| 2941216 | ZeitZeichen 15. Oktober 1529: Das Ende der ersten Belagerung Wiens durch die Türken |
| Medienart: | Audio/mp3/podcast |
| Länge: | 14:06 min |
| Produktionsjahr: | 2009 |
| Eignung: | A(8-13) |
| Beschreibung: | Vom Mittelalter an dehnte sich das osmanische Reich von seinem Zentrum in Nordwestanatolien nach allen Seiten hin aus. Nachdem die Türken die Balkanvölker unterworfen hatten, versuchten sie 1529 unter Sultan Süleyman mit der Eroberung Wiens endgültig das Tor ins Herz des Abendlandes aufzustoßen. Die Belagerung der Stadt begann Ende September, scheiterte aber bald am zähen Widerstand der Wiener Bevölkerung und einem frühen Wintereinbruch. Am 15. Oktober 1529 zog das osmanische Heer ab, um gut 150 Jahre später noch einmal wiederzukehren und die Stadt erneut anzugreifen - ebenfalls ohne Erfolg. Die Erinnerung an die Türkenkriege im 16. und 17. Jahrhundert werden vor allem in Wien und der Steiermark noch heute wach gehalten. Vor diesem Hintergrund lassen sich in Österreich leicht antitürkische und antiislamische Ressentiments wiederbeleben, wie zuletzt bei der Frage über einen EU- Beitritt der Türkei. |
| 2941217 | ZeitZeichen 16. Oktober 1854: Der Geburtstag des Schriftstellers Oscar Wilde |
| Medienart: | Audio/mp3/podcast |
| Länge: | 14:33 min |
| Produktionsjahr: | 2009 |
| Eignung: | A(8-13) |
| Beschreibung: | "Die Welt ist in mancher Beziehung so ungerecht gegen ihn gewesen, dass man sich hüten muss, ungerecht gegen die Welt zu sein." So der weise George Bernard Shaw über Oscar Wilde, der den Himmel und die Hölle kennen gelernt hat: die Liebe und das Gefängnis. Der irische Dandy hat Märchen geschrieben, die zu den schönsten der Welt gehören. "Salome" und "Dorian Gray", so heißen die Figuren, die ihm auf der Bühne und im Roman Weltruhm gebracht haben. Seine Bonmots, diese spritzigen Treffer ins Schwarze, sie gelten als Hochleistungen des Sprachwitzes und als Sahnehäubchen in einem Werk, das aus Scherz, Satire und Ironie besteht. "Mir kommt vor, als bewunderten wir alle die Natur zu viel und lebten zu wenig mit ihr." Üble Nachrede ließ es zu einem Gerichtsprozess kommen, der ihn gesellschaftlich isolierte und ihn zum "outcast" machte: Das war das Ende für einen Schriftsteller, der nur arbeiten konnte, wenn er zwischen den Menschen wie ein Fisch im Wasser lebte. |
| 2941218 | ZeitZeichen 17. Oktober 1989: Das Ende des Elfenbeinhandels wird beschlossen |
| Medienart: | Audio/mp3/podcast |
| Länge: | 14:28 min |
| Produktionsjahr: | 2009 |
| Eignung: | A(8-13) |
| Beschreibung: | In den achtziger Jahren des 20. Jahrhunderts hatte sich die Zahl der afrikanischen Elefanten auf rund 650.000 halbiert. Auf der Jagd nach dem vor allem in Asien begehrten Elfenbein starben immer mehr Tiere im Kugelhagel der automatischen Waffen ihrer Jäger. Viele Wilderer wurden und werden in den armen Regionen Afrikas für ein paar Dollar angeheuert. Das große Geld verdienen Schmuggler, Zwischenhändler und Verkäufer in Asien. Am 17. Oktober 1989 wurde der Elefant bei der Artenschutzkonferenz in Lausanne in die Liste der vom Aussterben bedrohten Tiere aufgenommen. Der Handel mit Elfenbein wurde verboten. Die Bestände erholten sich. Wilderei und Schmuggel gingen aber weiter - je nachdem wie effektiv sie bekämpft wurden. Im Oktober 2008 wurde bei vier Auktionen im südlichen Afrika wieder legal Elfenbein verkauft. Einige Elefanten-Staaten gaben an, mit dem Erlös u.a. Tierschutzprojekte finanzieren zu wollen. Tierschutzorganisationen bezweifeln dies. Sie fürchten, dass durch die Auktionen die Nachfrage nach Elfenbein und damit auch Korruption und Wilderei wieder zunehmen werden. |
| 2941219 | ZeitZeichen 18. Oktober 1859: Der Geburtstag des französischen Philosophen Henri Bergson |
| Medienart: | Audio/mp3/podcast |
| Länge: | 14:26 min |
| Produktionsjahr: | 2009 |
| Eignung: | A(8-13) |
| Beschreibung: | Warum lachen Kinder spontan, wenn sie sehen, wie ein Behinderter hilflos verkrampft zu gehen versucht? Weil Kinder böse sind? Das ist gut möglich. Doch vielleicht gibt es eine zweite, bessere Erklärung. Und warum reißen Männer über nichts so gerne Witze wie über die Frauen? Weil Männer Vorurteile haben? Das mag so sein. Aber vielleicht gibt es auch dafür eine bessere Erklärung. Und warum lacht die Welt über nichts so gern wie über die Religion? Weil die Welt gottlos ist? Das ist sie. Aber vielleicht gibt es auch dafür eine bessere Erklärung. Der französische Philosoph Henri Bergson liefert eine solche in seiner Theorie des Lachens. |
| 2941220 | ZeitZeichen 19. Oktober 439: Die Vandalen erobern Karthago |
| Medienart: | Audio/mp3/podcast |
| Länge: | 14:28 min |
| Produktionsjahr: | 2009 |
| Eignung: | A(8-13) |
| Beschreibung: | Der Vandalen-König Geiserich suchte und fand für sein Volk einen Platz an der Sonne. Von Spanien aus setzte er im Jahr 429 nach Afrika über - wahrscheinlich mit gekaperten römischen Schiffen. 80.000 Vandalen setzten sich in Nordafrika fest und eroberten zehn Jahre später Karthago - die Großstadt des römischen Imperiums. Fast 50 Jahre lang regierte Geiserich in seinem nordafrikanischen Staat. Vor allem mit Klugheit und militärischer Stärke, aber kaum mit Vandalismus. Das schlechte Image seines Volkes wurde vor allem von seinen Feinden in Rom geprägt. Geiserich verfolgte zwar Katholiken und ließ eroberte Städte plündern einschließlich Rom. Aber blindwütige Zerstörungen gab es bei ihm kaum. |
| 2941221 | ZeitZeichen 20. Oktober 1874: Der Geburtstag des amerikanischen Komponisten Charles Ives |
| Medienart: | Audio/mp3/podcast |
| Länge: | 14:30 min |
| Produktionsjahr: | 2009 |
| Eignung: | A(8-13) |
| Beschreibung: | "Die unbeantwortete Frage", ist der Titel seiner bekanntesten Komposition, und irgendwie sind Leben und Werk des Komponisten Charles Edward Ives selbst, noch im Jahr seines 135. Geburtstags eine unbeantwortete Frage der Musikgeschichte. Dazu gehört sein Doppelleben als höchst origineller, aber recht erfolgloser Komponist eigenwilliger Musik einerseits - und als höchst erfolgreicher Versicherungsagent andererseits. Geboren wurde Ives im Neuengland-Staat Connecticut als Sohn eines seinerseits originellen und kreativen Musikers und hochgeschätzten Leiters von Militärkapellen. Bei Ives jr. marschieren sie gelegentlich durchs symphonische Bild, gegen alle harmonischen Regeln. Was Charles Ives bis etwa 1920 und zu einem großen Teil für die Schublade schrieb, war unerhörte Zukunftsmusik, die sich dennoch um die Errungenschaften der europäischen "neuen" Musik wenig scherte. Ein wenig hat er seine Entdeckung als "Gründervater der amerikanischen Moderne" noch erleben dürfen. |
| 2941222 | ZeitZeichen 21. Oktober 1984: Der Todestag des französischen Filmregisseurs François Truffaut |
| Medienart: | Audio/mp3/podcast |
| Länge: | 14:28 min |
| Produktionsjahr: | 2009 |
| Eignung: | A(8-13) |
| Beschreibung: | Schon als Junge zog François Truffaut Filme der Wirklichkeit vor. Immer wieder schwänzte er die Schule, um sich ins Kino zu flüchten. Die Geschichte des Antoine Doinel in seinem Film-Debüt "Sie küssten und sie schlugen ihn" ähnelt seiner eigenen: Auch er war ein vernachlässigtes Kind und landete vorübergehend sogar in einem Heim für Schwererziehbare. Mit 15 lernte er den Filmkritiker André Bazin kennen, der den Jungen in sein Haus aufnahm und zum Schreiben ermunterte. Truffaut wurde der bissigste Kritiker der "Cahiers du Cinéma" und als "Totengräber des französischen Films" beschimpft. Mitte der 50er Jahre gehörte er zu den Gründern der "Nouvelle Vague", die das französische Kino revolutionieren sollte. François Truffaut schuf Werke von sehr persönlichem Stil: zunächst eher realistisch, später elegant, ironisch und mit leichter Hand inszeniert. Sein Film "Die amerikanische Nacht" ist eine einzige Liebeserklärung an das Kino, das ihm über alles ging: "Zwei so ausgefüllte Stunden wie die, wenn man einen Film sieht, hat man selten im Leben." |
| 2941223 | ZeitZeichen 22. Oktober 1904: Die erste deutsche Boulevardzeitung erscheint im Straßenverkauf |
| Medienart: | Audio/mp3/podcast |
| Länge: | 14:27 min |
| Produktionsjahr: | 2009 |
| Eignung: | A(8-13) |
| Beschreibung: | Große Fotos, knallige Farben und plakative Schlagzeilen. Das sind die Markenzeichen fast aller Boulevardzeitungen. Ihr Ziel: Die Leser auf der Straße anzulocken! Die erste deutsche Zeitung ihrer Art erschien am 22. Oktober 1904 in Berlin. Sie hieß "B.Z. am Mittag". Das vom Ullstein-Verlag herausgegebene Blatt entwickelte sich schnell zu einer der auflagenstärksten Tageszeitungen der Reichshauptstadt. Heute hat sie längst die Bild-Zeitung des Axel-Springer-Verlages abgelöst. Sie erreicht täglich 11,5 Millionen Leser. Warum soviel? Was ist die Erfolgsgeschichte und das Erfolgsgeheimnis der Boulevard-Presse? Und welchen Einfluss hat sie wirklich auf die öffentliche Meinung? |
| 2941224 | ZeitZeichen 23. Oktober 1974: Die Eröffnung des Flughafens Berlin-Tegel |
| Medienart: | Audio/mp3/podcast |
| Länge: | 14:31 min |
| Produktionsjahr: | 2009 |
| Eignung: | A(8-13) |
| Beschreibung: | Auf dem Gelände des heutigen Flughafens sollte nach dem Zweiten Weltkrieg eigentlich eine Gartenstadt entstehen. Mit der Berlin Blockade 1948 änderten sich die Pläne. Franzosen und Amerikaner machten aus dem Flugfeld innerhalb von drei Monaten eine Landebahn für Rosinenbomber. In der Folge wurde Tegel weiter ausgebaut. Der heutige Flughafen entstand jedoch erst zu Beginn der 70er Jahre, damit im damaligen West-Berlin endlich auch große Düsenjets starten und landen konnten. Tegel galt lange Zeit als einer der weltweit modernsten Flughäfen. Der Entwurf machte das Hamburger Architekturbüro Gerkan, Marg und Partner auf einen Schlag international bekannt. Im Jahr 2011 wird Tegel stillgelegt, sobald der Grußflughafen Berlin Brandenburg International seinen Betrieb aufgenommen hat. |
| 2941225 | ZeitZeichen 24. Oktober 1929: Der Kurssturz an der New Yorker Börse |
| Medienart: | Audio/mp3/podcast |
| Länge: | 14:35 min |
| Produktionsjahr: | 2009 |
| Eignung: | A(8-13) |
| Beschreibung: | Es war der größte Kurssturz, den die Wall Street in so kurzer Zeit erlebte. In nur zwei Tagen, am 24. und 25. Oktober 1929, fiel der Dow-Jones-Index - das wichtigste Börsenbarometer der Welt - um zusammen 23%. Sieben Wochen zuvor hatte er noch einen historischen Höchststand erreicht; Ausdruck eines jahrelangen Booms der amerikanischen Wirtschaft in den "Roaring 20s". Doch der Markt war längst "überhitzt", warnten Experten, Wirtschaft und Börse im Abwärtstrend. Und trotzdem kauften noch immer Millionen von Kleinsparern mit gepumptem Geld Wertpapiere. Panikverkäufe führten schließlich zum Crash am "schwarzen Donnerstag". Millionen Amerikaner verloren ihre Ersparnisse; Banker stürzten sich vor Verzweiflung aus dem Fenster. Schlimmer noch: das Finanzdesaster sprang auf die Realwirtschaft über und löste eine weltweite Depression aus. Fast 70 Jahre später liegen Vergleiche mit der aktuellen Krise auf der Hand. Wieder löste ein außer Kontrolle geratener Finanzmarkt ein realwirtschaftliches Beben aus, das den ganzen Globus erschüttert hat. Doch viele der Handelnden, vor allem die Notenbanken, haben aus der historischen Erfahrung von 1929 gelernt. |
| 2941226 | ZeitZeichen 25. Oktober 1919: Der Geburtstag der Unternehmerin Beate Uhse |
| Medienart: | Audio/mp3/podcast |
| Länge: | 13:37 min |
| Produktionsjahr: | 2009 |
| Eignung: | A(8-13) |
| Beschreibung: | Beate Uhse gründete nach dem Zweiten Weltkrieg den ersten Sexshop der Welt. Wer die Frau hinter dem Namen ist, wissen wenige. Uhse wuchs auf dem elterlichen Gut in Ostpreußen auf, besuchte verschiedene Internate und erhielt eine gute Schulbildung. Ihre Mutter war Ärztin, ihre Eltern klärten sie früh auf und sprachen offen mit ihr über Sexualität - ein Grundstein für ihre weitere Entwicklung. Doch Beate Uhse war mehr: erste und einzige deutsche Testpilotin. Trägerin des Bundesverdienstkreuzes und Ehrenbürgerin von Flensburg. Mutter dreier Söhne. Bekennende Naturistin, leidenschaftliche Taucherin. Und - eine umstrittene Frau. |
| 2941227 | ZeitZeichen 26. Oktober 1979: Die WHO kündigt die Ausrottung der Pocken an |
| Medienart: | Audio/mp3/podcast |
| Länge: | 14:02 min |
| Produktionsjahr: | 2009 |
| Eignung: | A(8-13) |
| Beschreibung: | Am 26. Oktober 1979 gab die Weltgesundheitsorganisation (WHO) ein Poster heraus, das den Kontinent Afrika als pockenfrei kennzeichnete. Das war der letzte Schritt in einem langen Kampf gegen die gefährliche Viruserkrankung, die die Menschen seit der Antike plagte. Massensterben in Europa, verheerende Epidemien in Nord- und Südamerika, Afrika und Asien. Die Pocken forderten weltweit Millionen von Opfern, diejenigen die die Krankheit überlebten, blieben ihr Leben lang durch Narben gekennzeichnet. Ein Heilmittel gegen Pocken gab es nicht, nur eine vorbeugende Impfung war möglich. Primitive Formen davon sind ebenfalls seit Jahrhunderten bekannt. 1967 wurde die Pockenimpfung auf Beschluss der Weltgesundheitsorganisation weltweit Pflicht. Es wurde mit groß angelegten Impfaktionen ein Feldzug zur Ausrottung der Pocken gestartet, der 12 Jahre später zum Erfolg führte. |
| 2941228 | ZeitZeichen 27. Oktober 1904: Die Eröffnung der U-Bahn in New York |
| Medienart: | Audio/mp3/podcast |
| Länge: | 13:29 min |
| Produktionsjahr: | 2009 |
| Eignung: | A(8-13) |
| Beschreibung: | Im Sommer kann es in den Stationen unerträglich heiß werden, bei starkem Regen stehen manche Zugänge unter Wasser. Alle New Yorker schimpfen unentwegt auf ihre U-Bahn. Doch die Subway rollt seit 105 Jahren, von einigen Streiks und Stromausfällen abgesehen, zuverlässig 24 Stunden an 365 Tagen, ohne Pause. Sie befördert über 5 Mill. Fahrgäste jeden Tag, 1,5 Milliarden im Jahr, auf 26 Linien, 1355 Kilometern Gleisen mit 468 Stationen. In der Stoßzeit schaufeln mehr als 6.400 Züge alle 2 Minuten Millionen Menschen zur Arbeit in die Stadt. Durch die U-Bahn sind die früher eher dörflichen Stadtteile Brooklyn, Queens und Bronx selbst jeweils zu Millionenmetropolen geworden und New York wäre nicht das, was es heute ist. Die schnellste und sicherste Art, am "Big Apple" voran zu kommen, gibt es seit dem 27.Oktober 1904, als die erste Linie von Harlem zur City Hall, dem Rathaus eröffnet wurde. |
| 2941229 | ZeitZeichen 28. Oktober 1909: Der Geburtstag des britischen Malers Francis Bacon |
| Medienart: | Audio/mp3/podcast |
| Länge: | 14:33 min |
| Produktionsjahr: | 2009 |
| Eignung: | A(8-13) |
| Beschreibung: | Amputierte und deformierte Gliedmaßen, verwundete Leiber: Die Bilder des britischen Malers Francis Bacon sind nicht kulinarisch, sondern schrecklich. Die bloße schöne Form der abstrakten Malerei lehnte er ab und war damit in der Kunstszene genau so Einzelgänger wie er es in seinem Leben war. Seine Arbeit war ein stetes Ringen. Er erfuhr früh Gewalt in den religiösen Auseinandersetzungen in Dublin und im Ersten Weltkrieg, er litt unter schweren Schicksalsschlägen, Alkohol und Spielsucht. Aus diesem Leiden und einer enormen Intellektualität entstand das erschreckende Werk, das heute zu den bedeutendsten der gegenständlichen Malerei gehört. Und doch war es für ihn nie gelungen: "Ich kenne meine Situation und weiß, dass ich weiß, was ich will, aber nicht, wie ich es hinkriegen kann." |
| 2941230 | ZeitZeichen 29. Oktober 1829: Der Todestag von Maria Anna Mozart |
| Medienart: | Audio/mp3/podcast |
| Länge: | 14:32 min |
| Produktionsjahr: | 2009 |
| Eignung: | A(8-13) |
| Beschreibung: | Bevor sie 18 wurde, war ihre Karriere vorbei. Dann musste eine europaweit berühmte Virtuosin, wahrscheinlich die beste Pianistin ihrer Zeit, das Konzertpodium mit der Küche vertauschen, und später kam auch die Kinderstube. Maria Anna Mozart hatte sechs glänzende, wenn auch anstrengende und wenig kindgemäße Jahre: von 1762 bis 1769, zwischen ihrem 12. und 18. Lebensjahr, unternahm sie mit ihrem Vater Leopold und ihrem Bruder Wolfgang jene mehrjährigen Konzertreisen, auf denen die beiden Wunderkinder an Königs- und Adelshöfen brillierten und mit Beifall, Geschenken und Auszeichnungen überhäuft wurden. Dann war aus dem süßen "Nannerl" eine erwachsene Frau geworden, und für die sah der Vater keinen Platz auf dem Konzertpodium. Erst führte sie ihm den Haushalt, dann verheiratete er sie an einen viel älteren Witwer mit fünf Kindern. Briefe an Vater und Bruder sprechen deutlich davon, dass sie nicht einverstanden war mit diesem Leben - den Protest gegen die Konventionen der Zeit, den Wolfgang riskierte, wagte sie nicht. |
| 2941231 | ZeitZeichen 30. Oktober 1984: Der polnische Priester Jerzy Popieluszko wird ermordet aufgefunden |
| Medienart: | Audio/mp3/podcast |
| Länge: | 14:37 min |
| Produktionsjahr: | 2009 |
| Eignung: | A(8-13) |
| Beschreibung: | Manches Ende hat viele Anfänge. Ein Anfang vom Ende des kommunistischen Systems in Polen ist die Ermordung des Priesters Jerzy Popieluszko im Oktober 1984. Kaplan Popielusko ist in den 80er Jahren Seelsorger für Warschauer Stahlarbeiter. In seinen Predigten setzt er sich wortstark für die Gewerkschaftsbewegung Solidarnosc ein und kritisiert das Kriegsrecht, das die polnische Regierung von 1981 bis 1983 verhängt hatte. Dem Regime ist Popieliszko damit ein Dorn im Auge. Am 19. Oktober 1984 entführt der Sicherheitsdienst den Priester. Er wird gequält und in einem Stausee der Weichsel ertränkt. Am 30. Oktober wird sein Leichnam gefunden. Es sollte noch fünf Jahre dauern, bis das kommunistische Regime in freien Parlamentswahlen abgewählt und Solidarnosc-Führer Lech Walesa Präsident wurde. Der - polnische - Papst Johannes Paul II. hat ein Verfahren eingeleitet, um Popieluszko selig zu sprechen. Das ist nicht abgeschlossen. Noch ist Popieluszko ein einfacher Priester, der ermordet wurde, weil er das System kritisierte. |
