätter, Internet-Links, Begleitheft |
| 4641151 | Vasco da Gama entdeckt den Seeweg nach Indien |
| Medienart: | DVD (Digital-Video-Disk) |
| Länge: | 15 min f |
| Produktionsjahr: | 2006 |
| Eignung: | A(6-10) |
| Beschreibung: | 1497 verlässt Vasco da Gama den Hafen von Lissabon. Sein Ziel ist die Erforschung des Seewegs nach Indien. Denn der traditionelle Landweg über die alte Seidenstraße war durch die ständigen Überfälle und wegen der unwegsamen Gebirgspässe und öden Wüsten zu einem Risiko geworden. Doch die Expedition verläuft nicht ohne Probleme und Hindernisse, denn: 1. Die Mannschaft leidet an Skorbut. Nur 50 Seeleute kehren nach Lissabon zurück. 2. Die Umsegelung des Kaps der Guten Hoffnung erweist sich als schwierig. 3. Im Indischen Ozean begegnen sie den ersten arabischen Daus. Die Einheimischen verhalten sich ihnen gegenüber feindselig. Dennoch: Vasco da Gamas Erfolg hat die Machtverhältnisse in Europa verändert und den Kolonialismus in Asien eingeleitet. Der Film ist in folgende sog. Schwerpunkte gegliedert, die einzeln abrufbar und jeweils um Problemstellungen und Materialien ergänzt wurden: 1. Aufbruch ins Unbekannte (5:28 min) 2. Vasco da Gamas Expedition nach Indien (7:22 min) 3. Der Seeweg nach Indien ist entdeckt (2:02 min) |
| 4641422 | The very hungry caterpillar |
| Medienart: | DVD (Digital-Video-Disk) |
| Länge: | 31 min f |
| Produktionsjahr: | 1993 |
| Eignung: | A(1-5) |
| Beschreibung: | THE VERY HUNGRY CATERPILLAR (6:49 min) Eine Raupe schlüpft aus dem Ei und frisst sich eine Woche lang durch viele Lebensmittel. Am Ende der Woche ist sie dick und rund, verpuppt sich und wird zu einem wunderschönen Schmetterling. PAPA, PLEASE GET THE MOON FOR ME (7:46 min) Die kleine Monika bittet ihren Vater, ihr den Mond vom Himmel zu holen, denn sie möchte mit ihm spielen. Der Vater nimmt eine hohe Leiter, trägt sie auf einen hohen Berg und klettert damit bis zum Mond. Aber der Vollmond ist viel zu groß und schwer, als dass er ihn herunterholen könnte. Doch der Mond weiß einen Ausweg: Er wird ja jeden Tag ein bisschen schmaler, und wenn er schmal genug ist, kann man ihn herunterholen. Das macht der Vater auch. Aber der Mond wird immer noch schmaler und verschwindet schließlich ganz. Doch einige Nächte später entdeckt Monika ihn wieder.... THE VERY QUIET CRICKET (7:40 min) Die kleine Grille will sich so gerne mit den anderen Insekten auf ihrer Wiese unterhalten. Doch immer, wenn sie ihnen antworten will, ist kein einziger Ton zu hören. Erst als die kleine Grille auf eine andere kleine Grille stößt, die auch keinen einzigen Ton von sich gibt, gelingt es ihr endlich zu zirpen. THE MIXED UP CHAMELEON (6:45 min) Das kleine Chamäleon lebt nicht besonders aufregend. Immer passt es sich an seine Umgebung an. Doch eines Tages geht es in den Zoo, wo es all die anderen Tiere bewundert, die stärker und schöner als es selbst sind. Es wünscht sich, so zu sein wie sie. Und siehe da: Das Chamäleon passt sich wieder an und wird so stark wie ein Eisbär, so schön wie ein Flamingo, so schlau wie ein Fuchs, ..... Schließlich wünscht es sich sogar, so zu sein, wie die Menschen. Als dann plötzlich eine Fliege vorbei fliegt, die das Chamäleon jetzt nicht mehr fangen kann, wünscht es sich, wieder es selbst zu sein. I SEE A SONG (4:22 min) Was wäre ein Lied ohne Worte? Ein Geiger, ganz in Schwarz, beginnt zu spielen und als die Noten in die Luft strömen, formen sich die Bilder und bewegen sich zur Musik. Am Ende des Lieds ist der Violinist und die Welt um ihn herum kunterbunt. IMAGE GALLERY (2:00 min) |