| 2941232 | ZeitZeichen 31. Oktober 0994: Der Todestag des Heiligen Wolfgang |
| Medienart: | Audio/mp3/podcast |
| Länge: | 14:32 min |
| Produktionsjahr: | 2009 |
| Eignung: | A(8-13) |
| Beschreibung: | "An Sankt Wolfgang Regen verspricht ein Jahr voll Segen." Ein alter Bauernspruch in Bayern. Die Kurzversion: "An Wolfgangregen ist viel gelegen." Dieser Wolfgang war ein vielseitiger Mann und ist offensichtlich ein Heiliger mit hohem Nutzwert. Er ist der Schutzpatron Bayerns, der Hirten, Schiffer, Holzarbeiter, Köhler, Zimmerleute, Bildhauer, der unschuldig Gefangenen und des Viehs. Ihn anzurufen hilft bei Schlaganfällen, Gicht, Lähmung, jeder Art von Fußleiden, der Ruhr, bei Hauterkrankungen, Hautentzündungen, Augenkrankheiten und Unfruchtbarkeit. Nach ihm ist der Abersee benannt - der heißt heute Wolfgangsee, er hat zu Lebzeiten Kloster reformiert, Herscherkinder erzogen und sich politisch betätigt. Und er hat seinen eigenen Tod zur öffentlichen Angelegenheit gemacht. Kommt alle und schaut, dass er keinen Schrecken hat. Das war am 31. Oktober 994. An diesem Tag starb der später heilig gesprochene Bischof Wolfgang. |
| 2941233 | ZeitZeichen 1. November 1849: Die erste deutsche Briefmarke erscheint in Bayern |
| Medienart: | Audio/mp3/podcast |
| Länge: | 14:07 min |
| Produktionsjahr: | 2009 |
| Eignung: | A(8-13) |
| Beschreibung: | Mit ihm begann in Deutschland das Zeitalter der Briefmarken: Das Königreich Bayern gab 1849 den "Schwarzen Einser" heraus - eine ungezähnte Marke, Portowert ein Kreuzer, gedruckt auf schwarz-weißem Papier. Da auch schwarz gestempelt wurde, bewährte sich die Farbgebung nicht. Der Schwarze Einser wurde nur bis 1851 verkauft und blieb dann noch bis 1864 ein gültiges Postwertzeichen. Insgesamt wurden rund 830.000 Schwarze Einser gedruckt. Trotz dieser hohen Auflage erreicht die Marke bei Sammlern meist beachtliche Preise. |
| 2941234 | ZeitZeichen 2. November 1734: Der Geburtstag des amerikanischen Trappers Daniel Boone |
| Medienart: | Audio/mp3/podcast |
| Länge: | 13:59 min |
| Produktionsjahr: | 2009 |
| Eignung: | A(8-13) |
| Beschreibung: | Seinen ersten Bären soll er bereits im Alter von zwölf Jahren geschossen haben. Daniel Boone war das Urbild des amerikanischen Trappers, ein Held der amerikanischen Geschichte. Er wurde am 2. November 1734 als Sohn einer Quäker-Familie in Pennsylvania geboren und wuchs an der Grenze von North Carolina auf. Schon als Kind zog er als Jäger und Fallensteller durch die Wälder und war mit vielen Indianern befreundet. Etliche Geschichten, die teilweise maßlos übertrieben waren, rankten sich um sein Leben. So wurde er für James Cooper zum Vorbild für den Helden im Roman "Lederstrumpf". Im Jahr 1768 brach Boone mit einigen Freunden auf, um das kaum von Weißen betretene Land westlich der Berge, das spätere Kentucky, zu erforschen. Die Männer fanden dort ein Paradies vor: Millionen von Büffeln und Hirschen, ein mildes Klima und die berühmte Blaugrassteppe mit metertiefem Humusboden. Auf den Wegen, die Boone vorbereitet hatte, folgte der Strom der Aussiedler, die aus Kentucky einen der wohlhabendsten Staaten Amerikas machten. Daniel Boone starb 1820 im Alter von 85 Jahren in Missouri. |
| 2941281 | ZeitZeichen 19. Dezember 1909: Die Gründung des Fußballvereins Borussia Dortmund |
| Medienart: | Audio/mp3/podcast |
| Länge: | 14:08 min |
| Produktionsjahr: | 2009 |
| Eignung: | A(8-13) |
| Beschreibung: | Der Pfarrer der heiligen Dreifaltigkeitsgemeinde im Dortmunder Norden wollte dem Treiben nicht länger tatenlos zusehen. Dieser Fußball hatte etwas Anarchisches und Rohes. Er verbot seinen jungen Gemeindemitgliedern das Spiel. Kirche oder Fußball? Die Jugendlichen entschieden sich für den Ball und gründeten so am vierten Adventsonntag 1909 den Ballspielverein Borussia Dortmund. Nach 100 Jahren ist der sechsfache Meister BVB eine Instanz im deutschen Fußball. Er war der erste deutsche Verein, der einen Europapokal (1966) und dann die Champions League (1997) gewann. Trotz dieser Erfolge stand der BVB 2005 vor dem finanziellen Kollaps, der gerade nach abgewandt werden konnte. 100 Jahre Borussia Dortmund - das sind auch 100 Jahre Sportgeschichte. |
| 2941282 | ZeitZeichen 20. Dezember 1959: Der Todestag des amerikanischen Psychologen Stanley Milgram |
| Medienart: | Audio/mp3/podcast |
| Länge: | 14:28 min |
| Produktionsjahr: | 2009 |
| Eignung: | A(8-13) |
| Beschreibung: | Das Böse ist banal. Jeder von uns ist ein potenzieller Täter. Eine erschreckendere Botschaft hätte Stanley Milgram kaum formulieren können. Doch genau das war das Ergebnis seines berühmten Experiments, das der amerikanische Wissenschaftler zum ersten Mal Anfang der 60er Jahre durchführte. Milgram wollte wissen, wie weit ein durchschnittlicher Mensch gehen würde, wenn er direkte Anweisungen und Befehle erhält - auch wenn die Anweisungen seinem Gewissen entgegen stehen. Das Ergebnis war erschreckend: Menschen foltern andere Menschen, wenn sie nur die Befehle dazu bekommen. Für Milgram war das eine möglich Erklärung für den deutschen Nationalsozialismus. Bis heute werden Milgrams Experiment und die Ergebnisse diskutiert. Und immer wieder gibt es ähnliche Experimente. Die schlechte Nachricht: die Ergebnisse sind fast immer gleich... |
| 2941283 | ZeitZeichen 21. Dezember 1959: Der persische Schah heiratet die Studentin Farah Diba |
| Medienart: | Audio/mp3/podcast |
| Länge: | 14:39 min |
| Produktionsjahr: | 2009 |
| Eignung: | A(8-13) |
| Beschreibung: | Um die Zukunft der Pahlewi-Dynastie zu sichern, benötigte der Schah einen Thronfolger. Doch alle Fortpflanzungsmühen mit seiner zweiten Ehefrau Soraya scheiterten. So musste die von der westdeutschen Regenbogenpresse vergötterte Deutschiranerin den Schah-Palast für die junge Architektur-Studentin Farah Diba räumen. Zehn Monate nach der Hochzeit brachte sie den lang ersehnten Cyrus Resa Pahlewi zur Welt. Doch seine Thronfolge blieb ein Traum. 1979 kippte die Revolution das Schah-Regime. Seither haben im Iran die Mullahs das Sagen. Erst die Massendemonstrationen gegen die manipulierte Präsidentschaftswahl im Juni 2009 haben den Thronfolger im US-Exil wieder hoffen lassen: auf eine Zukunft als demokratisch gesinnter Schah nach Vorbild des britischen Königshauses. |
| 2941284 | ZeitZeichen 22. Dezember 1969: Der Todestag Josef von Sternberg |
| Medienart: | Audio/mp3/podcast |
| Länge: | 14:38 min |
| Produktionsjahr: | 2009 |
| Eignung: | A(8-13) |
| Beschreibung: | "Ich habe diesen Käse in meinem Kino gespielt, und die Zuschauer müssen es draußen gerochen haben, denn nichts auf der Welt konnte sie in das Kino locken.", sagt ein Kinobetreiber über den ersten Film von Josef von Sternberg. Dann sieht Charlie Chaplin "The Salvation Hunters". Er ist hingerissen. Am nächsten Tag hat der junge Regisseur einen Vertrag bei United Artists, und der Film wird ein Erfolg. Er ist ein Genie, sagen die einen über Sternberg, er ist ein arroganter Schnösel, sagen die anderen. Hollywood liebt, Hollywood hasst den eigenwilligen Regisseur. Bei seiner ersten Arbeit in Deutschland kommt es fast zum Eklat. Josef von Sternberg hat seinen Koffer schon gepackt, da erst gibt der Produzent nach: Er darf die Hauptrolle in "Der Blaue Engel" der unbekannten Marlene Dietrich geben. |
| 2941285 | ZeitZeichen 23. Dezember 1119: Charta der Zisterzienser von Papst Calixtus II. bestätigt |
| Medienart: | Audio/mp3/podcast |
| Länge: | 14:18 min |
| Produktionsjahr: | 2009 |
| Eignung: | A(8-13) |
| Beschreibung: | Die Benediktiner im burgundischen Cluny des elften Jahrhunderts sind reiche Männer: zum Kloster gehören weite Ländereien, der Orden verfügt über großes Vermögen. So viel Pracht und Herrlichkeit hat nichts mehr mit einfachem mönchischem Leben zu tun, findet Robert von Molesme und gründet 1098 ein paar Kilometer entfernt mitten im Wald ein neues Kloster. Hier in Cîteaux wollen er und 20 weitere Mönche nach den wahren Prinzipien des Heiligen Benedikt leben: abgeschieden von der Welt und nur von der eigenen Hände Arbeit. 1119 dann wird ihre Verfassung, die Carta Caritatis, von Papst Calixtus II. bestätigt. Damit ist der Orden von Rom offiziell anerkannt - wenngleich noch nichts darauf hindeutet, dass die Zisterzienser - benannt nach Cîteaux - einmal einer der mächtigsten Orden des christlichen Abendlandes sein werden. |
| 2941286 | ZeitZeichen 24. Dezember 1524: Der Todestag des portugiesischen Seefahrers Vasco da Gama |
| Medienart: | Audio/mp3/podcast |
| Länge: | 14:36 min |
| Produktionsjahr: | 2009 |
| Eignung: | A(8-13) |
| Beschreibung: | Von König Manuel I. hatte Vasco da Gama den Auftrag erhalten, die sogenannte Gewürzroute nach Indien zu entdecken. Grund: Die Portugiesen wollten auf dem Gewürzmarkt nicht länger von arabischen und indischen Zwischenhändlern abhängig sein. Am 8. Juli 1497 brach er mit vier Schiffen und 170 Mann Besatzung ins Ungewisse auf. Am Kap der Guten Hoffnung waren Vorgänger gescheitert; da Gamas Schiffe trotzen den lebensgefährlichen Wellen und schafften den Weg in den Indischen Ozean bis hin nach Calicut. Indien sollte den Portugiesen da Gama nicht mehr loslassen. Jahre später brach er erneut nach Indien auf und sorgte dafür, dass Portugal die Nummer eins im europäischen Gewürzhandel wurde. Araber und Inder leisteten heftigen Widerstand gegen die Portugiesen. Da Gama, durch seine Heldentaten auf See längst in den Hochadel aufgestiegen, wurde Vizekönig von Indien. Aber nicht lange: Kurz nach seiner Ankunft in der Kolonie starb er. |
| 2941287 | ZeitZeichen 25. Dezember 1624: Geburtstag (Tauftag) des Dichters und Theologen Johannes Scheffler, genannt Angelus Silesius |
| Medienart: | Audio/mp3/podcast |
| Länge: | 14:17 min |
| Produktionsjahr: | 2009 |
| Eignung: | A(8-13) |
| Beschreibung: | Wie kein Anderer verkörpert Johannes Scheffler (1624-1677) die Glaubensspaltung im Deutschland des 17. Jahrhundert. Während des Dreißigjährigen Krieges wurde er in Breslau als Sohn eines protestantischen Adligen geboren, studierte Medizin und promovierte an der Universität Padua zum Doktor der Philosophie. Doch nicht der Protestantismus, sondern die katholische Mystik faszinierte Scheffler so sehr, dass er 1653 in einem spektakulären Schritt zum katholischen Glauben übertrat. Fortan wetterte "Angelus Silesius" (Der schlesische Engel), wie er sich nun nannte, im Dienste der Gegenreformation und predigte den gewaltsamen Kampf gegen die lutherischen Ketzer. Obwohl er gegen Ende seines Lebens immer mehr Züge eines asketischen Fanatikers annahm, zählen die Verse aus seinem Cherubinischen Wandersmann und der Heiligen Seelenlust zur hohen Dichtkunst des Barock. |
| 2941288 | ZeitZeichen 26. Dezember 1994: Der Todestag des Wissenschaftlers und Politikers Karl Schiller |
| Medienart: | Audio/mp3/podcast |
| Länge: | 14:31 min |
| Produktionsjahr: | 2009 |
| Eignung: | A(8-13) |
| Beschreibung: | Scharf im Denken; gradlinig im Handeln; schwierig im Umgang - so wird Karl Schiller von Menschen aus seinem Umfeld beschrieben. Das bekam auch die SPD von dem gebürtigen Breslauer zu spüren. 1972 verließ er das Kabinett Brandt, weil er die Schuldenpolitik des Kanzlers nicht mittragen wollte. Schlimmer noch für die Sozialdemokraten: wenige Wochen später verließ der einstige "Super-Minister" die Partei und machte Wahlkampfwerbung für die CDU; gemeinsam mit Ludwig Erhard, mit dem der promovierte Volkswirt bis heute in einem Atemzug genannt wird. Jahre später kehrte Karl Schiller zur SPD zurück und unterstützte Johannes Rau im Bundestagswahlkampf 1987. Wirtschaftspolitisch steht der Name Schiller für das Stabilitätsgesetz (als Antwort auf die erste Rezession 1966/67) und die "Konzertierte Aktion", den Versuch, durch kooperatives Verhalten von Politik und Tarifpartnern gleichzeitig Wachstum, hohe Beschäftigung und (langfristig) ausgeglichene Staatshaushalte zu erreichen. |
| 2941289 | ZeitZeichen 27. Dezember 1874: Der Todestag des Reklamekönigs Ernst Litfaß |
| Medienart: | Audio/mp3/podcast |
| Länge: | 14:31 min |
| Produktionsjahr: | 2009 |
| Eignung: | A(8-13) |
| Beschreibung: | Als "König der Reklame" und "Säulenheiliger" ging er in die Geschichte ein: Amadeus Ernst Theodor Litfaß. Kaufmann, Verleger und Druckereibesitzer, geboren 1816 in Berlin als Sohn einer wohlhabenden jüdischen Familie und einer der erfolgreichsten und kreativsten Unternehmer des 19. Jahrhunderts. Litfaß machte sich als Herausgeber der vormärzlichen Zeitschrift Berliner Krakehler einen Namen. Zudem brachte er das erste deutsche Stadtmagazin, den Tages-Telegrap, auf den Markt, mit Veranstaltungstipps und Restaurantempfehlungen, druckte Touristenführer für Berlin und betätigte sich als Event-Manager, indem er rauschende Feste und eine Feier zum 100. Geburtstag Friedrich Schillers organisierte. Unsterblich gemacht hat sich der umtriebige Ernst Litfaß jedoch mit seinen Anschlagsäulen, die er ab 1855 in Berlin aufstellen ließ. Die Alternative zum "wilden Plakatieren" überzeugte den Polizeipräsidenten und bald waren die Litfaßsäulen nicht mehr wegzudenken aus dem öffentlichen Leben. Litfaß starb 1874 im Alter von 58 Jahren. |
| 2941290 | ZeitZeichen 28. Dezember 1849: Jean-Baptiste Jolly-Bellin erfindet die chemische Reinigung |
| Medienart: | Audio/mp3/podcast |
| Länge: | 13:32 min |
| Produktionsjahr: | 2009 |
| Eignung: | A(8-13) |
| Beschreibung: | Bei "Sauberland, "Picobello" oder "Adretta" werden Kleidungsstücke von Speiseresten, Fettflecken oder Schmuddelrändern tiptop befreit. Und alles ohne einen Tropfen Wasser! Erfunden wurde die chemische Reinigung zufällig im Jahr 1849 in Paris von Jean-Baptiste Jolly-Bellin. Als er eine Spirituslampe umstieß und deren Inhalt sich auf ein frisch gewaschenes Tischtuch ergoss, bemerkte er, dass die vom Spiritus getränkten Stellen sauberer geworden waren als die übrigen Teile. Nach weiteren Versuchen konnte Jolly-Bellin in seinem Schneidergeschäft einen neuen Kundendienst anbieten: "Nettoyage à sec", die Trockenreinigung. Die Kleidungsstücke, die gereinigt werden sollten, wurden aufgetrennt und die einzelnen Teile in eine Schale mit Terpentinölgemisch gelegt, das Bellin "Camphene" nannte. Dann wurden sie gebürstet, nochmals eingetaucht, und wieder zusammengenäht. So umständlich arbeiten Textilreinigungen heute nicht mehr. Sie sind mit modernster Technik ausgerüstet und Computer und Mess-Sensoren überwachen das gesamte Reinigungsprogramm. |
| 2941291 | ZeitZeichen 1509: Im Jahr 1509 wird der "Hosenmaler" Daniele de Volterra geboren |
| Medienart: | Audio/mp3/podcast |
| Länge: | 14:17 min |
| Produktionsjahr: | 2009 |
| Eignung: | A(8-13) |
| Beschreibung: | Hier ein blankes Hinterteil, dort ein wenig verhüllter Schambereich - das war eindeutig zu viel nackte Haut für den Papst. Zumal sie dort zu sehen war, wo sich die Kardinäle der Christenheit zusammenfinden, um einen neuen Pontifex zu wählen: In der Sixtinischen Kapelle. Das Streitobjekt war "Das Jüngste Gericht", ein monumentales Wandgemälde, das Michelangelo 1541 nach fast zehn Jahren Arbeit enthüllte. Kurz nach der Vollendung wurden unter den Geistlichen Stimmen laut, die das Gemälde als unanständig und abstoßend empfanden. Michelangelo drohte sogar eine Anklage. Am 11. Januar 1564 erließen daraufhin die versammelten Kirchenfürsten auf dem Konzil von Trient das Dekret, die anrüchigsten Figuren zu entschärfen. Die Arbeit erledigte der Michelangelo-Schüler Daniele de Volterra - und geht damit in die Kunstgeschichte als der "Hosenmaler" ein. Seine eigenen Werke hingegen geraten fast in Vergessenheit. |
| 2941292 | ZeitZeichen 30. Dezember 1819: Der Geburtstag des Dichters Theodor Fontane |
| Medienart: | Audio/mp3/podcast |
| Länge: | 14:38 min |
| Produktionsjahr: | 2009 |
| Eignung: | A(8-13) |
| Beschreibung: | Theodor Fontane war wohl das, was viele einen "Spätzünder" nennen. Er war kein besonders guter Schüler. Sein Vater wollte, dass er Apotheker wird. Er ist es geworden, aber er hat den Beruf nicht geliebt. Er wollte studieren, er wollte zur Eisenbahn - beides nur Flausen. Er gibt Englisch-Unterricht, schreibt Artikel für Zeitungen, wird Redakteur. Er kündigt, sucht sich neue Jobs, geht ins Ausland - nichts will ihm so recht gelingen. Das geht fast sechs Jahrzehnte so. Als er 57 Jahre alt ist, vermitteln ihm Freunde den begehrten und gut bezahlten Posten eines "Ersten Sekretärs" an der Akademie der Künste. Er aber beschließt, ab jetzt Romane schreiben zu wollen und kündigt nach nur drei Monaten. "Mir ist die Freiheit Nachtigall, den andern Leuten das Gehalt," sagt er. Seiner Frau platzt der Kragen - am liebsten hätte sie ihn wohl mit dem Nudelholz erschlagen. Hätte sie es getan, niemand würde heute Theodor Fontane kennen. |
| 2941293 | ZeitZeichen 31. Dezember 1999: Die Jahreswende 1999/2000 |
| Medienart: | Audio/mp3/podcast |
| Länge: | 14:40 min |
| Produktionsjahr: | 2009 |
| Eignung: | A(8-13) |
| Beschreibung: | Schon im Frühjahr des Jahres 1999 setzte in Deutschland das laute Getrappel eines apokalyptischen Reiters ein, von dem viele Menschen nie zuvor gehört hatten: Der "Y2K-bug" war auf dem Weg, der Computer-GAU des Jahrtausends. Bald stand der gesamten westlichen Welt die Horrorvision vor Augen, die sich mit dem Neujahrstag 2000 erfüllen würde, weil in den meisten Computern Jahreszahlen zweistellig erfasst waren und die Programme beim Datum "00" nicht zwischen den Jahrhunderten zu unterscheiden wussten: Computerabstürze bei Banken, Industrie und Kernkraftwerken waren gewiss, dramatisch steigende Sterberaten und eine schwere weltweite Rezession zwei der dramatischsten Folgen. Doch die Katastrophe blieb aus und es gab lediglich kuriose Pannen: eine Videothek in Albany etwa wollte einem Kunden eine Gebühr für die Überziehung der Leihzeit über 100 Jahre verpassen. Plus 1 Dollar Strafe, falls die Cassette nicht zurückgespult wäre. |
| 2941294 | ZeitZeichen 1. Januar 1785: Die englische Tageszeitung "The Times" erscheint zum ersten Mal |
| Medienart: | Audio/mp3/podcast |
| Länge: | 13:40 min |
| Produktionsjahr: | 2010 |
| Eignung: | A(8-13) |
| Beschreibung: | Wie heißt die Standard-Schrift im Textverarbeitungsprogramm? Jeder kennt diese klaren, schnörkellosen Buchstaben. "Times Roman" heißen sie. Und wer sich in London oder anderswo auf der Welt eine berühmte Tageszeitung kauft, der wird die Neuigkeiten in eben jener Schriftart lesen, denn für diese Tageszeitung wurde sie entwickelt, für "The Times". Diese Zeitung hat aber noch ganz andere Dinge in die Welt gebracht: mit ihr begann zum einen die Ära der Massenblätter, denn die Times wurde als erste Zeitung mit einer dampfgetriebenen Schnellpresse in hoher Auflage gedruckt. Und zum anderen prägte sie das Prinzip der Unabhängigkeit. Der Sohn des ersten Herausgebers setzte es durch: Wir müssen völlig frei sein in der Berichterstattung und dürfen uns nicht von Regierung oder Parteien beeinflussen lassen. Allerdings ist es umstritten, ob dieses Prinzip für die Times noch immer gilt. |
| 2941295 | ZeitZeichen 2. Januar 1920: Der Geburtstag des Biochemikers und Schriftstellers Isaac Asimov |
| Medienart: | Audio/mp3/podcast |
| Länge: | 14:38 min |
| Produktionsjahr: | 2010 |
| Eignung: | A(8-13) |
| Beschreibung: | "Ein Roboter darf keinen Menschen verletzen oder durch Untätigkeit zu Schaden kommen lassen." Das erste Gesetz der Robotik von Isaac Asimov. Der Doktor der Biochemie veröffentlichte bereits mit 19 Jahren seine erste Science Fiktion Geschichte, knapp 20 Jahre später machte er die Schriftstellerei zu seinem Hauptberuf. Künstliche Welten und vor allem künstliche Intelligenzen interessierten den russisch-amerikanischen Wissenschaftler und er ersann Robotergeschichten der nahen Zukunft, Roboterkrimis der weiteren Zukunft und Geschichten um das galaktische Imperium der fernen Zukunft. Viele inspirierte er mit seinen Ideen, die er in mehr als 500 Büchern veröffentlichte. Darunter auch zahlreiche wissenschaftliche Werke zum Thema Physik, Chemie, anderen Naturwissenschaften und auch der Bibel. |
| 2941296 | ZeitZeichen 3. Januar 1960: Das DDR-Urlauberschiff "Völkerfreundschaft" wird übergeben |
| Medienart: | Audio/mp3/podcast |
| Länge: | 14:36 min |
| Produktionsjahr: | 2010 |
| Eignung: | A(8-13) |
| Beschreibung: | Alles begann mit der sogenannten "Steckenpferdbewegung". Im Jahre 1958 verpflichteten sich die Angehörigen des VEB "Steckenpferd", eines Kosmetikbetriebes in Radebeul bei Dresden, über den Plan hinaus Exportgüter im Werte von 100.000 Dollar zu produzieren. Aus dem Erlös kaufte der "Freie Deutsche Gewerkschaftsbund" der DDR das in Schweden gebaute Passagierschiff "Stockholm". Am 3. Januar 1960 wechselte die "Stockholm" ihre Flagge. "MS Völkerfreundschaft" stand jetzt an ihrem Bug. Das Schiff sollte von nun an die Werktätigen des Arbeiter- und Bauern-Staates durch die Weltmeere schippern: Sie tat es. Bis zwischen Ost und West eine Mauer stand, und man die Passagiere in zwei Klassen teilte. Das Schiff symbolisiert die Situation der Menschen in der DDR: Sie sahen ein Stück von der Welt, aber sie durften ihre "Insel" nicht verlassen. |
| 2941297 | ZeitZeichen 4. Januar 1950: Ben Gurion erklärt Jerusalem zur Hauptstadt Israels |
| Medienart: | Audio/mp3/podcast |
| Länge: | 14:37 min |
| Produktionsjahr: | 2010 |
| Eignung: | A(8-13) |
| Beschreibung: | Der erste von fünf Nahostkriegen des 20. Jahrhunderts war gerade vorbei, da erklärte Ben Gurion, Premierminister des jungen Staates Israel, am 4. Januar 1950 Jerusalem zur Hauptstadt. Fast 3000 Jahre nachdem König David die Stadt erobert haben soll, schloss sich damit für die Juden der Kreis. Aus Sicht der Palästinenser ist dies bis heute nicht akzeptabel. Sie wollen Jerusalem als ungeteilte Hauptstadt eines arabischen Palästina. 1980 erklärte das israelische Parlament erneut Jerusalem zur Hauptstadt Israels, diesmal war auch der palästinensische Ostteil gemeint. Eine Stadt, zwei Völker, drei Religionen. Nirgendwo sonst auf der Welt bündeln sich auf engstem Raum derart viele Ansprüche, Wünsche und Hoffnungen - und prallen hart auf die Realität. |
| 2941298 | ZeitZeichen 5. Januar 2000: Der Todestag des Schauspielers und Regisseurs Bernhard Wicki |
| Medienart: | Audio/mp3/podcast |
| Länge: | 13:26 min |
| Produktionsjahr: | 2010 |
| Eignung: | A(8-13) |
| Beschreibung: | 1945: Jugendliche deutsche Soldaten verteidigen eine unwichtige Brücke vor den anrückenden Amerikanern. Fast alle bezahlen diesen sinnlosen Einsatz mit ihrem Leben. Diese Geschichte erzählt Bernhard Wicki in "Die Brücke", seiner zweiten Regiearbeit, die ihn international bekannt machte. In Hollywood drehte er die deutsche Episode von "Der längste Tag" und "Morituri". Der letzte Film des gelernten Schauspielers war "Das Spinnennetz". Ein Kritiker schrieb über ihn: "Wicki war in den meisten seiner Inszenierungen ein unbestechlicher, klarer Interpret kritischer, zeitbezogener Themen." |
| 2941299 | ZeitZeichen 6. Januar 1920: Der Geburtstag des Gründers der Vereinigungskirche Sun Myung Moon |
| Medienart: | Audio/mp3/podcast |
| Länge: | 14:38 min |
| Produktionsjahr: | 2010 |
| Eignung: | A(8-13) |
| Beschreibung: | Am 14. Oktober 2009 war es wieder soweit: Bei einer Zeremonie in Südkorea traute der umstrittene Gründer der Vereinigungskirche Sun Myung Moon fast zehntausend Paare, die zum ersten Mal heiraten oder ihr Ehegelübde erneuern wollten. Die "wahren Eltern" in Gestalt des hoch betagten Moon und seiner Gattin Hak Ja Han segneten die Teilnehmer der Massenhochzeit höchstpersönlich - zeitgleich fanden weltweit ähnliche Massensegnungen statt. Wer wollte, konnte die Zeremonie live im Internet verfolgen. Für derartige Massenhochzeiten ist die Bewegung bekannt. 1954 hatte Sun Myung Moon sie in Südkorea gegründet. Moon, der sich selbst als Messias bezeichnet, soll inzwischen über ein gewaltiges Firmenimperium verfügen. Reichtum, den er Kritikern zufolge vor allem durch unbezahlte Arbeitseinsätze gläubiger Kirchenmitglieder erlangt haben soll. Nach der offiziellen Biografie Moons ist ihm 1936 Jesus erschienen und habe ihn dazu berufen, dessen unbeendete Mission fortzusetzen und das Himmelreich auf Erden zu vollenden. Die meisten Anhänger hat Moon in den USA, Korea und Japan. In Deutschland gibt es rund 900 Mitgliedsfamilien. |
| 2941300 | ZeitZeichen 7. Januar 1910: Der Geburtstag von August Dickmann, des ersten Kriegsdienstverweigerers im Zweiten Weltkrieg |
| Medienart: | Audio/mp3/podcast |
| Länge: | 14:27 min |
| Produktionsjahr: | 2010 |
| Eignung: | A(8-13) |
| Beschreibung: | Etwa 300 Bibelforscher mussten kurz nach Kriegsbeginn im KZ Sachsenhausen antreten. Sie sahen, wie ihr Glaubensbruder August Dickmann aus Dinslaken von einem SS-Kommando erschossen wurde. Dieses Exempel sollte die Verweigerung der Zeugen Jehovas, damals Bibelforscher genannt, gegenüber dem NS-Regime brechen. Ohne Erfolg. Etwa 250 von ihnen wurden wegen Kriegsdienstverweigerung hingerichtet. August Dickmann war der erste. Die Gemeinschaft der Zeugen Jehovas geht auf den US-amerikanischen Bibelforscher Charles T. Russell zurück, der ab 1870 eine spezielle Deutung der Bibel predigte. Der Endkampf um die Welt stehe kurz bevor. Auf Satans Niederlage folge das Tausendjährige Reich Christi, Jehovas Königreich. Nur wer sich der neuen Lehre anschließe, werde als Auserwählter von Gott gerettet. Den Gläubigen wurde verboten, einer irdischen Macht zu dienen. Sie gehen bis heute nicht wählen, verweigern den Kriegsdienst, treten keinen staatlichen Organisationen bei und lehnen Bluttransfusionen ab. In der NS-Zeit starben insgesamt etwa 1.200 Zeugen Jehovas durch staatliche Repression. In der DDR wurden etwa 5.000 zu Gefängnisstrafen verurteilt. |
| 2941301 | ZeitZeichen 8. Januar 1935: Der Geburtstag von Elvis Presley |
| Medienart: | Audio/mp3/podcast |
| Länge: | 14:27 min |
| Produktionsjahr: | 2010 |
| Eignung: | A(8-13) |
| Beschreibung: | Er stellte die Welt auf den Kopf, machte die Jugend rebellisch und trug mit laszivem Beckenkreisen zur sexuellen Befreiung Amerikas bei. Elvis Aaron Presley stieg mit Schmalzlocke, engen Anzügen und samtweicher Stimme vom Lastwagenfahrer zum King of Rock auf. Seine kometenhafte Karriere vom Jungen aus dem Südstaatenkaff zum Superstar verkörpert den amerikanischen Traum. Am 8. Januar 1935 erblickte er das trübe Licht der armen Welt von Tupelo (Mississippi) in einer kleinen Bretterbude. "Ich singe wie kein anderer", versprach er, als er zum ersten mal die "Sun Studios" in Memphis (Tennessee) betrat, um seiner Mutter ein Ständchen aufzunehmen. Der Rest ist Rockgeschichte. Eine Geschichte, hinter der aber auch noch eine andere steht: Die des überlebenden Zwillingsbruders mit der engen Mutterbindung. Die Geschichte von der unstillbaren Sucht nach Liebe und Anerkennung - und schließlich nach Pillen. Viele Millionen und 250 Pfund Körpergewicht schwer starb Elvis Presley im August 1977 einsam in seiner Villa Graceland in Memphis. |
| 2941302 | ZeitZeichen 9. Januar 1890: Der Geburtstag von Kurt Tucholsky |
| Medienart: | Audio/mp3/podcast |
| Länge: | 14:09 min |
| Produktionsjahr: | 2010 |
| Eignung: | A(8-13) |
| Beschreibung: | Unter Pseudonymen wie Theobald Tiger oder Peter Panter veröffentlicht der Berliner Journalist und Schriftsteller gesellschaftskritische Satiren und bitterböse Polemiken, er schreibt für Theater und Kabarett, für das berühmte Wochenblatt "Die Weltbühne". Als kritischer Zeitgeist, Sozialdemokrat, Pazifist und Antimilitarist, erkennt dieser schon früh die Gefahr, die von den Nazis ausgeht. Als 1933 seine Bücher verbrannt werden, befindet sich Tucholsky, getaufter Jude, längst im schwedischen Exil. Schwer krank, stirbt er 1935 an einer Überdosis Schlaftabletten. Selbstmord oder tragisches Versehen? Das ist bis heute nicht geklärt. |
| 2941303 | ZeitZeichen 10. Januar 1920: Der Geburtstag von Rut Brandt |
| Medienart: | Audio/mp3/podcast |
| Länge: | 14:30 min |
| Produktionsjahr: | 2010 |
| Eignung: | A(8-13) |
| Beschreibung: | Drei Jahre alt war sie, als ihr Vater starb. Mit ihren Schwestern wuchs sie auf im Haushalt der Mutter, die sich als christliche Sozialistin verstand. Die sechzehnjährige Verkäuferin Rut Hansen wurde Mitglied einer sozialistischen Jugendgruppe und arbeitete während des Zweiten Weltkriegs gegen die deutsche Besatzung. 1942 flog die illegale Arbeit der Gruppe auf. Die Jugendlichen hatten die Nachrichten der BBC abgehört, aufgeschrieben und als Zeitung verbreitet. Rut Hansen musste mit einer ihrer Schwestern nach Schweden fliehen. 1944 lernte sie den Journalisten Willy Brandt kennen, den sie vier Jahre später heiratete. Rut Brandt wurde zur Mutter von Peter, Lars und Matthias. Freunde sind davon überzeugt, dass die politische Karriere ihres Ehemannes ohne diese Frau kaum denkbar gewesen wäre. Ein Leben zwischen Norwegen und Deutschland, das 2006 zu Ende ging. |
| 2941304 | ZeitZeichen 11. Januar 630: Der Prophet Mohammed zerstört die Götzenbilder der Kaaba |
| Medienart: | Audio/mp3/podcast |
| Länge: | 14:34 min |
| Produktionsjahr: | 2010 |
| Eignung: | A(8-13) |
| Beschreibung: | Jedes Jahr besuchen mehr als zwei Millionen Muslime die heilige Stadt Mekka in Saudi-Arabien, um die Pilgerfahrt, die so genannte Hadsch, zu vollziehen. Die Pilger umrunden - in weiße Gewänder gehüllt - die Kaaba und absolvieren viele weitere, genau vorgeschriebene Rituale wie die symbolische Steinigung des Satans. Der Koran hat den Muslimen die Wallfahrt zur Pflicht gemacht. Mindestens einmal im Leben soll der Gläubige, wenn es ihm finanziell und gesundheitlich möglich ist, nach Mekka pilgern. Der Prophet Mohammed selbst hatte die Götzenbilder der zahlreichen vorislamischen Gottheiten, die bis dahin in der Kaaba verehrt worden waren, zerstört und dann die Kaaba zum rein islamischen Pilgerziel gemacht. |
| 2941305 | ZeitZeichen 12. Januar 1900: Der Geburtstag der Schauspielerin Eleonora von Mendelssohn |
| Medienart: | Audio/mp3/podcast |
| Länge: | 14:37 min |
| Produktionsjahr: | 2010 |
| Eignung: | A(8-13) |
| Beschreibung: | Fast immer nennt man sie in einem Atemzug: Eleonora von Mendelssohn, geboren am 12. Januar 1900, und ihren um ein Jahr jüngeren Bruder Francesco. Sie waren unzertrennlich. Sie glänzten durch Schönheit, Reichtum und Esprit. In den 20er Jahren galten sie als das glamouröseste Paar des an glanzvollen Exzentrikern nicht gerade armen Berlin. Sie kamen aus einer an großen Künstlern reichen Familie. Bekannte Künstler und Politiker waren Gäste im Elternhaus, Künstler wurden auch sie: Francesco Cellist, die schöne Eleonora Schauspielerin, die mit allen großen Regisseuren ihrer Zeit zusammenarbeitete und mit einigen, wie Max Reinhardt, auch liiert war. Nach der Machtergreifung emigrierten sie in die USA - der Beginn des Absturzes. Francesco ging an Alkohol und Drogen zugrunde. Eleonora beging Selbstmord, der - so die Schauspielerin Elisabeth Bergner - "schönste, edelste, vielbegabteste, unglücklichste Mensch, dem ich je begegnet war." |
| 2941306 | ZeitZeichen 13. Januar 1935: Die Volksabstimmung im Saargebiet |
| Medienart: | Audio/mp3/podcast |
| Länge: | 14:38 min |
| Produktionsjahr: | 2010 |
| Eignung: | A(8-13) |
| Beschreibung: | "Lieber republikanisch sterben als faschistisch verderben!" Mit dieser Parole warb der saarländische SPD-Vorsitzende Otto Braun vor der Volksabstimmung im Saargebiet für den Status quo. Das hieß: Französische Verwaltung auf unbestimmte Zeit. Kurz nach dem Ersten Weltkrieg wäre ein solcher Vorschlag undenkbar gewesen. Nach der Niederlage Deutschlands war das Saargebiet 1920 unter Verwaltung des Völkerbundes gestellt worden und hatte eine französische Regierung bekommen. Ob links oder rechts - jeder Politiker machte sich damals für einen Wiederanschluss des Saargebietes an Deutschland stark. Denn der Versailler Vertrag sah vor, dass die Saarländer 1935 in einer Volksabstimmung selbst über ihre Zukunft entscheiden sollten. Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten änderten vor allem die Linken an der Saar ihre Politik. Doch der Abstimmungskampf der Einheitsfront aus KPD, SPD und Gewerkschaften für eine Beibehaltung des Status quo blieb erfolglos. 90% der Saarländer entschieden sich am 13. Januar 1935 für den Weg "Heim ins Reich!". |
| 2941307 | ZeitZeichen 14. Januar 1800: Der Geburtstag des Mozart-Forschers Ludwig Alois Ritter von Köchel |
| Medienart: | Audio/mp3/podcast |
| Länge: | 14:41 min |
| Produktionsjahr: | 2010 |
| Eignung: | A(8-13) |
| Beschreibung: | Ludwig Alois Ritter von Köchel brachte Ordnung in Mozarts Schaffen, schrieb das berühmte Köchel-Verzeichnis und sicherte sich damit auf ewig einen Platz an der Seite des berühmten Salzburger Komponisten. Dabei war Mozart nicht die einzige Leidenschaft des Ritters von Köchel. Er sammelte über 13.000 Pflanzen sowie 3300 seltene Steine, katalogisierte und systematisierte sie und erwarb sich damit einen hervorragenden Ruf unter Botanikern und Geologen. Für sein Opus Magnum - dem Verzeichnis der Kompositionen von W. A. Mozart - reiste Köchel 12 Jahre durch Europa, suchte Autographe, schrieb in mühseliger Handarbeit alles ab, was ihm authentisch erschien und sortierte diesen Fundus thematisch und chronologisch. Nebenbei veröffentlichte er 83 Briefe Ludwig van Beethovens an Erzherzog Rudolph und brachte das Leben des österreichischen Hofkapellmeisters Johann Josef Fux auf 800 Seiten in Buchform. |
| 2941308 | ZeitZeichen 15. Januar 1970: Das Ende des Bürgerkriegs in Biafra |
| Medienart: | Audio/mp3/podcast |
| Länge: | 13:50 min |
| Produktionsjahr: | 2010 |
| Eignung: | A(8-13) |
| Beschreibung: | Kinder, die Hunger litten. Kinder mit großen, bittenden Augen und aufgequollenen Bäuchen. Die Fotos dieser Kinder aus Biafra zeigten 1968 und 1969 in allen Ländern des Westens das Elend in Afrika. In Deutschland hatten diese Bilder große Wirkung und lösten eine erste Spendenwelle aus. Die Ursachen des Krieges blieben weit weniger bekannt: Biafra ist eine Provinz des Vielvölkerstaates Nigeria in Westafrika. Sie war vom Reichtum des Landes, dem Erdöl, abgeschnitten. Die Ölquellen - obwohl in der Nähe Biafras gelegen - sprudelten in anderen Regionen. Zudem fühlten sich die christlichen Bewohner Biafras gegenüber muslimischen Stämmen benachteiligt. Biafra erklärte sich deshalb für unabhängig. Es kam zum Krieg mit Nigeria, in dem die kleine Provinz unterlag und am 15. Januar 1970 kapitulierte. Heute gehört Biafra wieder zu Nigeria, der Streit um Öl erschüttert die Region immer wieder - und weiterhin hungern Kinder. |
| 2941309 | ZeitZeichen 16. Januar 1975: Das Auswandererschutzgesetz wird verabschiedet |
| Medienart: | Audio/mp3/podcast |
| Länge: | 13:19 min |
| Produktionsjahr: | 2010 |