| 4641800 | Von Drachen, Mäusen und Laternen |
| Medienart: | DVD (Digital-Video-Disk) |
| Länge: | ca.36 Min. |
| Produktionsjahr: | 2007 |
| Eignung: | P: GS, SO (1-2) |
| Beschreibung: | Herbst - das ist die Zeit, Früchte zu ernten, Kastanien zu sammeln, Drachen zu bauen und neue Laternen zu basteln, die nicht nur beim St-Martins-Zug zum Einsatz kommen. Herbst - das ist auch die Zeit der Feste: Erntedankfest, Reformationstag, Allerheiligen, Alleseelen und St.Martin. Folgende Filme und Bilderbuchkinos beschäftigen sich mit dieser Jahreszeit und ihren Festen. |
| 4641969 | The Lunch Bunch |
| Medienart: | DVD (Digital-Video-Disk) |
| Länge: | 50 min f |
| Produktionsjahr: | 1999 |
| Eignung: | A(1-4) |
| Beschreibung: | In fünf Kapiteln werden die wichtigsten Lebensmittelgruppen, die gesunde Ernährung und die Herstellung von Nahrungsmitteln thematisiert - mit vielen Anregungen, Experimenten und Rezepten zum Nachmachen. FUN, FOOD AND FACTS (9:11 min) - Vorstellung der verschiedenen Lunch-Bunch-Charaktere - Experiment: Salz und Zucker erschmecken - Kinder nennen ihr Lieblingsessen; Hinweise zu gesunder Ernährung - Schulfrühstück mit Gerichten verschiedener Kulturen - Lied: "Balanced Diet" BREAD AND CEREALS (9:13 min) - Brotsorten aus aller Welt - Experiment: Hefe und Zucker mischen - Brötchen selber backen - Sachfilm: Wie werden Nudeln gemacht? - "Cereal Song" FRUIT AND VEGETABLE (9:12 min) - Einkaufen für den Obstsalat - Sachfilm: Woher kommen die Bananen? - Besuch bei einem Kartoffelbauern - Aussaat von Kresse im Klassenzimmer - Lied: "Potato Song" MILK AND DAIRY PRODUCTS (9:20 min) - Woher kommt die Milch? - Welche Tiere geben Milch? - Sachfilm: Wie wird Schokolade gemacht? - Besuch auf einer Farm - Melken und Butter schlagen wie vor 200 Jahren FESTIVALS (9:10 min) - Feste verschiedener Kulturen - Das Neujahrsfest der Inder - Rezept für ein traditionelles Reisgericht - Das Chinesische Neujahrsfest - unser Weihnachtsfest - "Festival Song" |
| 4642075 | Weather Wise |
| Medienart: | DVD (Digital-Video-Disk) |
| Länge: | 75 min f |
| Produktionsjahr: | 2002 |
| Eignung: | A(3-4) |
| Beschreibung: | Wetterphänomene, ihre Ursachen und Auswirkungen werden in fünf Kurzfilmen erläutert, teils mit Hilfe vieler kleiner Experimente. IT’S FREEZING (13:58 min) - Wann ist Winter? Wie kleide ich mich im Winter richtig? Aktivitäten im Schnee. - Was passiert mit Wasser, wenn es friert? - Experiment: Kinder stellen Eisbilder und Eisfiguren her. IT’S RAINING (13:57 min) - Woher kommt Regen und wie entsteht er? - Kinder experimentieren mit Wassertropfen. - In einer Schirmfabrik: Wie werden Schirme gemacht? - Experiment: Welche Stoffe sind wasserdicht und welche nicht? Warum? AIR AND WIND (13:53 min) - Kinder erforschen Luft mit Windrädern, Fallschirmen und Seifenblasen. - Woher kommt der Wind? Die Windrichtungen und die Windstärken. - Wie funktioniert ein Segelboot und wie ein Heißluftballon? HOT DAYS (14:11 min) - Wann ist Sommer? Wie entsteht Schatten? - Urlaub am Strand: Wie schütze ich mich vor der Sonne? POWERFUL WEATHER (14:07 min) - Im Wetteramt: Wie entsteht eine Wettervorhersage? - Was bedeuten die Symbole einer Wetterkarte? - Die Kraft des Wetters: Naturkatastrophen und ihre Folgen. - Alternative Energiequellen: Solarenergie, Windräder. |