| Eignung: | A(8-13) |
| Beschreibung: | Das Gesetz sollte vor bösen Überraschungen schützen. Wer das Land verließ - aus welchen Gründen auch immer - sollte nicht auch noch mit falschen Erwartungen emigrieren. Wer daher in der Folge Auswanderungswillige beraten wollte, brauchte eine behördliche Genehmigung. Für viele Fachleute ein eigentümliches Vorgehen, denn eigentlich war in den 70er Jahren nicht die Auswanderung das Problem. Die Bundesrepublik entwickelte sich zu einem Einwanderungsland und dieser Prozess vollzog sich erst einmal ohne eine angemessene politische Intervention. So gibt es bis heute Stimmen, die dieses Gesetz eher für ein Ablenkungsmanöver hielten, denn die eigentlichen Probleme der Migration blieben ungelöst. |
| 2941310 | ZeitZeichen 17. Januar 1685: Das kaiserliche Privileg für den Kaffeeausschank wird erlassen |
| Medienart: | Audio/mp3/podcast |
| Länge: | 13:56 min |
| Produktionsjahr: | 2010 |
| Eignung: | A(8-13) |
| Beschreibung: | Ein Kaffeemonopol in Wien für 20 Jahre: Das wäre heute eine Goldgrube. Vor 325 Jahren war der Erfolg des "Türkentranks" dagegen noch nicht absehbar. Und der Armenier Johannes Diodato hätte wohl auch lieber Goldstücke gesehen als solch ein ungewöhnliches Privileg. Doch Kaiser Leopold in Wien war blank - seine Staatskasse leer wegen des Krieges mit den Türken. Deshalb wartete Johannes Diodato vergebens auf eine Belohnung für seine Dienste als Kundschafter im Türkenkrieg, bekam aber das Kaffee-Privileg. Schön war sein Café wohl auch nicht. Eher eine Kaffeehöhle als ein Kaffeehaus. Immerhin der Ort war klug gewählt: Dort, wo sich in Wien der Handelsverkehr nach Südosten hin konzentrierte. So verband sich im ersten Wiener Kaffeehaus für die Kunden gleich beides miteinander: Genuss und Geschäft. |
| 2941311 | ZeitZeichen 18. Januar 2005: Der Airbus A380 wird vorgestellt |
| Medienart: | Audio/mp3/podcast |
| Länge: | 14:38 min |
| Produktionsjahr: | 2010 |
| Eignung: | A(8-13) |
| Beschreibung: | Er ist das jüngste Baby in der Airbus-Flotte - ein Riesenbaby. Seine Geburt war begleitet von heftigen Wehen. Kein Wunder, wenn man den Ehrgeiz hat, den größten Passagier-Jet der Geschichte zu bauen: 6 Stockwerke hoch, 80 Meter Spannweite und 600 Tonnen schwer. Der A380 überragt deutlich den amerikanischen Jumbo-Jet, bis dahin das Maß aller Dinge im zivilen Luftverkehr. Die Entwicklung zog sich lange hin, mehrmals musste die Vorstellung verschoben werden. Am 18. Januar 2005 schließlich erblickt der A380 erstmals das Blitzlicht der Welt, als er im französischen Toulouse aus dem Hangar rollt - der Stolz der europäischen Luftfahrtindustrie. |
| 2941312 | ZeitZeichen 19. Januar 2000: Der Todestag der Schauspielerin Hedy Lamarr |
| Medienart: | Audio/mp3/podcast |
| Länge: | 14:25 min |
| Produktionsjahr: | 2010 |
| Eignung: | A(8-13) |
| Beschreibung: | Sie hat sich nie Illusionen über ihren Job gemacht: "Jedes Mädchen kann glamourös sein. Alles, was du zu tun hast, ist still stehen und dumm dreinschauen." Dabei war Hedy Lamarr der Inbegriff des Glamours - eine Hollywood-Göttin, strahlend und geheimnisvoll. Als sie 1937 in der Traumfabrik eintraf, feierte man sie als die "schönste Frau der Welt". Die atemberaubende Brünette hieß eigentlich Hedwig Kiesler und war die Tochter eines jüdischen Bankiers aus Wien. Als junges Mädchen wurde sie von Max Reinhardt entdeckt, bevor sie 1933 mit dem Film "Ekstase" weltberühmt wurde: Hedy war die erste Nackte auf der Leinwand, und die erste, die im Film einen Orgasmus spielte - wobei man sie angeblich mit einer Sicherheitsnadel in den Po gestochen hat. Nach diesem ungeheuren Skandal heiratete sie einen Waffenproduzenten, aus dessen goldenem Käfig sie wenig später nach Hollywood flüchtete. |
| 2941313 | ZeitZeichen 20. Januar 1925: Der Geburtstag des nicaraguanischen Dichters und Revolutionärs Ernesto Cardenal |
| Medienart: | Audio/mp3/podcast |
| Länge: | 14:35 min |
| Produktionsjahr: | 2010 |
| Eignung: | A(8-13) |
| Beschreibung: | Ernesto Cardenal, der Millionärssohn, schließt sich schon früh der sandinistischen Guerilla an. Mit Gedichten, Gebeten und Gewehren kämpft er gegen die Diktatur in seiner Heimat Nicaragua. Seine "Psalmen" werden zur Grundlage für die Theologie der Befreiung und seine christliche Gemeinschaft auf den Solentiname-Inseln im Großen See von Nicaragua zu einer Keimzelle der Revolution. 1979 stürzen die Sandinisten den Diktator Somoza. Cardenal wird für acht Jahre Kulturminister und beginnt eine Alphabetisierungskampagne. Tausende Sympathisanten aus Deutschland und anderen europäischen Ländern bauen Schulen in Nicaragua und kämpfen gegen die von den USA finanzierten Contras. Heute lebt Ernesto Cardenal als Schriftsteller in Managua. Von den Sandinisten hat er sich abgewandt, aber er glaubt noch immer, "dass eine andere Welt möglich ist - und eine andere Kirche." |
| 2941314 | ZeitZeichen 21. Januar 1800: Der Geburtstag des evangelischen Theologen Theodor Fliedner |
| Medienart: | Audio/mp3/podcast |
| Länge: | 14:27 min |
| Produktionsjahr: | 2010 |
| Eignung: | A(8-13) |
| Beschreibung: | Viele junge Frauen hat er unter die Haube gebracht. Aus sieben Metern Stoff bestand damals das gefaltete weiße Ungetüm auf ihren Köpfen. Das tägliche Falt-Zeremoniell gönnte den Schwestern wenigstens am Morgen ein paar Minuten für sich selbst. Denn Diakonissen sind übersetzt Dienerinnen der Gemeinschaft. Am Anfang war es eine Befreiung junger Frauen: Als Diakonisse konnten unversorgte, nicht verheiratete Frauen Anfang des 19. Jahrhunderts erstmals das professionell tun, was sie sonst auch taten: Erziehen und Pflegen. Der evangelische Pfarrer Theodor Fliedner und seine Frau Friederike sind so etwas wie die Erfinder der Krankenschwester. Die evangelische Schwesternschaft begann als kleine emanzipatorische Revolution. Heute sucht sie dringend nach zeitgemäßen Formen. |
| 2941315 | ZeitZeichen 22. Januar 1960: Die "Familie Hesselbach" kommt ins Fernsehen |
| Medienart: | Audio/mp3/podcast |
| Länge: | 14:04 min |
| Produktionsjahr: | 2010 |
| Eignung: | A(8-13) |
| Beschreibung: | Ob die Schwarzwälder Brinkmanns, die Kölschen Beimers oder die Beckers aus dem Saarland: Familienserien hat es im deutschen Fernsehen schon immer gegeben. Eine der ersten war "Die Firma Hesselbach". Am 22. Januar 1960 ging sie auf Sendung und stellte die Deutschen aus Nord und Süd vor ein Sprachproblem: Denn "Babba Kall, Mamma Mariesche" und alle anderen Personen babbelten hessisch. Erfinder und Hauptdarsteller des Clans war der Journalist und Satiriker Wolfgang Schmidt. Er machte seine Schauspieler Liesel Christ, Lia Wöhr und Uwe Dallmeier landesweit bekannt. Dabei handelte die Serie von eher banalen Alltagsproblemen. Die Einschaltquoten lagen bei 90% - allerdings gab es auch nur ein Fernsehprogramm. Als 1963 das ZDF auf Sendung ging, besuchten die Zuschauer ihre Familie Hesselbach immer seltener und die Serie wurde eingestellt. |
| 2941316 | ZeitZeichen 23. Januar 1710: August der Starke befiehlt die Gründung einer Porzellanmanufaktur |
| Medienart: | Audio/mp3/podcast |
| Länge: | 13:48 min |
| Produktionsjahr: | 2010 |
| Eignung: | A(8-13) |
| Beschreibung: | In einem "allerhöchsten Dekret" befiehlt August der Starke, König von Polen und Kurfürst von Sachsen am 23. Januar 1710 die Gründung einer Porzellanmanufaktur. Auf der Albrechtsburg in Meißen wird sie eingerichtet, geschützt von dicken Mauern, denn das Geheimnis des Porzellans ist kostbarer als Gold. Jahrhunderte lang hatten die europäischen Höfe erlesenes weißes Geschirr für viel Geld aus Asien importieren müssen. Das europäische Steinzeug eignete sich für Bierhumpen und Breischalen, das asiatische Porzellan aber war der letzte Schrei für die exotischen Modegetränke Tee, Kaffee und Schokolade und für verspielte Tischdekorationen. 1710 endlich gelang einer Gruppe Alchimisten um Ehrenfried Walter von Tschirnhaus und Johann Friedrich Böttger die Herstellung des ersten europäischen Porzellans. Eine Entdeckung, die Böttger die Freiheit kostete - er wurde aus Angst vor Geheimnisverrat interniert - und Sachsen Reichtum brachte. Jedenfalls so lange bis das Geheimnis doch durchgesickert war und in ganz Europa Manufakturen gegründet wurden. |
| 2941317 | ZeitZeichen 24. Januar 1960: Der Todestag des Pianisten Edwin Fischer |
| Medienart: | Audio/mp3/podcast |
| Länge: | 14:40 min |
| Produktionsjahr: | 2010 |
| Eignung: | A(8-13) |
| Beschreibung: | Neben Wilhelm Backhaus, Wilhelm Kempff und Walter Gieseking gehörte Edwin Fischer zu den Hauptvertretern der deutschen Klavierkunst in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. "Wildheit und Zartheit wohnten in seinem Klavierspiel nahe beieinander", schrieb sein Schüler Alfred Brendel, "und dämonischen Ausbrüchen folgte wie durch Zaubermacht innerer Friede." Fischer stammte aus einer deutsch-böhmischen Musikerfamilie und wurde 1886 in Basel geboren. Das Berliner Musikleben prägte die Persönlichkeit des Musikers, der neben der Solokarriere auch als Dirigent und Kammermusiker reüssierte. Den Musikideologen des Dritten Reichs verschloss er sich nicht; sein Kernrepertoire mit den Fixsternen Bach, Mozart, Beethoven, Schubert und Brahms sparte die Moderne ohnehin aus. Bis zu seinem Lebensende war Fischer ein begeisterter Lehrer, und seine Schüler unterrichtete er so lange, bis sie nicht mehr fühlten, dass sie spielten, sondern dass "es spielt". |
| 2941318 | ZeitZeichen 25. Januar 1640: Der Todestag des englischen Schriftstellers Robert Burton |
| Medienart: | Audio/mp3/podcast |
| Länge: | 14:41 min |
| Produktionsjahr: | 2010 |
| Eignung: | A(8-13) |
| Beschreibung: | Ein Grab in der alten gotischen Kirchenhalle der Christ Church Cathedral, Oxford: Die Büste eines Mannes blickt mit starren Augen den Besucher an. Hohe Stirn, Vollbart, weiße Halskrause. Darunter eine rätselhafte Grabinschrift: "Wenigen bekannt, noch wenigeren unbekannt, liegt hier Democritus Junior, dem die Melancholie das Leben gab und den Tod." Es ist das Grab von Robert Burton - ein akademischer Exzentriker, der unter seinem Pseudonym Demokrit Junior der Nachwelt eine seltsame Schrift mit dem Titel "Die Anatomie der Melancholie" hinterließ. 1621 ist sie erstmals erschienen. Eine Mischung aus gelehrter Betrachtung, medizinischer Abhandlung, Zitatensammlung und autobiographischer Selbstanalyse über die Schwermut und ihre Auswirkungen. Dies Werk versucht zu ergründen, warum Genie und Wahnsinn gern dicht beisammen wohnen. Aber auch, warum sich knapp vier Jahrhunderte später ein Torwart vor einen Zug wirft. |
| 2941319 | ZeitZeichen 26. Januar 1905: Der Geburtstag der Musikerin Maria Augusta von Trapp |
| Medienart: | Audio/mp3/podcast |
| Länge: | 14:31 min |
| Produktionsjahr: | 2010 |
| Eignung: | A(8-13) |
| Beschreibung: | Im Dirndl die Mädchen, im Lodenjanker die Jungs, alle ordentlich gewaschen, gescheitelt und aufgereiht wie die Orgelpfeifen: So stellt man sich in den harmoniesehnsüchtigen Fünfzigern die ideale Familie vor. Und singen können sie auch noch! Doch als 1956 der Heimatfilm "Die Trapp-Familie" über die deutschen Nachkriegs-Bildschirme flimmert, ist das reale Vorbild des Familienchors schon längst in Auflösung begriffen: Immer mehr Kinder gehen der vermeintlichen Supermutti Maria Augusta von Trapp von der Fahne. Denn so liebreizend, rein und selbstlos wie von Ruth Leuwerik im Film verkörpert, war sie selbst wohl keineswegs: Weggefährten beschreiben Maria Augusta von Trapp, geboren am 26. Januar 1905 in Wien, als cholerische Naturgewalt. Dabei hatte sie eigentlich Nonne werden wollen! Doch als sie 1925, mit gerade zwanzig Jahren, den verwitweten österreichischen Korvettenkapitän Georg Ludwig von Trapp und vor allem seine sieben Kinder kennenlernt, ist es um sie geschehen - der Beginn einer rasanten Weltkarriere, die die Familie bis nach Südamerika und Australien führen wird. |
| 2941320 | ZeitZeichen 27. Januar 1850: Der Todestag des Bildhauers Johann Gottfried Schadow |
| Medienart: | Audio/mp3/podcast |
| Länge: | 14:28 min |
| Produktionsjahr: | 2010 |
| Eignung: | A(8-13) |
| Beschreibung: | Sein berühmtestes Werk wurde geklaut: die Quadriga auf dem Brandenburger Tor. Napoleon ließ den von Johann Gottfried Schadow geschaffenen Vierspänner 1806 abschrauben und nach Paris verschleppen, 1814 holten die Preußen ihn wieder zurück. Auch sonst erlebte der bedeutende Bildhauer manche Überraschung in seinem Leben: er wurde - als Berliner - zum Ehrenmitglied der Großen Kölner Karnevalsgesellschaft ernannt. 1824, im damals stattlichen Alter von 60 Jahren, bekam er noch einen Sohn. Als er mit 75 endlich in Pension gehen wollte, wurde sein Antrag abgelehnt. Schadows vielleicht schönstes Werk: das zauberhafte Doppelstandbild der preußischen Kronprinzessin und späteren Königin Luise und ihrer Schwester Friederike, ein Hauptwerk des Berliner Klassizismus. |
| 2941321 | ZeitZeichen 28. Januar 1850: Eine Dampfkesselexplosion führt zur Gründung des TÜV |
| Medienart: | Audio/mp3/podcast |
| Länge: | 14:24 min |
| Produktionsjahr: | 2010 |
| Eignung: | A(8-13) |
| Beschreibung: | Es begann mit einem Riesenknall. Wieder einmal war ein Dampfkessel explodiert. Seit Ingenieure um 1800 die Hochdruckdampfmaschine erfunden hatten, flogen den Leuten die Kessel um die Ohren - bis es nicht mehr so weiter ging. Abhilfe musste her. Für Sicherheit sollte der DÜV sorgen, der Dampfkessel-Überwachungs-Verein. Diesen Vorläufer des TÜV, des Technischen-Überwachungs-Vereins, gründete die Industrie, die so bis heute die technische Sicherheit kontrolliert. Und mittlerweile mehr als das, denn der TÜV und seine Konkurrenten prüfen fast alles, vom Kraftfahrzeug bis zum Kernkraftwerk, vom Spielzeug bis zum Sparkassenservice und vom Fernseher bis zum Freizeitpark. Ein Milliardengeschäft. Allerdings hat die allumfassende Sicherheit einen Haken: Verführt das Gefühl der Sicherheit doch zu höherem Risiko und schafft damit neue Gefahren, die dann noch mehr Sicherheitstechnik nötig machen. Eine fatale Spirale. |
| 2941322 | ZeitZeichen 29. Januar 1860: Der Geburtstag des russischen Schriftstellers Anton Tschechow |
| Medienart: | Audio/mp3/podcast |
| Länge: | 14:36 min |
| Produktionsjahr: | 2010 |
| Eignung: | A(8-13) |
| Beschreibung: | Anton Tschechow ist Russlands Theatergott, der bis heute mit seinen Stücken die Bühnen seiner Heimat beherrscht. Aber auch sonst vergeht kein Jahr, in dem nicht in irgendeinem Theater "Der Kirschgarten", "Die Möwe" oder "Die drei Schwestern" zu sehen wären. Denn sie sind mehr als nur melancholisch-sarkastische Beobachtungen des provinziellen Russlands seiner Zeit - sie sind immer auch Beispiele der "Comédie humaine", des "ewigen Spiels, das man Leben nennt". Tschechow - im Hauptberuf Arzt - seziert die Befindlichkeit der bürgerlichen Gesellschaft, ihre Gefühle, die echten wie die falschen, wie ein Naturwissenschaftler. Aber er nimmt seine Protagonisten ernst, fühlt mit ihnen, selbst in seinen Komödien, die oft verkappte Tragödien sind, in seinen nicht selten bedrückenden Erzählungen, Novellen, Kurzromanen. Er ist eben einer der ganz großen Schriftsteller des 19. Jahrhunderts. |
| 2941323 | ZeitZeichen 30. Januar 1945: Der Untergang des Flüchtlingsschiffs "Wilhelm Gustloff" |
| Medienart: | Audio/mp3/podcast |
| Länge: | 14:18 min |
| Produktionsjahr: | 2010 |
| Eignung: | A(8-13) |
| Beschreibung: | Januar 1945: Die Rote Armee rückt näher. Tausende fliehen aus dem eingekesselten Ostpreußen an die Küste nach Gotenhafen. Hier fährt bald ein Schiff nach Kiel: Die "Wilhelm Gustloff".Über 10 000 Menschen drängen sich an Bord des ehemaligen Nazi-Paradedampfers, davon mehr als 9000 Flüchtlinge. Am 30. Januar wird das Schiff von dem sowjetischen U-Boot S13 verfolgt. An Bord ahnt niemand etwas von der Bedrohung. Um kurz nach 21 Uhr schlägt S13 zu: Drei Torpedos reißen die "Wilhelm Gustloff" auf, und das Schiff sinkt innerhalb von einer Stunde. Es gibt viel zu wenig Rettungsboote und nur 1252 Schiffbrüchige können gerettet werden. Der Untergang der "Wilhelm Gustloff" gilt als die größte Schiffskatastrophe der Geschichte. |
| 2941324 | ZeitZeichen 31. Januar 1850: Die Einführung des Dreiklassenwahlrechts in Preußen |
| Medienart: | Audio/mp3/podcast |
| Länge: | 14:14 min |
| Produktionsjahr: | 2010 |
| Eignung: | A(8-13) |
| Beschreibung: | Es war ein revidierter Verfassungsentwurf, der an diesem Tag verkündet wurde. Von einem allgemeinen Wahlrecht, wie zwei Jahre zuvor, war keine Rede mehr. Preußen ließ seinen Landtag fortan in drei Klassen wählen, eine bizarre Verzerrung der Stimmen. Abhängig von der Steuerkraft wurden Wahlklassen samt ihrer Wahlmänner eingeteilt. Das führte dazu, dass etwa im Jahr 1904 4% der wohlhabenden Bevölkerung ebenso viele Wahlmänner bestimmen konnten wie die Geringverdiener, die 82% der Gesamtbevölkerung stellten. Das preußische Dreiklassenwahlrecht fiel erst 1918 mit der Novemberrevolution. |
| 2941325 | ZeitZeichen 1. Februar 1895: Der Geburtstag des amerikanischen Filmregisseurs John Ford |
| Medienart: | Audio/mp3/podcast |
| Länge: | 14:29 min |
| Produktionsjahr: | 2010 |
| Eignung: | A(8-13) |
| Beschreibung: | Regiegiganten wie Orson Welles und Akira Kurosawa haben ihn verehrt. Durch ihn wurde John Wayne zum Star und das Monument Valley zu einer legendären Filmkulisse. John Ford hat 124 Hollywoodfilme gedreht, die Hälfte davon waren Western. Ein Kritiker nannte ihn "den größten Mythenpoet des amerikanischen Films". Vier Mal wurde Ford mit dem Oscar als "Bester Regisseur" ausgezeichnet. Zu seinen bekanntesten Arbeiten gehören: "Ringo", "Der schwarze Falke" und "Der Mann, der Liberty Valence erschoss". |
| 2941326 | ZeitZeichen 2. Februar 2005: Der Todestag des Boxers Max Schmeling |
| Medienart: | Audio/mp3/podcast |
| Länge: | 14:23 min |
| Produktionsjahr: | 2010 |
| Eignung: | A(8-13) |
| Beschreibung: | Als Max Schmeling seine "Erinnerungen" schrieb, war er 72 Jahre alt. Er wurde als National- und Volksheld gefeiert: 70 Profikämpfe, 56 Siege, 40 durch k.o., WM- und EM-Titel, zahlreiche Auszeichnungen, Ehrungen und Titel schmücken seinen Lebenslauf. Viel wichtiger aber: Im Laufe seines Lebens hat er sich neben sportlichem auch gesellschaftlichen Ruhm erboxt. Max Schmeling, geboren 1905 in der Uckermark, wuchs in Hamburg auf. Er boxte sich durch die Weimarer Republik und die nationalsozialistische Diktatur, ohne der Aufforderung zu folgen, sich von seiner deutsch-tschechischen Frau oder seinem jüdischen Manager zu trennen. Dennoch missbrauchte die NS-Regierung seinen spektakulären Sieg gegen Joe Louis 1936 als "Beweis für die Überlegenheit der arischen Rasse". Im geteilten Deutschland begann Schmeling eine steile Wirtschaftskarriere, er ist Träger des Bundesverdienstkreuzes und gründete die karitative "Max-Schmeling-Stiftung". |
| 2941327 | ZeitZeichen 3. Februar 865: Der Todestag des Heiligen Ansgar |
| Medienart: | Audio/mp3/podcast |
| Länge: | 14:34 min |
| Produktionsjahr: | 2010 |
| Eignung: | A(8-13) |
| Beschreibung: | Sein Name bedeutet "Speer Gottes", doch er selbst hätte ihn niemals als Rechtfertigung für Gewalt verstanden. In Wirklichkeit war Ansgar ein besonders friedfertiger, freundlicher Mensch. Doch um als Missionar in den heidnischen Norden zu ziehen, brauchte es mehr als Milde und Gottvertrauen. Ansgar war einer der mutigsten Männer seiner Zeit. Er wagte es, den "wilden" Dänen und Schweden das Evangelium zu verkünden, notdürftig ausgerüstet und zunächst nur von einem einzigen Gefährten begleitet. Mehrfach musste er um sein Leben fürchten, wurde seine mühevolle Aufbauarbeit zerstört. Was blieb von Ansgars Träumen? Trägt er den Beinamen "Apostel des Nordens" zu Recht? |
| 2941328 | ZeitZeichen 4. Februar 1740: Der Geburtstag des schwedischen Dichters und Komponisten Carl Michael Bellman |
| Medienart: | Audio/mp3/podcast |
| Länge: | 14:28 min |
| Produktionsjahr: | 2010 |
| Eignung: | A(8-13) |
| Beschreibung: | "Wie alle wissen, bin ich ein Mann von sehr wenig Tiefsinn", hat er über sich selbst geschrieben. Dabei war Carl Michael Bellman ein Genie - nicht nur literarisch, sondern auch musikalisch. Im Schweden des 18. Jahrhunderts gab es keinen, der an ihn herangereicht hätte. 21 Bände umfasst seine Werkausgabe, die neben den berühmten Liedern auch Komödien, Kantaten, Parodien oder politische Dichtungen enthält. Unsterblich wurde Bellman durch die Sammlungen "Fredmans Episteln" und "Fredmans Lieder", in denen er die Stammgäste der Stockholmer Kaschemmen besingt. Inmitten trunkener Lebenslust findet sich da immer auch das Stundenglas, durch das der Sand rinnt - unerbittlich, für jeden gleich. |
| 2941329 | ZeitZeichen 5. Februar 1555: Die Eröffnung des Reichstages in Augsburg |
| Medienart: | Audio/mp3/podcast |
| Länge: | 14:30 min |
| Produktionsjahr: | 2010 |
| Eignung: | A(8-13) |
| Beschreibung: | "Cuius regio, eius religio" - "Wer das Land regiert, bestimmt den Glauben". Auf diese politische Kompromissformel einigten sich die Fürsten und Stände der deutschen Lande vor 455 Jahren im so genannten "Augsburger Religionsfrieden". Die Reformation und die danach folgenden immer heftiger werdenden Unruhen zwischen Protestanten und Katholiken erforderten eine politische Lösung. Religionsfreiheit wurde nach dem Augsburger Reichstag zur Freiheit der Fürsten, allerdings nicht zur Freiheit der Untertanen. Wer nicht konvertieren wollte, erhielt nun aber zumindest das "Recht", in ein Land seines Glaubens auszuwandern. So blieb man noch weit entfernt vom säkularen Gedanken und einer "weltanschaulichen Neutralität" des Staates, wie sie das Grundgesetz heute formuliert. Dennoch war der Augsburger Religionsfrieden ein epochales Ereignis im langen Ringen um die Frage des Verhältnisses von Staat und Religionsgemeinschaften. |
| 2941330 | ZeitZeichen 6. Februar 1860: Der Geburtstag des Schriftstellers und Gründers der "Freien Volksbühne" Bruno Wille |
| Medienart: | Audio/mp3/podcast |
| Länge: | 14:24 min |
| Produktionsjahr: | 2010 |
| Eignung: | A(8-13) |
| Beschreibung: | Während seiner Berliner Zeit zwischen 1886 und 1920 jagte eine Reformidee die nächste. Erst engagierte sich Bruno Wille im progressiven Literatenverein "Durch", im "Genie-Konvent" und im "Ethischen Klub". Dann gründete er den legendären Friedrichshagener Dichterkreis und die "Freie Volksbühne", die "dem einfachen Arbeiter" das Theater nahe bringen sollte. Auf den spektakulären Bruch mit den Sozialdemokraten 1892 nach einem mehrstündigen Rededuell mit August Bebel machte sich Bruno Wille dann als undogmatischer Prediger einen Namen: für die Freireligiöse Gemeinde, den "Giordano-Bruno-Bund für ganzheitliche Weltanschauung", die Freidenker- und Monistenbewegung. |
| 2941331 | ZeitZeichen 7. Februar 1885: Die Hinrichtung der Niederwald-Attentäter |
| Medienart: | Audio/mp3/podcast |
| Länge: | 14:13 min |
| Produktionsjahr: | 2010 |
| Eignung: | A(8-13) |
| Beschreibung: | Der Anarchismus des 19. Jahrhunderts hatte seine Wurzeln in Russland. Dort verübten seine Anhänger auch erfolgreich Attentate. In Deutschland war die Zahl der Anarchisten kleiner - und erfolgloser. Bei der Einweihung des Niederwald-Denkmals, einem gewaltigen Denkmal bei Rüdesheim, wollten zwei Anarchisten Kaiser Wilhelm I. samt Familie in die Luft sprengen - mit Dynamit in einem Drainagerohr. Doch der Kopf der Gruppe, August Reinsdorf, konnte das Attentat nicht selber durchführen. Er lag im Krankenhaus. Seine zwei Gehilfen versagten. Sie kauften eine Lunte, die nicht wasserfest war. Wegen Regens fiel das Attentat buchstäblich ins Wasser. Nach ihrer Enttarnung wurden Reinsdorf und einer der Attentäter zum Tode verurteilt und hingerichtet. Der zweite, jugendliche Attentäter wurde begnadigt, die Todesstrafe in Gefängnisstrafe umgewandelt. |
| 2941332 | ZeitZeichen 8. Februar 1935: Der Todestag des Malers Max Liebermann |
| Medienart: | Audio/mp3/podcast |
| Länge: | 14:28 min |
| Produktionsjahr: | 2010 |
| Eignung: | A(8-13) |
| Beschreibung: | Angefangen hat Max Liebermann als "Armeleutemaler" mit Szenen aus der Arbeitswelt. Als er berühmt war, porträtierte er die Reichen und Schönen der Hauptstadt Berlin. Mit seiner naturalistisch-impressionistischen Malweise zählte er zu den wichtigsten Künstlern des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts. Geboren 1847 als Sohn eines reichen jüdischen Unternehmers, hat er mehrfach Skandale ausgelöst. Zum Beispiel 1879 mit der naturalistischen Darstellung des 12-jährigen Jesus - als kecker Bengel. So durfte ein Jude ein christliches Thema nicht malen. Max Liebermann machte trotzdem Karriere. Geehrt als "Künstlerfürst" mit Orden und Medaillen, wurde er 1920 zum Präsidenten der Preußischen Akademie der Künste berufen .Nach der Machtübernahme der Nazis legte er sein Amt nieder und zog sich aus der Öffentlichkeit zurück. Er starb vor 75 Jahren in Berlin. |
| 2941333 | ZeitZeichen 9. Februar 1450: Der Tod von Agnès Sorel, der ersten offiziellen Mätresse eines französischen Königs |
| Medienart: | Audio/mp3/podcast |
| Länge: | 13:35 min |
| Produktionsjahr: | 2010 |
| Eignung: | A(8-13) |
| Beschreibung: | Agnès Sorel war wirklich schön, eine echte Blondine, hatte ungewöhnlich große Augen, rasierte sich den Haaransatz und starb mit etwa 28 Jahren an einer Quecksilbervergiftung. Das hat die moderne Wissenschaft der Paläopathologie kürzlich zweifelsfrei feststellen können, als anlässlich einer Umbettung der Gebeine der ersten offiziellen Geliebten eines französischen Königs die legendäre Schöne in den Focus der objektiven Beweisbarkeit geriet. Bis dahin kannte man von der Mätresse Karls VII. von Frankreich durch zwei berühmte Gemälde auch schon intime Details. Beide Male wurde sie mit einer ebenso perfekten wie entblößten linken Brust dargestellt, aber das konnte bis dato als künstlerische Interpretation einer ungewöhnlichen höfischen Mode gelten. Offen bleibt allerdings weiter, ob die laut Zeitzeugen auch intelligente, fröhliche und gutmütige junge Frau umgebracht wurde oder einem ärztlichen Kunstfehler erlag. Denn leider erspart uns die Wissenschaft nicht die unappetitliche Wahrheit des Wurmbefalls der Schönen, der seinerzeit mit Quecksilber behandelt wurde. |
| 2941334 | ZeitZeichen 10. Februar 1890: Der Geburtstag des russischen Dichters Boris Pasternak |
| Medienart: | Audio/mp3/podcast |
| Länge: | 14:39 min |
| Produktionsjahr: | 2010 |
| Eignung: | A(8-13) |
| Beschreibung: | "Bin am End, ein Tier im Netze. Fern gibt’s Menschen, Freiheit, Licht. Hinter mir der Lärm der Hetze, und nach draußen kann ich nicht." Diese Zeilen stammen aus Pasternaks Gedicht "Nobelpreis" von 1959. Sie drücken die tiefe Verzweiflung aus, die der russische Dichter gegen Ende seines Lebens besonders stark gefühlt haben muss. 1958 soll ihm der Nobelpreis für seinen regimekritischen Roman "Doktor Schiwago" verliehen werden; doch Pasternak verzichtet auf die hohe Auszeichnung. Er will die sowjetischen Machthaber nicht verärgern und er will auf keinen Fall sein geliebtes Russland verlassen müssen. Pasternak, der Russe mit dem sinnlichen Mund und den großen ernsten Augen schreibt weiter. Lara, die Geliebte seines Romanhelden Schiwago, lässt er in einer unmenschlich kalten und von Wolfsgeheul durchdrungenen Winternacht den Satz sagen: "Juri, in was für einer schlimmen Zeit leben wir eigentlich?" |
| 2941335 | ZeitZeichen 11. Februar 1920: Der Geburtstag des ägyptischen Königs Faruk I. |
| Medienart: | Audio/mp3/podcast |
| Länge: | 14:38 min |
| Produktionsjahr: | 2010 |
| Eignung: | A(8-13) |
| Beschreibung: | Mit 15 wird Prinz Faruk zur Ausbildung nach London geschickt, mit 16 ist er schon König von Ägypten. "In ein paar Jahren wird es nur noch fünf Könige auf der Welt geben - den König von England und die vier Könige im Kartenspiel", sagt Faruk 1950 seinen eigenen Sturz voraus. Nach der Revolution muss er 1952 abdanken und Ägypten verlassen. Es ist ein rastloses Leben, das Faruk geführt hat, getrieben von der Sucht nach Zeitvertreib. Im Exil in Rom hat der exzentrische Monarch im Ruhestand zahlreiche Affären und gehört zum europäischen Jetset. Er ist Liebling der ersten Paparazzi, eine Symbolfigur des "Dolce Vita". Faruk stirbt im Alter von nur 45 Jahren während seiner Lieblingsbeschäftigung: beim Essen, an einem reich gedeckten Tisch im Restaurant. |
| 2941336 | ZeitZeichen 12. Februar 1945: Frauen und Mädchen werden zum Hilfsdienst für den Volkssturm aufgerufen |
| Medienart: | Audio/mp3/podcast |
| Länge: | 14:16 min |
| Produktionsjahr: | 2010 |
| Eignung: | A(8-13) |
| Beschreibung: | Vom Heimchen am Herd zur Frau an der Front. 1935 tönte Hitler noch: "Ich würde mich schämen, ein deutscher Mann zu sein, wenn jemals im Falle eines Krieges auch nur eine Frau an die Front müsste." Doch als im Laufe des Krieges das "Männermaterial" knapp wurde, waren alle ritterlichen Bedenken verschwunden. Das weibliche Geschlecht wurde als Flakhelferin eingesetzt oder als Funkerin, das so genannte Blitzmädel. Am 12. Februar 1945 schließlich rief Reichsminister Martin Bormann Frauen und Mädchen zu Hilfsdiensten im so genannten Volkssturm auf, dem letzten Aufgebot Adolf Hitlers. Wenig später genehmigte Hitler sogar die Aufstellung eines bewaffneten Frauenbataillons. Das wurde allerdings nicht mehr eingesetzt - der Frieden verhinderte es. |
| 2941337 | ZeitZeichen 13. Februar 1895: Die Brüder Lumière melden das Patent für den "Kinematographen" an |
| Medienart: | Audio/mp3/podcast |
| Länge: | 14:36 min |
| Produktionsjahr: | 2010 |
| Eignung: | A(8-13) |
| Beschreibung: | Das Wort "Film" ist noch gänzlich unbekannt, als die französischen Brüder Auguste und Louis Lumière am 13. Februar 1895 das Patent für ihren "Kinematographen" anmelden. Der komische Kasten ist Kamera, Kopiergerät und Projektor in einem. Schon der amerikanische Erfinder Thomas Alva Edison hatte die Idee gehabt, seine Filmrollen zu perforieren, um bewegte Bilder zu projizieren, aber erst den Fotografen Auguste und Louis gelingt es, das flimmernde Bild dank Greifzähnen zu stabilisieren. "Schmiede an der Arbeit", "Eine Feuersbrunst" oder "Babys Frühstück" nennen die beiden Industriellen, die ihr Geld mit der Fotografie gemacht haben, ihre ersten, gerade mal einminütigen Kurzfilme. Kaum 30 Neugierige kommen am 28. Dezember 1895 ins "Grand Café" am Boulevard des Capucines in Paris zur ersten öffentlichen Filmvorführung Frankreichs, um zehn Kurzfilme zu sehen - darunter "Der begossene Gärtner" und "Abbruch einer Mauer". Es ist die Geburtsstunde des Kinos. |
| 2941338 | ZeitZeichen 14. Februar 1760: Der Geburtstag von Richard Allen, Gründer der ersten Kirche für Schwarze |
| Medienart: | Audio/mp3/podcast |
| Länge: | 14:31 min |
| Produktionsjahr: | 2010 |
| Eignung: | A(8-13) |
| Beschreibung: | Als Richard Allen geboren wurde, war er Sklave. Aber das blieb er nicht. Als er erwachsen war, kaufte er sich frei. Und er schaffte noch mehr. Er gründete eine eigene Kirchengemeinde: Die African Methodist Episcopal Church. Heute hat sie über zwei Millionen Mitglieder. Sie war und ist für die Afroamerikaner ein spirituelles Zuhause. Dort hatte sich kulturelle Autonomie und Selbstbestimmung entwickelt - und auch Selbstbewusstsein. Sie bot in einer stark rassistisch orientierten Gesellschaft Zeit zum Durchatmen. Richard Allen, der sich selbst das Lesen und Schreiben beigebracht hatte, wurde ihr erster Bischof. Die Sklaverei blieb stets sein Thema. So half er bis zu seinem Tod der "Underground Railroad", eine Vereinigung, die geflohene Sklaven unterstützte. |
| 2941339 | ZeitZeichen 15. Februar 1965: Der Todestag des amerikanischen Jazzpianisten und Sängers Nat "King" Cole |
| Medienart: | Audio/mp3/podcast |
| Länge: | 14:41 min |
| Produktionsjahr: | 2010 |
| Eignung: | A(8-13) |
| Beschreibung: | Eigentlich war er als Jazzpianist bekannt, nur gelegentlich präsentierte Nat "King" Cole auch einen Song am Klavier. Doch spätestens mit der 1946 erschienenen Single "The Christmas Song" machte er Karriere als Sänger. Diesen Wechsel in die populäre Musik verziehen ihm seine Jazzfans nicht. Für sie war der neue Weg Nat "King" Coles ein künstlerischer Ausverkauf, auch wenn er immer noch Jazz-Platten herausbrachte. Aber seine seidene Stimme war sehr erfolgreich. Bis in die 60er Jahre hinein hatte er zahlreiche Hits: "Smile", "Pretend", "Unforgettable". 1956 erhielt er sogar als erster schwarzer Künstler eine eigene Fernsehshow. Cole selbst hielt seine Stimme für nicht besonders überzeugend: "Meine Stimme ist nichts, worauf man stolz sein könnte. Sie umfasst höchstens zwei Oktaven. Ich nehme an, es ist dieses heisere gehauchte Geräusch, das manche mögen." Vor Gesangaufnahmen soll Nat "King" Cole schnell noch ein paar Zigaretten geraucht haben, damit seine Stimme tiefer klingt. Der starke Raucher starb am 15. Februar 1965 mit 45 Jahren in einem Krankenhaus in Santa Monica an Lungenkrebs. |
| 2941340 | ZeitZeichen 16. Februar 2005: Das Kyoto-Protokoll tritt in Kraft |
| Medienart: | Audio/mp3/podcast |
| Länge: | 13:58 min |
| Produktionsjahr: | 2010 |
| Eignung: | A(8-13) |
| Beschreibung: | Die Atmosphäre ist angespannt. Kein Wunder, denn es geht um die Zukunft des blauen Planeten. Die Pole schmelzen, die Meeresspiegel steigen und ganze Staaten drohen zu versinken. Das alles lässt sich nur noch aufhalten, wenn es ein weltweit verbindliches Abkommen zum Klimaschutz gibt. Das Ziel: Es sollen weniger Treibhausgase in die Atmosphäre gepustet werden. Das Problem: Alle müssen mitmachen! Doch wie lässt sich das erreichen? Das Kyoto-Protokoll war ein Anfang. Zum ersten Mal wurden klare Ziele formuliert: 5% weniger Treibhausgase. Doch wirklich funktioniert hat es nicht. Einige Staaten haben das Protokoll zwar unterschrieben, aber nicht ratifiziert, und andere Länder kümmern sich einfach nicht um ihre Zusagen. Das alles sorgt jedoch nicht gleich für schlechtes Klima zwischen den Staaten. Denn eines ist im Kyoto-Protokoll nicht vorgesehen: Sanktionen. |
| 2941341 | ZeitZeichen 17. Februar 1920: Der Beginn der "Anastasia-Legende" |
| Medienart: | Audio/mp3/podcast |
| Länge: | 14:41 min |
| Produktionsjahr: | 2010 |
| Eignung: | A(8-13) |
| Beschreibung: | Eine Unbekannte wird aus dem Berliner Landwehrkanal gezogen. Die junge Frau hat versucht, sich umzubringen. Die Boulevardpresse spekuliert: Handelt es sich bei dem Selbstmordversuch um die russische Zarentochter Anastasia? Hat sie das Massaker an ihrer Familie 1918 in Jekatarinburg überlebt, nur psychisch nicht verkraftet? Der Fall vom 17.Februar 1920 ist der Beginn einer Legende, die 74 Jahre lang leben und immer neu genährt wird. Stammen die tiefen Narben an ihrem Körper etwa von russischen Bajonetten? Oder nur von einem Arbeitsunfall mit einer Granate in einer polnischen Waffenfabrik? Ist sie nur eine einfache Fabrikarbeiterin oder wirklich die Großfürstin, wie sie selbst behauptet. Dass diese Frau ein Leben lang kein russisch spricht, schreiben die Ärzte dem erlittenen Trauma zu, die gesamte Familie bei einer Hinrichtung zu verlieren. Zwischen 1938 und 1970 führt die vermeintliche Anastasia Prozesse vor deutschen Gerichten, um ihre wahre adelige Identität zu beweisen: ohne Erfolg. Schließlich zieht sie sich unter dem Namen "Anna Anderson" in die USA zurück, heiratet und lässt sich sofort nach ihrem Tod 1984 einäschern. Trotzdem wird zehn Jahre später festgestellt: Diese "Anastasia" hieß Franziska Schanzkowska, eine Bauerntochter aus Polen. Das Beweismittel: ein DNA-Test. |