| 4642142 | Renaissance - Wende zur Neuzeit |
| Medienart: | DVD (Digital-Video-Disk) |
| Länge: | 16 min f |
| Produktionsjahr: | 2008 |
| Eignung: | A(8-10) |
| Beschreibung: | Um 1500 gilt Florenz als Mittelpunkt eines neuen Lebensgefühls und einer geistigen Bewegung. Nicht mehr die Kirche, sondern der Mensch rückt in das Zentrum. Künstler wie Botticelli, Leonardo da Vinci und Michelangelo werden großzügig unterstützt. Die Skulptur des David ist die erste freistehende Marmorstatue seit dem Altertum und ein Sinnbild des neuen Menschen. Zur gleichen Zeit malt Leonardo da Vinci seine Mona Lisa. Papst Julius II. beauftragt Michelangelo mit der Ausmalung der Decken der Sixtinischen Kapelle. Das ungezwungene und z.T. ausschweifende Lebensgefühl der Renaissance wird von dem Mönch Savonarola angeprangert. Er lässt einen "Scheiterhaufen der Eitelkeiten" errichten. Verbrannt werden Gemälde mit sinnesfreudigen Motiven, kostbare Stoffe, Schmuck, verdächtige Schriften etc. Er verdammt ein Denken, das der Welt zugewandt ist und den Menschen in den Mittelpunkt stellt. Ein Jahr später wird er hingerichtet. Dem Stadtrat in Florenz und dem Papst ist er zu radikal geworden. Extras: Kapitelanwahl mit Extras (Schaubilder, Texte, Gemälde, Bilder, Zeichnungen, Filmsequenzen aus weiteren Produktionen), Arbeitsblätter, Internet-Links, Begleitheft |
| 4642254 | Klima & Energie |
| Medienart: | DVD (Digital-Video-Disk) |
| Länge: | 125 min. |
| Produktionsjahr: | 2008 |
| Eignung: | |
| Beschreibung: | Der Klimawandel betrifft weltweit alle menschen und Landschaftstypen auf diesem Planeten.Auch in Deutschland wir das Wetter extremer: Stürme, Hochwasser, Dürren. Der verschwenderische Umgang mit fossilen Brennstoffen beschleunigt den Klimawandel - mit dramatischen Folgen, wie die Beiträge dieser Doppel-DVD zeigen. |
| 4642374 | Böse Bilder |
| Medienart: | DVD (Digital-Video-Disk) |
| Länge: | 30 min f |
| Produktionsjahr: | 2007 |
| Eignung: | A(9-11) |
| Beschreibung: | Jonas lebt allein mit seiner Mutter und hat - bis auf seinen Klassenkameraden Lukas - keine Freunde. In der Schule wird er ausgegrenzt. Besonders gemein zu ihm ist Christian - ein stärkerer Mitschüler. Nachdem dieser sich eine Sportverletzung zugezogen hat, nutzen Jonas und Lukas Christians Schwäche aus. Sie bedrängen, schlagen und quälen ihn, um sich zu rächen. Aber Jonas will mehr. Er bringt Lukas dazu, Christian immer weiter zu erniedrigen und hält die gemeinsamen Taten mittels Handy fest. Als Christian wieder gesund ist, dreht sich die Spirale der Gewalt unaufhaltsam weiter und alle drei Jugendlichen werden am Ende sowohl Opfer als auch Täter sein. |
| 4642377 | Sechs mal Sex und mehr... |
| Medienart: | DVD (Digital-Video-Disk) |
| Länge: | 180 Min. |
| Produktionsjahr: | 1993 |
| Eignung: | Jugendbildung, Jugendliche |
| Beschreibung: | In den einzelnen Filmbeiträgen sprechen jugendliche offen und authentisch über Liebe und Sexualität, über ihre Gefühle, Ängste und Träume. In Umfragen und Gruppeninterviewswerden Ansichten, Meinungen und Interessen der Jugendlichen, aber auch ihre (Vor-)Urteile deutlich. |
| 4642406 | Bilder vom Alter |
| Medienart: | DVD (Digital-Video-Disk) |
| Länge: | 107 min. |
| Produktionsjahr: | 2008 |
| Eignung: | |