| 2941342 | ZeitZeichen 18. Februar 1930: Die Entdeckung des Zwergplaneten Pluto |
| Medienart: | Audio/mp3/podcast |
| Länge: | 14:27 min |
| Produktionsjahr: | 2010 |
| Eignung: | A(8-13) |
| Beschreibung: | "Pluto is a planet! - Pluto is a planet!" skandierten aufgebrachte Studenten in den USA im August 2006, denn ein nationales Symbol war degradiert worden: der Planet Pluto. Die Internationale Astronomische Union hatte den einzigen von einem Amerikaner entdeckten Planeten zum Zwergplaneten degradiert, und damit auch einen echten "American Hero", den Pluto-Entdecker Clyde Tombaugh. Aber Pluto war von Anfang an ein Außenseiter - buchstäblich, denn er zieht seine ungewöhnliche Bahn ganz außen im Sonnensystem. Zudem entpuppte sich der neunte Planet als Hochstapler: Er war viel kleiner als er hätte sein sollen - ein wirklicher Zwerg unter seinesgleichen. Und schließlich war Plutos Entdeckungsgeschichte so ungewöhnlich wie seine Väter. Die hatten berechnet, dass es ihn geben musste. Nur - ihre Berechnungen stimmten nicht. So ist Pluto als Planet gewissermaßen das Produkt obsessiver Astronomie. |
| 2941343 | ZeitZeichen 19. Februar 1660: Der Geburtstag des Arztes Friedrich Hoffmann |
| Medienart: | Audio/mp3/podcast |
| Länge: | 14:05 min |
| Produktionsjahr: | 2010 |
| Eignung: | A(8-3) |
| Beschreibung: | Haben Mondphasen Einfluss auf den Krankheitsverlauf? Entscheidet eine Seele in uns mit darüber, ob wir gesund sind oder nicht? Oder ist der Mensch doch bloß eine hydraulische Maschine? Über diese Fragen streiten die Mediziner zur Zeit der Aufklärung. Der erste Medizinprofessor an der 1693 gegründeten Universität in Halle, Friedrich Hoffmann, wendet die Naturgesetze konsequent auf den menschlichen Organismus an: ein uneingeschränkter Blutkreislauf ist Garant für Gesundheit und der Arzt der Techniker, der den Blutdruck durch wohldosiertes Anheben oder Absenken am Laufen hält. Mit seinen Theorien und der systematischen Darstellung zahlloser Krankheitsfälle wird Hoffmann zu einem der meist gelesenen medizinischen Autoren des 18. Jahrhunderts; selbst die preußischen Könige fragen um seinen Rat. Hoffmann bahnt den Übergang von der philosophisch geprägten zur naturwissenschaftlichen Medizin. Mit einem Medikament, das heute noch in der Apotheke erhältlich ist, widerlegt der große Arzt seine Annahme vom seelenlosen Körper allerdings selbst: die "Hoffmannstropfen", ein Gemisch aus Äther und Ethanol, sollen auch die verborgensten Lebensgeister wecken. |
| 2941344 | ZeitZeichen 20. Februar 1920: Der Geburtstag des Unternehmers Karl Albrecht |
| Medienart: | Audio/mp3/podcast |
| Länge: | 14:10 min |
| Produktionsjahr: | 2010 |
| Eignung: | A(8-13) |
| Beschreibung: | Karl Albrecht, der Gründer der Discountkette Aldi, ist ein Phantom. Wie sein zwei Jahre jüngerer Bruder Theo taucht er seit Jahrzehnten nicht in der Öffentlichkeit auf; nicht bei Wohltätigkeitsbällen, obwohl ihm große Spendefreudigkeit nachgesagt wird; nicht bei Branchentreffen, obwohl die Erfinder des Discount-Verkaufs mit der Gründung der ersten Läden dieser Art den Einzelhandel revolutioniert haben. Aldi ist ein Sozialphänomen. Aldi ist ein deutscher Exportschlager. Die Gebrüder Albrecht haben die Erfolgsstory des Handels in der Nachkriegszeit schlechthin geschrieben. Doch nicht einmal wie sie aussehen, ist bekannt. |
| 2941345 | ZeitZeichen 21. Februar 1980: Der Todestag des Schriftstellers Alfred Andersch |
| Medienart: | Audio/mp3/podcast |
| Länge: | 13:59 min |
| Produktionsjahr: | 2010 |
| Eignung: | A(8-13) |
| Beschreibung: | Ob in "Sansibar oder der letzte Grund", "Die Kirschen der Freiheit", "Die Rote" oder "Fahrerflucht": Im Mittelpunkt der Romane, Erzählungen und Hörspiele von Alfred Andersch stehen häufig Außenseiter. Und meistens geht es um die Frage der Freiheit des Einzelnen. Und diese Frage wiederum führte dazu, dass Alfred Andersch sich in seinem Werk mit dem Kommunismus, dem Nationalsozialismus sowie der Gegenwart auseinandersetzte. Dazu experimentierte Alfred Andersch mit unterschiedlichen Methoden: von der einfachen Erzähler-Haltung bis zur Montage mit Segmenten, Zitaten oder Ton-Dokumenten. Alfred Andersch gehörte zu den Gründungsmitgliedern der "Gruppe 47" und von 1948 bis 1958 arbeitete Andersch als immer einflussreicher werdender kulturell-literarischer Rundfunk-Redakteur und Herausgeber mehrer Buchreihen und Zeitschriften. Um sich von der zunehmenden Kommerzialisierung des Literaturbetriebs in der Bundesrepublik Deutschland zu distanzieren, zog Alfred Andersch 1958 in die Schweiz. Am 21. Februar 1980 starb er in Berzona bei Locarno. |
| 2941346 | ZeitZeichen 22. Februar 1980: Der Todestag des österreichischen Malers und Schriftstellers Oskar Kokoschka |
| Medienart: | Audio/mp3/podcast |
| Länge: | 14:36 min |
| Produktionsjahr: | 2010 |
| Eignung: | A(8-13) |
| Beschreibung: | Bei einem Abendessen im Hause ihres Stiefvaters im April 1912 lernt Alma Mahler den jungen Oskar Kokoschka kennen. Er soll ein Porträt von ihr malen und verliebt sich in die junge Witwe. Die beiden verbindet eine amour fou, eine von Eifersucht dominierte Beziehung, an deren Ende Kokoschka fast zerbricht. Eines seiner berühmtesten Gemälde, die "Windsbraut", illustriert diese intensive Liebe. Als Kokoschka Alma Mahler kennen lernt ist er 26 Jahre alt und schon erfolgreich. Er gilt als "Expressiver", als Künstler, der sichtbar machen will, welches Potenzial sich hinter der Fassade eines Gesichts verbirgt. Sein zügelloser Ausdruck und seine direkte Art polarisieren das künstlerische Establishment. Seine Bilder sind so ganz anders als die der Jugendstilkünstler. Die Presse nennt ihn den "Oberwildling von Wien". Während der nationalsozialistischen Herrschaft wird seine Kunst als entartet eingestuft und konfisziert. Kokoschka flüchtet nach England. Nach dem Krieg beginnt Kokoschkas zweite Karriere als Künstler. |
| 2941347 | ZeitZeichen 23. Februar 1945: Die US-Flagge wird auf der japanischen Insel Iwo Jima gehisst |
| Medienart: | Audio/mp3/podcast |
| Länge: | 14:13 min |
| Produktionsjahr: | 2010 |
| Eignung: | A(8-13) |
| Beschreibung: | Nach verlustreichen Kämpfen erobern die Amerikaner die strategisch wichtige japanische Insel Iwo Jima. Das Foto dazu - fünf US-Marines rammen dynamisch eine Flagge in einen Trümmerhaufen - gilt als eines der wirkungsmächtigsten der ganzen Fotografie-Geschichte: Es hat drei Spielfilme ("Sands of Iwo Jima" mit John Wayne 1949 sowie "The Flags of our Fathers" und "Letters from Iwo Jima" von Clint Eastwood 2006), eine Briefmarke, einen Swing-Hit und viele Kunstwerke inspiriert; es wurde von da an immer wieder nachinszeniert und kopiert, u.a bei der russischen Flaggenhissung 1945 in Berlin oder nach dem 11. September 2001 in New York. Und es wurde von Anfang an benutzt: Zur Finanzierung der letzten amerikanischen Kriegsanleihe 1945 und zur Mobilisierung für Korea-, Vietnam- und Irak-Krieg. |
| 2941348 | ZeitZeichen 24. Februar 2005: Der Todestag des SPD-Politikers Hans-Jürgen Wischnewski |
| Medienart: | Audio/mp3/podcast |
| Länge: | 14:36 min |
| Produktionsjahr: | 2010 |
| Eignung: | A(8-13) |
| Beschreibung: | Für Helmut Schmidt war er "Sozi mit Leib und Seele", für die Medien "der Bonner 007 für heikle Missionen" und Willy Brandt gab ihm den berühmten Spitznamen "Ben Wisch": Hans-Jürgen Wischnewski - ein deutscher Politiker, der weltweit bekannt und geschätzt war. Geboren in Ostpreußen, aufgewachsen in Berlin, begann er seine politische Karriere in der Wahlheimat Köln. Wischnewski bekleidete nahezu alle Ämter, die seine Partei zu vergeben hat: Er war Bundesvorsitzender der Jusos, Geschäftsführer, Schatzmeister und Vize-Vorsitzender der SPD. Mehr als dreißig Jahren gehörte er dem Deutschen Bundestag an. Sein größtes Engagement galt bereits seit den 50er Jahren der Verbesserung der deutsch-arabischen Beziehungen. Er verhandelte mit Entführern und Guerillas, scheute aber auch keine Auseinandersetzung in der eigenen Partei. Seine Kontakte und sein diplomatisches Geschick führten 1977 zur Befreiung der Geiseln in der deutschen Lufthansamaschine "Landshut". "Die Arbeit ist erledigt" sagte Wischnewski damals schlicht. Seine Lebensarbeit endete erst mit seinem Tod heute vor fünf Jahren. |
| 2941349 | ZeitZeichen 25. Februar 1985: Die Novellierung des Jugendschutzgesetzes |
| Medienart: | Audio/mp3/podcast |
| Länge: | 14:36 min |
| Produktionsjahr: | 2010 |
| Eignung: | A(8-13) |
| Beschreibung: | "Freigegeben ab 12 Jahre" - Solche Angaben gibt es seit der Neufassung des Jugendschutzgesetzes im Jahr 1985 nicht nur bei Kinofilmen, sondern auch bei Videofilmen und Computerspielen. Zuständig für die Bewertung aller bewegten Bilder ist die "FSK", das ist die "Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft". Die "Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle" USK kümmert sich um die Computermedien. Der Jugendmedienschutz muss stets der technischen Entwicklung folgen und sich den veränderten Sehgewohnheiten der Kinder und Jugendlichen anpassen. Er muss sich im Interessenskonflikt mit den wirtschaftlichen Interessen der Film- und Computerspielindustrie behaupten und gegen den immer wieder geäußerten Vorwurf der Zensur. Ob "Harry Potter" oder "Jurassic Parc" - auch bei Blockbustern gibt es regelmäßig heftige Diskussionen über Sinn und Zweck einer Alterszugangsbeschränkung. |
| 2941350 | ZeitZeichen 26. Februar 1525: Der Todestag des letzten Azteken-Herrschers Cuauhtémoc |
| Medienart: | Audio/mp3/podcast |
| Länge: | 14:36 min |
| Produktionsjahr: | 2010 |
| Eignung: | A(8-13) |
| Beschreibung: | Der Name Cuauhtémoc bedeutet "sich herabsenkender Adler". Der Mann, der diesen poetischen Namen trug, war der letzte Herrscher der Aztekenstadt Tenochtitlán. Vielleicht hieß er so, weil er sich auf seine Gegner stürzte wie ein Adler auf seine Beute. Cuauhtémocs Widersacher waren die spanischen Eroberer, die sich das Reich der Azteken untertan machen wollten. Cuauhtémoc leistete kompromisslosen Widerstand und verteidigte bis zuletzt seine Stadt Tenochtitlán, das heutige Mexiko-Stadt. Doch ohne Erfolg. Die Spanier unter Hernán Cortés nahmen den stolzen Azteken gefangen und folterten ihn, weil sie vermuteten, dass die Azteken einen mächtigen Schatz versteckten. Mit der Gefangennahme von Cuauhtémoc und anderen Herrschern zerbrach das mächtige aztekische Imperium. Cuauhtémoc fand sein Ende in Honduras. Dort wurde er vermutlich am 26. Februar 1525 ermordet. Er wird bis heute als Held in Mexiko verehrt. Viele Männer tragen seinen poetischen Namen, in Gedenken an den "herabsenkenden Adler", dessen Gegner wohl zu mächtig waren. |
| 2941351 | ZeitZeichen 27. Februar 1760: Der Todestag von Anna Magdalena Bach |
| Medienart: | Audio/mp3/podcast |
| Länge: | 14:37 min |
| Produktionsjahr: | 2010 |
| Eignung: | A(8-13) |
| Beschreibung: | Am 3. Dezember 1721 wurde Johann Sebastian Bach, "HochFürstlicher Capell-Meister" in Köthen, mit "Jungfer Anna Magdalena, Herrn Johann Caspar Wülckens, HochFürstl. Weißenfelßischen Hoftrompeters eheliche jüngste Tochter copulieret". Das Trauregister verschweigt: Bachs zweite Frau war selbst festangestellte Sängerin an der Köthener Hofkapelle. Jungfer Anna Magdalena gebar als Frau Bach 13 Kinder; er legte für sie das berühmte "Clavier-Büchlein" an. Über die Frau an seiner Seite wurde immer schon heftig spekuliert und fabuliert: 1925 schrieb die britische Schriftstellerin Esther Meynell eine "Kleine Chronik der Anna Magdalena Bach", die das Genie ganz privat zeigte. Sie wurde für historisch bare Münze genommen, die Anna-Magdalena-Legende war perfekt. Wer war sie wirklich? |
| 2941352 | ZeitZeichen 28. Februar 380: Der römische Kaiser Theodosius macht das Christentum zur Staatsreligion |
| Medienart: | Audio/mp3/podcast |
| Länge: | 14:39 min |
| Produktionsjahr: | 2010 |
| Eignung: | A(8-13) |
| Beschreibung: | Nahezu drei Jahrhunderte hindurch waren die Christen im Römischen Weltreich eine verachtete, verfolgte Minderheit. Erst das Toleranzedikt von 313 garantierte ihnen Religionsfreiheit und Gleichberechtigung. Aus politischen Gründen und religiöser Neigung räumte ihnen Konstantin der Große darüber hinaus etliche Privilegien vor anderen Religionen ein. Im 4. Jahrhundert gefährdete allerdings der Streit um das Wesen Christi die Einheit der Kirche. Kaiser Theodosius I. beendete am 28. Februar 380 die Auseinandersetzung, indem er mit einem Edikt die Aussage des Konzils von Nizäa bekräftigte: Christus und Gottvater sind wesensgleich. Mit dem gleichzeitigen Verbot anderer Kulte erhob er das Christentum de facto zur Staatsreligion. Die religiöse Einheit des Reiches war gerettet und einer Glaubensrichtung der Weg geebnet, die heute weltweit fast zweieinhalb Milliarden Anhänger hat. |
| 2941353 | ZeitZeichen 1. März 1810: Der Geburtstag des Komponisten Frédéric Chopin |
| Medienart: | Audio/mp3/podcast |
| Länge: | 14:32 min |
| Produktionsjahr: | 2010 |
| Eignung: | A(8-13) |
| Beschreibung: | "Obwohl Du unser Land verlässt - Dein Herz bleibt hier bei uns" - Mit diesem Lied wurde Frédéric Chopin von seinen Freunden und Angehörigen verabschiedet, als er am 1. November 1830 aus Polen ausreiste. Zu diesem Zeitpunkt war sein Land nach drei Teilungen durch die Großmächte von der politischen Landkarte getilgt. Chopin fand in Paris ein Auskommen als Klavierpädagoge und Komponist, er wurde in den Salons als brillanter Pianist gefeiert, galt aber auch als "überzuckerte Auster" oder als kränkelnder Schwächling. Mittlerweile entdecken Chopin-Forscher in seiner Persönlichkeit auch vitale, sogar sarkastische Züge und beschreiben sein Werk als bahnbrechend für die Epoche der Romantik. Nur hundert Meter trennen den Warschauer Salon, wo der Wunderknabe Fryderyk Klavier spielte, von der Kirche Heilig Kreuz, in der nach dem frühen Tod im Jahr 1849 sein Herz beigesetzt wurde. |
| 2941354 | ZeitZeichen 2. März 1810: Der Geburtstag von Papst Leo XIII. |
| Medienart: | Audio/mp3/podcast |
| Länge: | 14:21 min |
| Produktionsjahr: | 2010 |
| Eignung: | A(8-13) |
| Beschreibung: | Alle reden vom Ökostrom. Aber keiner weiß, wer ihn erfunden hat: Papst Leo XIII (1810-1903). Er war schon fast neunzig, als er beim Gang durch die Vatikanischen Gärten vor seinem Lieblingsbrunnen, der Fontana dell´Aquila, sinnend stehenblieb. Seit langem war Leo von technischen Erfindungen begeistert. Unter dem Titel "ars photographica" hatte er sogar eine lateinische Ode an die neuerfundene Kamera verfasst. Jetzt beschäftigte ihn Edisons Glühlampe. Vor der Fontana dell´Aquila kam ihm die zündende Idee. Und er gab die Anweisung, das Wasser dieses barocken Brunnens nutzbar zu machen für ein winziges Kraftwerk. Zwecks Elektrifizierung der päpstlichen Gemächer. |
| 2941355 | ZeitZeichen 3. März 1845: Der Geburtstag des deutschen Mathematikers Georg Cantor |
| Medienart: | Audio/mp3/podcast |
| Länge: | 14:31 min |
| Produktionsjahr: | 2010 |
| Eignung: | A(8-13) |
| Beschreibung: | Wie groß ist eigentlich die Unendlichkeit? Ist unendlich immer gleich unendlich? Oder gibt es verschiedene Stufen des eigentlich Unfassbaren? Schon die Fragen können einem Angst machen. Wie soll man dann erst mit möglichen Antworten umgehen? Vor diesem Problem stand Georg Cantor. Er hat die Unendlichkeit erforscht und sich dabei in eine Welt vorgewagt, in der niemand vor ihm war. Mit seiner Kontinuumshypothese wollte Cantor die Unendlichkeit und die Welt der Zahlen ordnen. Doch so verbissen er es auch versuchte, er fand keinen Beweis für seine Vermutung - das Schlimmste, was einem Mathematiker passieren kann. Ein Leben lang ist Georg Cantor am Abgrund der Unendlichkeit gewandelt. Und schließlich der realen Welt abhanden gekommen. |
| 2941356 | ZeitZeichen 4. März 2000: Der Todestag des "Terre des Hommes"-Gründers Edmond Kaiser |
| Medienart: | Audio/mp3/podcast |
| Länge: | 14:31 min |
| Produktionsjahr: | 2010 |
| Eignung: | A(8-13) |
| Beschreibung: | Ein Zeitungsartikel ist der Auslöser: Während des Algerienkriegs liest Edmond Kaiser, ein gebürtiger Franzose, der in der Schweiz lebt, eine Reportage über algerische Flüchtlingslager. Das Elend von anderthalb Millionen Menschen, darunter unzählige Kinder, erschüttert ihn so sehr, dass er beschließt, etwas zu unternehmen. 1960 gründet Edmond Kaiser das Kinderhilfswerk "Terre des Hommes" in Lausanne. Umgehend lässt er Hunderte von schwerkranken Kindern aus dem Kriegsgebiet Algerien zur Pflege in die Schweiz kommen. Seitdem setzt sich "Terre des Hommes" weltweit für hilfsbedürftige und von Krieg und Krankheiten betroffene Kinder ein. Auch die Organisation "Sentinelle", die gegen sexuelle Verstümmelung und Kinderprostitution kämpft, wird von Edmond Kaiser gegründet. Er stirbt am 4. März 2000 im Alter von 82 Jahren in einem Waisenhaus in Südindien. |
| 2941357 | ZeitZeichen 5. März 1900: Der Geburtstag der jüdischen Ärztin Lilli Jahn |
| Medienart: | Audio/mp3/podcast |
| Länge: | 14:32 min |
| Produktionsjahr: | 2010 |
| Eignung: | A(8-13) |
| Beschreibung: | Das Schicksal der Kölner Ärztin, Lilli Jahn, ist so dramatisch und traurig wie repräsentativ für das Kapitel "Privilegierte Mischehe" im Dritten Reich. Denn Lilli Jahn, die promovierte Medizinerin, war Jüdin, verliebt in einen evangelischen Kollegen, den sie 1926 heiratete. Die beiden eröffneten eine gemeinsame Praxis. Fünf Kinder wurden geboren. Doch von 1933 an wurde Lilli Jahn das Leben zur Hölle gemacht. 1942 ließ sich ihr Mann scheiden - und damit verlor Lilli den Schutz durch den "arischen" Ehemann. Während die Kinder als "Mischlinge ersten Grades" überlebten, wurde ihre Mutter 1944 in Auschwitz ermordet. Geblieben sind ihre Briefe, die zu den eindrucksvollsten Dokumenten dieser schlimmen Zeit zählen. |
| 2941358 | ZeitZeichen 6. März 1930: In den USA kommt die erste Tiefkühlkost in den Handel |
| Medienart: | Audio/mp3/podcast |
| Länge: | 14:33 min |
| Produktionsjahr: | 2010 |
| Eignung: | A(8-13) |
| Beschreibung: | Die Inuit im winterlichen Labrador kannten es nicht anders: Kaum hatten sie den Fisch aus dem Wasser, so war er auch schon steinhart gefroren. Bei Außentemperaturen weit unter minus 30 Grad blieb ihr Fang - auch nach Wochen - so lecker wie am ersten Tag. Als der Biologe Clarence Birdseye von einer Labrador-Forschungsreise in die wärmeren Breiten Amerikas zurückkehrt, hat er eine Idee: Was wäre, wenn mittels künstlicher Kälte Nahrung dauerhaft haltbar gemacht werden könnte? Mit sieben Dollar Startkapital baut er 1923 seine erste Tiefkühlungs-Anlage. Sechs Jahre später wird er für 22 Millionen das Patent und die Markenrechte verkaufen. Wiederum ein Jahr später wird in den USA das erste tiefgekühlte Gemüse verkauft. Die von den Inuit abgekupferte Konservierungstechnik entwickelt sich zum Milliardengeschäft. Mitte der 50er wird Tiefkühlkost auch in Deutschland eingeführt - ausgerechnet in Form von Fischstäbchen. |
| 2941359 | ZeitZeichen 7. März 1940: Der Geburtstag des Mitbegründers der Studentenbewegung Rudi Dutschke |
| Medienart: | Audio/mp3/podcast |
| Länge: | 14:33 min |
| Produktionsjahr: | 2010 |
| Eignung: | A(8-13) |
| Beschreibung: | Wahrhafter Sozialist. Charismatiker einer Intellektuellenbewegung. Unermüdlicher Inspirator. Aber auch: friedliebend, sanft, christlich. Alfred Willi Rudi Dutschke, genannt Rudi, ist vor allem als Wortführer der westdeutschen Studentenbewegung der 1960er Jahre in Erinnerung geblieben. Geboren wurde der Sohn eines Postbeamten in der DDR. Dort wuchs er auf, dort wurde er politisiert und von dort wandte er sich ab, als ihm sein Studium verwehrt wurde. Er ging nach Westberlin und wurde dort das bekannteste Gesicht und die lauteste Stimme der Studentenbewegung. Im April 1968 wurde ein Attentat auf ihn verübt, das er schwer verletzt überlebte und an dessen Spätfolgen er 1979 im Alter von nur 39 Jahren starb. |
| 2941360 | ZeitZeichen 8. März 1950: Der Beginn der Produktion des VW-Bulli |
| Medienart: | Audio/mp3/podcast |
| Länge: | 13:21 min |
| Produktionsjahr: | 2010 |
| Eignung: | A(8-13) |
| Beschreibung: | Er war der Lastesel des kleinen Mannes und der Motor des Wirtschaftswunders - der VW Bulli. Das Wolfsburger Volkswagenwerk entwickelte ihn genau zum richtigen Zeitpunkt: Nach den Kriegs- und Hungerjahren begannen die Menschen in Deutschland wieder zu leben und der Bulli brachte ihnen alles was dazu nötig war. Ob als Kastenwagen, Transporter oder Pritsche; der VW Bulli war der Lieferwagen für jeden Zweck - robust, preiswert und entsprechend begehrt. Bald transportierte das Auto nicht nur Waren sondern auch Menschen: Der VW Bus bot bis zu neun Plätze und als Campingwagen sogar ein komplettes Ferienheim. Während die Familienväter mit dem Bus die Welt erkundeten, bemalten die Blumenkinder ihre betagten Vehikel mit Peace- und Love Symbolen. Überall auf dem Erdball wurde der VW Bus zum bunten Symbol der Aussteiger. |
| 2941361 | ZeitZeichen 9. März 1895: Der Todestag des österreichischen Schriftstellers Leopold von Sacher-Masoch |
| Medienart: | Audio/mp3/podcast |
| Länge: | 14:36 min |
| Produktionsjahr: | 2010 |
| Eignung: | A(8-13) |
| Beschreibung: | Dass man ihn 1886 zum Namensgeber für Unterwerfungsphantasien machte und im Handbuch "Psychopathia sexualis" den Begriff "Masochismus" einführte, hat ihn empört und gekränkt. Und genau wie er es vorausgesehen hatte, haftete ihm seitdem das schmuddelige Etikett des sexuell Abartigen an. Leopold von Sacher-Masoch hat jedoch viel mehr hinterlassen, als nur erotische Geschichten, wie die berühmte "Venus im Pelz". Seine zahlreichen Novellen und Romane wurden viel gelesen, und er setzte seiner galizischen Heimat ein literarisches Denkmal. Auch als Gegner des Antisemitismus trat Sacher-Masoch hervor. Doch in seinem Privatleben herrschte das Chaos. Schuld daran war die Liebe. |
| 2941362 | ZeitZeichen 10. März 1535: Die Entdeckung der Galapagos-Inseln |
| Medienart: | Audio/mp3/podcast |
| Länge: | 14:34 min |
| Produktionsjahr: | 2010 |
| Eignung: | A(8-13) |
| Beschreibung: | Es war Zufall, dass man sie überhaupt entdeckt hat. Als Tomás de Berlanga, Bischof von Panama, im Frühjahr 1535 mit dem Schiff nach Peru wollte, half kein Navigieren. Bei Flaute trugen starke Strömungen das Schiff weit ab vom Kurs. Der Bischof und seine Mannschaft strandeten am 10. März 1535 an einer unwirtlichen Vulkaninsel mitten im Pazifik, rund 1000 km von der südamerikanischen Küste entfernt. Die "Verzauberten Inseln" waren entdeckt, wie das Archipel bis ins 19. Jahrhundert hieß. Heute sind die Galapagos-Inseln wegen ihrer einzigartigen Flora und Fauna UNESCO-Weltnaturerbe, stehen allerdings auf der Roten Liste. Tourismus und Fischerei bedrohen das empfindliche Ökosystem. |
| 2941363 | ZeitZeichen 11. März 1985: Michail Gorbatschow wird neuer Parteichef der KPdSU |
| Medienart: | Audio/mp3/podcast |
| Länge: | 14:27 min |
| Produktionsjahr: | 2010 |
| Eignung: | A(8-13) |
| Beschreibung: | Er war zwar für den Wehrdienst untauglich, stand aber im Alter von 54 Jahren an der Spitze der Atommacht Sowjetunion. Michael Gorbatschow galt schon als Reformer, bevor ihn das Politbüro zum Generalsekretär der Kommunistischen Partei wählte. Seine Abrüstungsverhandlungen mit den USA sorgten für Entspannung und die von ihm gebrauchten Begriffe "Glasnost" (Offenheit) und "Perestroika" (Umbau der Gesellschaft) wurden für den gesamten Ostblock zu Synonymen der Erneuerung. Nach Jahrzehnten sowjetischer Vorherrschaft besaßen die osteuropäischen Staaten wieder ihr Selbstbestimmungsrecht. Die neue Freiheit führte erst zur Öffnung der ungarischen Grenze und schließlich zum Fall der Mauer. In der Folge zerfiel aber auch die Sowjetunion. Ende Dezember 1991 trat Michail Gorbatschow als Präsident der sich auflösenden Sowjetunion zurück. Es war der Schlusspunkt seines Politikerlebens, in dem er als Staatschef der UdSSR innerhalb weniger Jahre den Kalten Krieg beendete. |
| 4981473 | Unser Herr Mettmann! |
| Medienart: | Online-Video |
| Länge: | 30 min f |
| Produktionsjahr: | 2006 |
| Eignung: | A(4-6) |
| Beschreibung: | Im Jahre 2006 feierte der Knochenfund aus Mettmann seinen 150. Geburtstag. Wie ein Puzzle setzt sich das Wissen um Aussehen und Leben des Neandertalers zusammen. Aus den wenigen Knochenstücken und vielen Informationen aus der Forschung rekonstruieren die beiden Künstlerbrüder Alfons und Adrie Kennis das Aussehen des nicht sehr großen, aber kräftig gebauten Urmenschen, der einst das Neandertal bewohnt haben muss. Der Film verfolgt die aufwändige, detailgenaue Rekonstruktion und gibt Antworten auf die Fragen, wie die Neandertaler gelebt haben, welche Fertigkeiten sie bereits beherrschten und was mit ihnen geschehen ist. |
| 4981474 | Den Neandertalern auf der Spur |
| Medienart: | Online-Video |
| Länge: | 15 min f |
| Produktionsjahr: | 2006 |
| Eignung: | A(7-13) |
| Beschreibung: | Die Sendung stellt verschiedene Forscher vor, die auf ihren Fachgebieten aus wenigen vorhandenen Fundstücken neue Informationen über die Neandertaler gewinnen wollen. Pathologen lesen aus Jahrtausenden alten Knochen ab, ob der Besitzer einst Zahnschmerzen oder Gelenkentzündungen gehabt hat. Andere ziehen aus den Fundstücken genaue Rückschlüsse auf den Alltag der Neandertaler: Sie müssen ihre Wanderungen sehr strategisch geplant haben, da sie zum Beispiel auf der Krim über viele Jahrtausende an die gleiche Stelle gekommen sind, um Wildpferde zu jagen. Der Film bietet einen Überblick über den gegenwärtigen Stand der Neandertaler-Forschung - darüber, inwieweit sich einige Vorurteile über diesen Urzeitmenschen als falsch erwiesen haben und welche Fragen bis heute ungelöst sind. |
| 4982021 | Türkei - Aufbruch zu den Sternen |
| Medienart: | Online-Video |
| Länge: | 28 min f |
| Produktionsjahr: | 2009 |
| Eignung: | A(7-13) |
| Beschreibung: | Die Geschichte der modernen Astronomie in der Türkei beginnt in den 1930er Jahren; in den 1960er Jahren entstand die Idee zum Bau eines nationalen Observatoriums, aber erst 1997 konnte die Anlage in Bakirlitepe bei Antalya feierlich eingeweiht werden. Heute leistet das Observatorium mit seinen vier Teleskopen aufgrund seiner besonderen Lage einen wichtigen Beitrag zu internationalen Forschungsprojekten und wird von Astronomen aus der ganzen Welt frequentiert. Neben türkischen Forschern und Studenten sind russische Wissenschaftler die Hauptnutzer, denn ein Vertrag mit der Türkei gewährt ihnen zwanzig Jahre lang kostenlosen Zutritt. Im Gegenzug hat die Russische Akademie der Wissenschaften das große RTT-150-Teleskop zur Verfügung gestellt. Die Arbeit der Astronomen, die Erforschung der Entstehung und des Aufbaus des Universums und seiner Galaxien, findet überwiegend nachts statt und erfordert umfangreiche technische, mathematische und physikalische Kenntnisse. Die Erkenntnisse werden der internationalen Forschungsgemeinde via Internet zur Verfügung gestellt. |
| 4982023 | Italien - Das Labor für Physik in der Via Panisperna |
| Medienart: | Online-Video |
| Länge: | 28 min f |
| Produktionsjahr: | 2009 |
| Eignung: | A(7-13) |
| Beschreibung: | Ein malerischer Palazzo in der Via Panisperna 89 in Rom beherbergte einige Jahre lang eines der prestigeträchtigsten Forschungsinstitute Italiens das "Regio Istituto di Fisica Nucleare". Die unter Leitung des Physikers Enrico Fermi versammelten Wissenschaftler wurden die "Jungs aus der Via Panisperna" genannt. Hinter der etwas saloppen Etikettierung verbarg sich eine Gruppe hochkarätiger, junger Forscher, deren grundlegende Entdeckungen auf dem Gebiet der Kernphysik sie zwischen 1934 und 1936 weltweit konkurrenzlos machten. Ihre Experimente sollten später die kontrollierte Nutzung von Kernenergie - aber auch die Erfindung der Atombombe ermöglichen. Die Bedeutung ihrer Experimente mit verlangsamten Neutronen haben sie selbst in jener Zeit nicht erkannt. Das Jahr 1938 wird für die Forscher zum Höhe- und Endpunkt zugleich: Nachdem Enrico Fermi am 10. Dezember in Stockholm den Nobelpreis für Physik erhalten hat, emigriert er in die USA. Mussolinis Rassengesetze bedrohen seine jüdische Ehefrau und viele seiner Mitarbeiter. In Amerika gelingt Fermi im Dezember 1942 die erste kontrollierte nukleare Kettenreaktion. |
| 4982024 | Georgien - Den Bakteriophagen auf der Spur |
| Medienart: | Online-Video |
| Länge: | 28 min f |
| Produktionsjahr: | 2009 |
| Eignung: | A(7-13) |
| Beschreibung: | Ehe sich Penicillin im Zweiten Weltkrieg als wichtigstes Mittel im Kampf gegen bakterielle Erkrankungen durchsetzte, griff man auf andere Methoden zurück - Methoden, die heute wieder an Bedeutung gewinnen, da sich immer mehr Bakterien als resistent gegen Antibiotika erweisen. Die Rede ist vom therapeutischen Einsatz von Bakteriophagen, sogenannten "Bakterienfressern". Ihren Namen und ihre Entdeckung verdanken sie dem Mikrobiologen Félix d’Hérelle, der 1917 bei der Untersuchung an Ruhr erkrankter Soldaten auf das Phänomen verschwindender Bakterienkulturen stieß. Er konnte diesen Vorgang auf winzige Viren zurückführen, die als Parasiten Bakterien befallen und zerstören. Einer der ersten Unterstützer von d’Hérelle war der junge georgische Mikrobiologe Georgi Eliava. Mit finanzieller Unterstützung der sowjetischen Regierung gründeten die beiden 1936 in Tiflis das "Bakteriophagen-Institut". Doch Eliava geriet in eine Intrige und wurde 1937 verhaftet und hingerichtet. D’Hérelle verließ das Land und gab seine wissenschaftliche Arbeit auf. Während die Bakteriophagen-Therapie in der Folgezeit im Westen in Vergessenheit geriet, entwickelte sich das Institut in Tiflis zum Zentrum der Bakteriophagen-Forschung in der Sowjetunion. |
| 4982025 | Griechenland - Im Dienst der Menschen |
| Medienart: | Online-Video |
| Länge: | 28 min f |
| Produktionsjahr: | 2009 |
| Eignung: | A(7-13) |
| Beschreibung: | Seit 25 Jahren in Heraklion auf Kreta beheimatet, genießt das Institut für Forschung und Technologie mit seinen sieben Instituten internationale Reputation. Viele der dort entwickelten Projekte, die sich stets an konkreten Bedürfnissen der Menschen orientieren, entstehen in Zusammenarbeit mit der EU; nur einen geringen Teil seines Etats deckt das Forschungszentrum durch staatliche Zuschüsse. Ein Schwerpunkt seiner aktuellen Forschung liegt auf der Entwicklung von Robotern, die nicht nur vielfältige Probleme lösen, sondern sich die notwendigen Problemlösungen - etwa den Gebrauch von Werkzeugen - auch selbständig erarbeiten können. In der Interaktion "Mensch - Maschine" sehen die Forscher große Potentiale für die Zukunft - in unterschiedlichsten Bereichen: von Serviceleistungen im Haushalt, über Dienstleistungen im Gesundheitswesen bis hin zu konkreten Hilfen für Behinderte. |
| 4982705 | USA: My New York - Home to the whole world |
| Medienart: | Online-Video |
| Länge: | 29 min f |
| Produktionsjahr: | 2007 |
| Eignung: | A(8-13) |
| Beschreibung: | Das Viertel hat seinen Namen nicht etwa von der gleichnamigen Karibikinsel. Jamaica stammt vom indianischen "Jamekos" ab - was soviel heißt wie der "Biber". Dutzende von Kirchen zeugen vom Nebeneinander und Miteinander von Menschen, die aus völlig unterschiedlichen Regionen der Welt stammen. Die Kirche der schwarzen Pfingstler aus Amerika und der Karibik, das "Tabernacle of Prayer", war früher ein spanisches Theater. Und die Jamaica-Avenue, früher ein indianischer Handelsweg, ist heute die größte Shopping-Meile außerhalb Manhattans. Der Film stellt Menschen vor, die mit großen Träumen ins Land der vermeintlich unbegrenzten Möglichkeiten kamen und heute in Jamaica zusammen leben. |
| 4982919 | Teens in Cornwall - Sam loves the waves |
| Medienart: | Online-Video |
| Länge: | 10 min f |
| Produktionsjahr: | 2009 |
| Eignung: | A(7-13) |
| Beschreibung: | Sams größtes Hobby ist Surfen. Der 15-Jährige verbringt viel Zeit an den Newquays Stränden, egal ob das Wetter gut oder schlecht ist. Als Mitglied im "Life Saving Club" lernt er, Menschen vor dem Ertrinken zu retten. Sein Berufspraktikum absolviert Sam bei der "British Surf Association". Doch er muss erkennen, dass dazu auch langweilige Tätigkeiten wie Kopieren und Papierkram gehören. Mal richtig abschalten kann Sam nicht nur auf dem Surfbrett, sondern auch beim Rugby, einem beliebten Sport an seiner Schule. |
| 4982920 | Teens in Cornwall - Katy loves animals |
| Medienart: | Online-Video |
| Länge: | 10 min f |
| Produktionsjahr: | 2009 |
| Eignung: | A(7-13) |
| Beschreibung: | Für Katy war schon immer klar: Sie will mal etwas mit Tieren machen. Katy reitet für ihr Leben gern durch das hügelige Hinterland und zu ihrer Familie gehören viele Haustiere. Durch das Berufspraktikum lernt sie den Alltag in einer Tierarztpraxis kennen. Schnell kann sie sich nützlich machen und auch eine Operation verfolgt sie mit großem Interesse. Ihre Familie ist Katy sehr wichtig. Gemeinsam machen sie Ausflüge an ihren Lieblingsstrand und bei einem Wohltätigkeitslauf wird sie von allen unterstützt. |
| 4982921 | Teens in Cornwall - Caroline loves people |
| Medienart: | Online-Video |
| Länge: | 10 min f |
| Produktionsjahr: | 2009 |
| Eignung: | A(7-13) |
| Beschreibung: | Caroline liebt Menschen und ist in ihrer Freizeit gerne mit ihren Freundinnen zusammen. Für ihr Berufspraktikum hat sie sich einen Ferienpark ausgesucht. Schnell schafft sie es, sich hier nützlich zu machen. Durch ihren Nebenjob in einer Bäckerei weiß Caroline, worauf es im Umgang mit Kunden ankommt. Caroline freut sich schon, wenn sie mit 18 endlich mit ihren Freundinnen in Clubs gehen darf. Aber bis dahin fällt den Mädchen auch genügend anderes ein, um sich eine schöne Zeit zu machen. |
| 4982930 | Projektinfo |
| Medienart: | Online-Video |
| Länge: | 5 min f |
| Produktionsjahr: | 2005 |
| Eignung: | A(3-6) |
| Beschreibung: | "SOS - Wer hilft den Speedonauten?" ist ein Multimediapaket für den fächerübergreifenden, projektorientierten Unterricht in den Jahrgangsstufen 3 bis 6 und besteht aus vier Filmen, einer DVD-ROM und begleitenden Printmaterialien. Der Beitrag zeigt am Beispiel einer Dortmunder Grundschule, wie das multimediale Angebot im Unterricht eingesetzt werden kann. |
| 4982931 | Warum wollte Jakob sterben? |
| Medienart: | Online-Video |
| Länge: | 30 min f |
| Produktionsjahr: | 2010 |
| Eignung: | A(8-13) |