| Beschreibung: | Alt: Heißt das, nicht mehr gebraucht und nicht mehr verstanden zu werden? Die beitraäge dieser DVD zeigen das Gegenteil: Sie berichten vom oft problematischen, aber immer wieder erfolgreichen Miteinander von Jung und Alt. Gegenseitiger Respekt und Mitgefühl sind wichtig - auch in den letzten Stunden des Lebens. |
| 4642464 | Klimawandel - und was wir tun können |
| Medienart: | DVD (Digital-Video-Disk) |
| Länge: | 40 min f |
| Produktionsjahr: | 2008 |
| Eignung: | A(7-13) |
| Beschreibung: | In den letzten 100 Jahren hat sich die Atmosphäre schon um 1° C erwärmt. Der CO2-Gehalt in der Atmosphäre steigt, ebenfalls der Meeresspiegel. Und auch die Größe des Ozonlochs nimmt zu. Kfz, Energieerzeuger/Industrie und Privathaushalte sind die Haupt-CO2-Verursacher. Die Folgen der Erderwärmung werden katastrophaler ausfallen als bisher vermutet. Die Kurzfilme im einzelnen: 1. DER TREIBHAUSEFFEKT UND SEINE FOLGEN (6:24 min) Wie wirkt sich die Sonneneinstrahlung auf die Temperatur in der Atmosphäre und auf der Erde aus? Die filmische Erklärung des Treibhauseffektes unterscheidet zwischen dem natürlichen und dem von Menschen gemachten Treibhauseffekt und dem jeweiligen Grad der Erwärmung der erdnahen Luftschicht. 2. KLIMAFORSCHUNG MIT KLIMAMODELLEN (8:56 min) Im Max-Planck-Institut für Meteorologie in Hamburg werden Daten von Wetterstationen auf der ganzen Welt gesammelt, ausgewertet und in Klimamodelle verarbeitet. Diese ermöglichen Wahrscheinlichkeitsaussagen über die zukünftige Klimaentwicklung. 3. EISBOHRKERNE ALS KLIMAARCHIV (3:33 min) Glaziologen in Grönland untersuchen Eiskerne und gewinnen Aufschlüsse über Tausende von Jahren zurückliegende Klimabedingungen. 4. BEDEUTUNG DER MEERESSTRÖME (3:34 min) Je näher der Golf-Nordatlantikstrom der Arktis kommt, desto mehr sinkt die Wassertemperatur und der Salzgehalt steigt an. Das Wasser besitzt dann eine sehr hohe Dichte und sinkt dadurch in tiefe Schichten ab. Eine Sogwirkung entsteht, die große Wassermassen mit sich zieht. 5. EIN DORF OHNE CO2-EMISSIONEN? (7:42 min) Bewohner von Mauenheim in Baden-Württemberg haben sich zusammengetan, um sich unabhängig von fossilen Brennstoffen zu machen. Sonnenkollektoren sind auf den Dächern installiert, um das Warmwasser und die Heizung damit aufzuheizen. Wenn das nicht ausreicht, erhalten die Bewohnen den Rest über eine Biogasanlage, die ausschließlich mit erneuerbaren Energien betrieben wird. 6. EIN SPANISCHER BAUER MUSS UMDENKEN (4:36 min) Die trockenen Sommer werden immer länger, die Winter bringen weniger Schnee und Regen. Deshalb muss die Wasserverteilung an die Bauern rationiert werden. Auf dem Feld von Bauer Rodrigo, der bisher Hülsenfrüchte angebaut hat, werden bald Olivenbäume angepflanzt. Und mit der verschwenderischen Flächenbewässerung will er auch aufhören. 7. DAS ZUKUNFTSAUTO OHNE CO2-AUSSTOß? (3:22 min) Ein Prototyp von Mercedes-Benz wird vorgestellt, der auf der Grundlage von Brennstoffzellen fährt. Wasserstoff und Sauerstoff erzeugen in der Brennstoffzelle elektrische Energie, die einen Elektromotor antreibt. Extras: Lexikon, Arbeits- und Infoblätter, Grafiken, Bilder |
| 4642497 | Halogene |
| Medienart: | DVD (Digital-Video-Disk) |
| Länge: | 19 min f |
| Produktionsjahr: | 2008 |
| Eignung: | A(7-13) |