| Beschreibung: | Jakob war 13 Jahre alt, als er sich das Leben nahm. Für alle, die ihn kannten, war seine Entscheidung unvorstellbar, nicht zu erklären, schon gar nicht zu begreifen. Bis heute bleibt die Frage: "Warum?" Der gewählte Tod eines Kindes ist eines der größten Tabuthemen. Jakobs Eltern, seine Geschwister, Schulkameraden und Lehrer haben sich fünf Jahre nach der Selbsttötung von Jakob entschieden, dennoch darüber zu sprechen. Sie erzählen von einem fröhlichen, verschmitzten, Fußball-verliebten Jungen, dem niemand eine solche Tat gegen sich selbst zugetraut hätte. Seine Familie und Freunde sagen, dass sie diese Erfahrung nie verarbeiten können. Aber in kleinen Schritten finden sie zurück ins Leben - durch Hilfen, Gespräche und Offenheit. Der Film ist ihr Beitrag, um anderen in ähnlichen Situationen zu zeigen, dass sie nicht alleine sind. |
| 4982932 | Johannes Calvin |
| Medienart: | Online-Video |
| Länge: | 30 min f |
| Produktionsjahr: | 2009 |
| Eignung: | A(10-13) |
| Beschreibung: | Kaum ein Zweiter hat auf die Moderne einen so starken Einfluss genommen wie Johannes Calvin, einer der großen europäischen Reformatoren des 16. Jahrhunderts. Die einen zeichnen ihn als humorlosen Spielverderber, die anderen machen ihn zum Erfinder eines selbstquälerischen Christentums. Jenseits dieses Bildes steht der arbeitsame Asket, der nicht nur einen wesentlichen Baustein zur Reformation geliefert, sondern unsere Lebensführung, unsere Auffassung von Arbeitsmoral und Individualität in unvergleichlicher Weise vorgedacht und mit auf den Weg gebracht hat. Der Film zeichnet in Spielszenen das bewegte Leben des Reformators nach und kontrastiert die Wirkung seiner Lehre zwischen Mittelalter und Neuzeit. |
| 4982933 | London Files - Royal Parks Apprenticeship Programme |
| Medienart: | Online-Video |
| Länge: | 5 min f |
| Produktionsjahr: | 2009 |
| Eignung: | A(9-13) |
| Beschreibung: | Will lernt im Hyde Park Paul und Rachel kennen. Die beiden absolvieren eine Ausbildung im Rahmen des "Royal Parks Apprenticeship Programme". Zu ihren Aufgaben gehört es, den Müll der Parkbesucher wegzuräumen und sich um die vielen Pflanzen zu kümmern. Insgesamt drei Jahre dauert die Ausbildung, einmal in der Woche besuchen die beiden College-Kurse. Will erfährt, wie wichtig die Gärtner für die Parks sind. |
| 4982934 | London Files - Parkour |
| Medienart: | Online-Video |
| Länge: | 5 min f |
| Produktionsjahr: | 2009 |
| Eignung: | A(9-13) |
| Beschreibung: | Diesmal sind Jing und Will auch körperlich gefragt: Sie wollen mehr über die neue, urbane Sportart "Parkour" herausfinden. Ziel des harten Trainings: von einem Ort zum anderen zu gelangen und sich dabei von nichts aufhalten zu lassen. Absolute Körperbeherrschung, Springen und Balancieren sind dabei ein Muss. In Schulen wird Parkour mittlerweile angeboten, um Jugendliche von der Straße zu holen und bei einigen hat das konzentrierte Training auch positive Nebeneffekte auf die schulischen Leistungen. |
| 4982935 | London Files - Bikes |
| Medienart: | Online-Video |
| Länge: | 5 min f |
| Produktionsjahr: | 2009 |
| Eignung: | A(9-13) |
| Beschreibung: | Jing and Will lesen über die Fahrradsituation in London. Langezeit galt Fahrradfahren als viel zu gefährlich und daher können es viele Londoner auch nicht. Während Jing sich zu ihrer ersten Fahrradfahrstunde aufmacht, will sich Will das Fahrrad von einem Künstler aufmotzen lassen. Warum sicheres Radfahren auch sehr viel Spaß machen kann und warum Will am Ende dann doch kein Bike hat, zeigt diese Episode. |
| 4982936 | London Files - Routemaster |
| Medienart: | Online-Video |
| Länge: | 5 min f |
| Produktionsjahr: | 2009 |
| Eignung: | A(9-13) |
| Beschreibung: | Jing and Will gehen der Vergangenheit und auch Zukunft der Londoner Busse nach. Wie werden die "Routemaste", die roten Markenzeichen Londons bald aussehen? Ein Besuch im Transport Museum soll Aufklärung liefern. Bei einem Wettbewerb haben über 700 Leute ihre Ideen zu den neuen Doppeldeckern eingereicht. Travis Elborough hat ein Buch über den Routemaster geschrieben und erklärt, wieso er sich darauf freut, das Siegermodell auf den Straßen zu sehen. |
| 5500983 | Hier spielt die Musik! |
| Medienart: | Online-DVD/Mediensammlung |
| Länge: | 51 min f |
| Produktionsjahr: | 2009 |
| Eignung: | A(1-4); SO |
| Beschreibung: | HIER SPIELT DIE MUSIK (19:50 min) Die teilnehmenden Kinder erzählen Allgemeines über das Projekt "Jedem Kind sein Instrument" (JeKi), das 2007 im Ruhrgebiet gestartet wurde und darauf abzielt, Grundschulkindern einen Zugang zur Welt der Instrumente zu eröffnen und das Erlernen eines eigenen Instruments zu ermöglichen. Die Kinder beschreiben den Projektverlauf, erklären, warum sie sich für welches Instrument entschieden haben und sprechen über die Bedeutung, die sie der Musik in ihrem Leben zuweisen. Bei einem abschließenden Konzert zeigen sie ihr Können. Der Film ist in folgende Sequenzen gegliedert, die einzeln abrufbar sind: 1. Intro (2:16 min) 2. Bau einer Trompete (2:51 min) 3. Blasinstrumente (2:00 min) 4. Geigen-Truppe (2:20 min) 5. Ensemble (2:41 min) 6. Paulina (2:32 min) 7. Üben in der Gruppe (2:09 min) 8. Konzert (1:13 min) ZU BESUCH BEI DEN PROFIS (5:20 min) Eine Gruppe von JeKi-Kindern ist bei den Bochumer Symphonikern zu Gast und erfährt einiges über die Arbeit eines professionellen Orchesters. ICH SPIEL VOR 100 MENSCHEN (4:10 min) Die Kamera begleitet die JeKi-Kinder bei ihren Vorbereitungen und beim Ablauf ihres eigenen Konzerts. BEIM TROMPETENBAUER (4:10 min) / BEIM GEIGENBAUER (3:40 min) Die Filme geben Einblicke in den Beruf zweier Instrumentenbauer. WAS IST JEKI? (13:40 min) Die Interviewsequenz stellt das Programm "Jedem Kind sein Instrument" vor. INSTRUMENTENPARADE Auf spielerische Weise sollen Kinder lernen, was die einzelnen Instrumentenfamilien voneinander unterscheidet. WER GIBT DEN TON AN? Kinder hören eine Melodie und müssen erraten, zu welchem der gezeigten Musikinstrumente sie gehört. Vorab kann zwischen drei verschiedenen Schwierigkeitsgraden ausgewählt werden. WELCHE MELODIE GEHÖRT ZU DIESEM INSTRUMENT? Kinder sollen herausfinden, wie einzelne Musikinstrumente (Querflöte, Cello, Bouzouki, Baglama, kleine Trommel, Blockflöte) klingen. SO ODER SO? Kinder werden gefragt, wie verschiedene Musikinstrumente (Akkordeon, Geige, Posaune, Baglama, Gitarre, Trompete) beim Spielen richtig gehalten werden müssen. MUSIKSCHARADE MIT HÄNDEN UND FÜSSEN Kinder beschreiben das eine oder andere Musikinstrument. Welches sie wohl meinen? Zusatzmaterial: Arbeitsblätter, Begleitheft, Links, Malbuch, Verwendung im Unterricht |
| 5553433 | La parole aux jeunes - Junge Leute reden Klartext |
| Medienart: | Online-DVD/Mediensammlung |
| Länge: | 53 min |
| Produktionsjahr: | 2009 |
| Eignung: | A(7-13) |
| Beschreibung: | Familie, Freunde, Schule, Handy, Freizeit ... 25 französische Schülerinnen und Schüler aus Lothringen äußern sich auf dem in grenzüberschreitender Zusammenarbeit von deutschen und französischen Lehrerinnen und Lehrern zusammengestellten Medium zu verschiedenen Lebensbereichen in ihrer authentischen Sprache. Den insgesamt 38 kurzen Videobotschaften ist teilweise Übungsmaterial beigefügt, das abgerufen und im Bedarf im Französischunterricht eingesetzt werden kann. Das Medium ist in 9 Themenbereiche gegliedert: Activités sportives - Sportliche Aktivitäten Vie scolaire - Schulisches Leben Internet/ ordinateur - Internet/ Computer Loisirs - Freizeit Vacances - Ferien Fêtes entre amis - Feste unter Freunden Fêtes de famille - Familienfeiern Sorties - Ausgehen Présentation personelle - persönliche Präsentation |
| 5553549 | Zeitreise DDR - Elf Beiträge zur DDR-Geschichte |
| Medienart: | Online-DVD/Mediensammlung |
| Länge: | 70 min f |
| Produktionsjahr: | 2009 |
| Eignung: | A(8-13) |
| Beschreibung: | 1. ANKLAMER SCHÜLER (6:20 min) 1961: Der Direktor einer Erweiterten Oberschule will die Schüler einer 12. Klasse verpflichten, nach der Schule eine Offizierslaufbahn in der NVA einzuschlagen. Die Jungen weigern sich. Als der Druck zu groß wird, unterschreiben sie. Aus Protest trauern sie öffentlich um ihre Zukunft. Doch das hat dramatische Konsequenzen. Die Stasi verhaftet drei Schüler, die Klasse wird aufgelöst, keiner der Beteiligten darf das Abitur machen. Einer von ihnen wird zu 5 Jahren Zuchthaus verhaftet. 2. ZWANGSHAARSCHNITT (6:06 min) Mitte der 60er Jahre will Ulrich Naß so sein wie die Beatles. Er trägt lange Haare, bunte Kleidung und gründet eine Band. Doch lange Haare gelten in der DDR zu diesem Zeitpunkt offiziell als asozial. Er gelangt in das Visier von Polizei und Staatssicherheit, erhält Spielverbot, wird bespitzelt, schließlich verhaftet und zu einem Friseur gebracht. Seine Kritik bringt ihn in die Untersuchungshaft und in ein Jugendarbeitslager. 1975 darf er die DDR verlassen. 3. HÄUSERKAMPF (6:05 min) 12. Mai 1957: Bewaffnete Männer stürzen durch Schwein. Die neu gegründeten Kampfgruppen der Arbeiterklasse proben den Ernstfall. Sie stehen ganz im Dienst der Partei - zur Machtsicherung, vor allem gegen Revolutionäre aus dem eigenen Land. Jürgen Stopperam erlebt die Übung als Kind. 4. WEHRKUNDE - WEHRKUNDIG? (6:05 min) Hagen Kühne, als Christ erzogen, lehnt jegliche militärische Ausbildung ab. Doch seit 1978 ist der Wehrkundeunterricht Pflicht für jeden Schüler. Die Familie interveniert. Als die Eltern bei ihrer ablehnenden Haltung bleiben, wird schließlich gedroht, Hagen Kühne in ein Heim oder den Jugendwerkhof einweisen zu lassen. Aus Angst um ihren Sohn stimmen die Eltern einer Teilnahme ihres Sohnes am Wehrkundeunterricht zu. 5. OLOF-PALME-GEDENKMARSCH (6:10 min) Mehrere europäische Friedensgruppen hatten zum internationalen Olof-Palme-Friedensmarsch am 1. September 1987 aufgerufen. Daran sollten erstmals auch offiziell kirchliche Gruppen teilnehmen dürfen. Freie Meinungsäußerung während des Friedensmarsch in der DDR - ob das gut geht? Ein erster Test war die Eröffnungsveranstaltung in Stralsund. 6. GERLINDES WESTREISE (6:04 min) Gerlinde Haker arbeitete für die Evangelische Kirche der DDR. Deswegen geriet sie ins Visier der Stasi. Eine Westreise war für sie völlig ausgeschlossen. Doch sie hatte einen Plan. Sie tauschte mit ihrer Schwägerin aus dem Westen die Papiere. Gerlinde setzte sich mit dem BRD-Pass ihrer Schwägerin in den Wagen, fuhr zur Grenze und wurde durchgelassen. Zwei Wochen lang bereiste sie den Westen, dann kam sie zurück. Trotz fast lückenloser Bespitzelung - die Stasi hat nie etwas von Gerlindes Westreise erfahren. 7. PARTEIGRÜNDUNG (6:31 min) Seit Beginn des Sommers 1989 fordern Rostocker Bürger in Fürbittegottesdienste Mitbestimmung und Mitspracherecht. Auf dem Marktplatz versammeln sich im Herbst 1989 Tausende Demonstranten. Manche von ihnen gründen bis zum Jahresende erste unabhängige Parteien. Die Chance mitzugestalten an einer demokratischen Gesellschaft - das ist es, was viele antreibt. 8. ERNST LOBMEYER (6:23 min) 1945 wird Prof. Ernst Lobmeyer zum kommissarischen Rektor der Universität Greifswald ernannt. Im Februar 1946 soll er offiziell und feierlich in das Amt eingeführt werden. Doch in der Nacht zuvor wird er verhaftet. KPD-Funktionäre denunzieren ihn: Lobmeyer soll im Krieg an Erschießungen beteiligt gewesen sein. In einem russischen Gefängnis wird er wenig später zum Tode verurteilt. Vollzug sofort. Seine Familie erfährt davon erst 1958. 9. RETTUNG DER SCHELFSTADT (6:31 min) Zu DDR-Zeiten zog es die meisten Bürger in den Neubau. Um die Altstädte kümmerte sich keiner mehr. Die Häuser verrotteten und waren zum Abriss freigegeben. So sollte es auch mit der Schelfstadt in Schwerin geschehen. Doch es kam anders, im Herbst 1988 gründet sich die erste Bürgerbewegung. Sie befürwortete den Erhalt der Schlefstedt, positionierte sich gegen den kompletten Neubau der Stadt. 10. DER FALL MANTHEY (6:23 min) Im Mai 1950 kommt Otto Manthey aus russischer Kriegsgefangenschaft und lässt sich ausgerechnet in der DDR nieder und nicht in Polen, wo er vor dem Krieg gelebt hat - aus gutem Grund. Die Staatssicherheit wirbt ihn als inoffiziellen Mitarbeiter (IM). Ab 1955 berichtet er unter dem Decknamen "Astrid" über Kollegen und Bekannte in Grimmen. Später verlangt Polen seine Auslieferung. Manthey ist gesuchter NS-Kriegsverbrecher. Doch die Staatssicherheit schützt Manthey. Eine Auslieferung findet nicht statt. 11. VON ROSTOCK NACH WORKUTA (6:40 min) 1949: Roland Bude, 23-Jähriger Student an der Rostocker Uni, engagiert sich in der FDJ-Hochschulgruppe. Im Juli 1950 wird er verhaftet. Er soll westliches Schrifttum eingeschleust haben. Der Eintritt in die SED und eine Spitzeltätigkeit für die Stasi könnten ihn retten. Doch Bude lehnt ab. Ein sowjetisches Militärtribunal verurteilt ihn zu zweimal 25 Jahren Arbeitslager. Nach dem Besuch Adenauers in Moskau wird er freigelassen. |
| 5553697 | Mit Filmen sehen lernen - Filmbildung im Unterricht |
| Medienart: | Online-DVD/Mediensammlung |
| Länge: | |
| Produktionsjahr: | 2010 |
| Eignung: | A(3-13) |
| Beschreibung: | Eine Zusammenstellung von freier Software zur Filmarbeit, kurzen Filmausschnitten, Broschüren und Software-Tutorials, mit deren Hilfe der Einstieg in die Filmarbeit erleichtert werden soll: Die Filmausschnitte, Fotos, Präsentationen und Broschüren eignen sich zur Schulung des Rezeptionsvermögens von Filmen mit Schülern und zur Vorbereitung eines Kinobesuchs. Die Software gibt Impulse und die technischen Möglichkeiten für eine eigene Filmproduktion - von der Planung eines Filmvorhabens über den (Trick-) Filmdreh bis hin zum Schnitt - inkl. einer Audioschnitt-Software und verschiedenen Bildbearbeitungsprogrammen für die Erstellung von Standbildern. Im Detail handelt es sich um folgende Materialien: FILME / FILMAUSSCHNITTE - Ausschnitte aus "Hände weg von Mississippi" inkl. Material zur Erarbeitung filmästhetischer Mittel - Ausschnitt aus "Das weiße Band" inkl. Material zur Erarbeitung filmästhetischer Mittel . Filme zur Vorstellung von Filmberufen - Kurzfilm mit Interviews zur Filmarbeit in der Schule - Trailer von verschiedenen Kinofilmen BROSCHÜREN - Schule im Kino - Praxisleitfaden (erstellt von VISION KINO) - Mit der Familie ins Kino - Leitfaden für Eltern (erstellt von VISION KINO) - Mit Kindern ins Kino - Ein Leitfaden zur praktischen Filmarbeit an Grundschulen von dem Medienkompetenzforum Südwest - Die TRICKBOXX - Ein Leitfaden für die Praxis von der Landesanstalt für Medien NRW - Filmhefte der Bundeszentrale für politische Bildung ABSPIELSOFTWARE FÜR VIDEO- UND AUDIODATEIEN - Media Player Classic: Dieser Player ist an die ältere Version des Windows Media Player angelehnt. Dennoch ist der MPC ein komplett neues Programm, das alle üblichen Optionen und Leistungsmerkmale eines modernen Medienspielers aufweist. - VLC-Media Player: Dieser portable, freie Mediaplayer eignet sich sowohl für diverse Audio-, Video-Codecs und Dateiformate als auch für DVDs, Video-CDs. Er unterstützt zudem unterschiedliche Streaming-Protokolle. - M-Player Portable: Eine besonders große Fehlertoleranz ermöglicht diesem mehrfach ausgezeichneten Player, z.B. auch defekte Dateien abzuspielen. FILMDATENBANK - My Movie Database - ein Programm, mit dem Sie komfortabel Informationen und Materialien zu Filmen aus dem Internet laden, auf dem Stick abspeichern und übersichtlich abrufen können. SOFTWARE ZUR PLANUNG EINES FILMPROJRKTES - Celtx - ein Programm zum Schreiben eines Drehbuches, zur Erstellung von Storyboards und zur Strukturierung der Vorproduktion - XMind - ein Programm zur Erstellung von MindMaps TRICKFILM - SOFTWARE - Pivot - ein Strichmännchen-Animator mit dem einfache Figuren erstellt und animiert werden können. - Pencil - ein Bild-Animationsprogramm - Monkey Jam - ein Trickfilm-Generator, der von einer angeschlossenen Kamera Einzelbilder auf-nimmt und zu einem Trickfilm zusammenstellt. SOFTWARE ZUM AUDIOSCHNITT - Audacity - ein Programm zum Erstellen und einfachen Bearbeiten von Audiodateien - mp3-DirectCut - ein Programm zum Erstellen und Bearbeiten von Audiodateien BILDBEARBEITUNG - IrfanView: Dieser Bildbetrachter kann eine Vielzahl freier Grafikformate anzeigen und in viele andere Formate konvertieren. Zudem verfügt er über eine Stapelverarbeitung, so dass Bildmanipulationen vieler Bilder automatisiert ablaufen können. - Artweaver - ein Zeichen- und Malprogramm, das - obwohl einfach handhabbar- viele Möglichkeiten bietet. - PhotoFiltre - eine Bildbearbeitungssoftware, mit der intuitiv erlernbar zahlreiche Veränderungen und Manipulationen an Bildern vorgenommen werden können. - GIMP: Anspruchsvolle Bildbearbeitung, die dem versierten Nutzer eine nahezu unbegrenzte Viel-zahl von Manipulationsmöglichkeiten an seinen Bildern bietet. BILDSCHIRM"KAMERA" - CamStudio - einfache Software zum Abfilmen des Monitors. So können kleine Filme z.B. zur Erläuterung von Arbeitsschritten am PC erstellt werden. SOFTWARE ZUM UMWANDELN VON VIDEOMATERIAL - GSpot: Dieses Programm hilft bei Abspiel-Problemen und bietet eine schnelle Fehlersuche, wenn Videos nicht korrekt abgespielt werden. - Avidemux - eine Software, die Videomaterial in verschiedene Dateiformate umwandeln kann. - VirtualDub - eine Software, die Videomaterial in verschiedene Dateiformate umwandeln kann. - verschiedene Codecs EXTRAS: - Eine Präsentation zur unterrichtlichen Erarbeitung von Kameraeinstellung und Kameraperspektive anhand von Bildern aus dem Film "Hände weg von Mississippi" - Eine Präsentation zum Einstieg in die Filmanalyse - Ein Arbeitsblatt zur Erarbeitung von Filmanfängen - Tutorials zur Einführung in die bereitgestellte Software - Eine Vorlage für ein Storyboard - Verschiedene Zusatzprogramme: OpenOffice portable, AbiWord, Notepad++, Foxit-PDF-Betrachter, WinDirStat, 7-Zip-File-Manager |