| Beschreibung: | Halogene sind weit verbreitet. In der Natur findet man sie in Form von Verbindungen. Sie sind allesamt Nichtmetalle, farbig, reaktionsfreudig, brennen nicht und bilden bereitwillig mit Metallen Salze. Die Reaktivität der Halogene ist im direkten Vergleich sehr unterschiedlich. Sie nimmt, wie die Fähigkeit Elektronen aufzunehmen, vom Fluor zum Iod ab. Fluor und Chlor sind reaktionsfreudige Nichtmetall, verbinden sich mit fast allen anderen Elementen und das oft mit recht heftigen Reaktionen (Fluor als Helfer gegen Karies / Chlor als Desinfektionsmittel). Extras: Kapitelanwahl, Lösungsvorschläge, Bildungsstandards, Lehrplanbezug, Mediendidaktik, Menüstruktur, Sprechertexte, Arbeitsmaterialien für Schüler (Arbeitsblätter, Interaktive Arbeitsblätter, Testaufgaben, Farbfolien, Bildmaterial, Ergänzendes Material, Links und Hinweise, Glossar) |
| 4642524 | TV- und Kinospots zur Sucht-Prävention 1992-2006 |
| Medienart: | DVD (Digital-Video-Disk) |
| Länge: | |
| Produktionsjahr: | 2006 |
| Eignung: | |
| Beschreibung: | Eine Zusammenstellung von Kinospots für die Auseinandersetzung mit dem Problem der Suchtgefährdung durch legale und illegale Drogen aus den Jahren 1992 bis 2006. - Stark statt süchtig... - Du bist stark ohne Drogen... - Spots zum Nichtrauchen... - Ohne Rauch geht´s auch... - Glaub an dich-nicht an Drogen... - Rauchfrei: Massai - Rauchfrei: Erleuchtung - Rauchfrei Spots für Jugendliche - Rauchfrei Spots für Erwachsenen |
| 4642547 | Kinderschicksale in Afrika |
| Medienart: | DVD (Digital-Video-Disk) |
| Länge: | 29 Min. |
| Produktionsjahr: | 2008 |
| Eignung: | |
| Beschreibung: | HAKIM Ein Dokumentar-Kurzfilm über das kurze Leben eines Jungen in Afrika, der seine Mutter an Aids verliert und in einem Waisendorf seine letzte heimat findet. (16 Min.) Mathare - Hoffnung ist ein ball aus Leder Die Reportage begleitet einen 14-jährigen Jungen in einem der größten Slums Afrikas und zeigt, wie ein örtlicher Jugendsportverein Kindern hilft, dem Elend zu entkommen. (13 Min.) |
| 4642551 | Evolution |
| Medienart: | DVD (Digital-Video-Disk) |
| Länge: | 33 min f |
| Produktionsjahr: | 2008 |
| Eignung: | A(8-13) |
| Beschreibung: | Von den heute noch lebenden Säugetieren besitzen die Primaten den ältesten Stammbaum. Der Film zeigt an Hand von rezenten Tierarten aus der Ordnung der Primaten, zu der auch wir Menschen zählen, die phylogenetischen Entwicklungstendenzen vom Spitzhörnchen über die Halbaffen, Affen und Menschenaffen bis zur Gattung Homo. Hierbei wird besonderen Wert auf die sichtbaren äußeren Merkmale des Schädels und seiner Sinnesorgane, die Veränderungen in der Stellung der Wirbelsäule sowie der Entwicklung der Extremitäten und deren Anpassung an verschiedene Lebensräume gelegt. Die anatomischen Veränderungen des Schädels, die Entwicklung der Augenhöhle sowie die "Wanderung" der Augen aus der Seit- in die Frontalstellung, das Zahnschema und Kieferentwicklung und das sich verändernde Verhältnis von Schnauzen- und Gehirnschädel werden an originalen Schädeln gezeigt. Der Film setzt sich mit den Evolutionstendenzen der Primaten auseinander und beantwortet die Frage über die Ursprünge deren Entwicklung. Extras: Kapitelanwahl, Lösungsvorschläge, Bildungsstandards, Lehrplanbezug, Mediendidaktik, Menüstruktur, Sprechertexte, Arbeitsmaterialien für Schüler (Arbeitsblätter, Interaktive Arbeitsblätter, Testaufgaben, Farbfolien, Bildmaterial, Ergänzendes Material, Links und Hinweise, Glossar) |
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